





Dienstag, 31. Januar 2012
Kurzberichte
Beide Teams sind in Indianapolis angekommen.
Als der Gronk das Flugzeug verließ humpelte er auf einem dicken Stützstiefel an seinem linken Fuß die Gangway herunter.
Der verstauchte Knöchel wird Tight End Rob Gronkowski auch weiterhin nicht erlauben, am Training teilzunehmen.
Mittlerweile sinken die Chancen auf seinen Einsatz am Sonntag beträchtlich.
Sollte er spielen, werden die Giants versuchen, aus seiner Verletzung Profit zu schlagen. Nichts illegales, oder gar böses natürlich, aber sie werden ihm schon ordentlich auf den Schlappen treten.
Nachdem es zwischen den Saisons kein Theater mehr um Brett Favre gibt, übernimmt ein anderer Quarterback die Rolle des Pausenclowns, Peyton Manning.
Einige Beobachter melden zur Zeit das Karriereende des Quarterbacks der Colts. Sie wollen seinen Heilungsprozess wissenschaftlich untersucht haben und sind zu diesem erschütternden Ergebnis gekommen.
Seine Halswirbel hätten sich nach der Operation wie erwartet erholt, heißt es. Allerdings würden die Nerven in seinem Arm sich nicht wie erwartet erholen. Das sähe man an seinen Würfen, die längst nicht die Geschwindigkeit hätten, wie vor der Operation.
Sein älterer Bruder Cooper sagte, daß Peyton hart an sich arbeiten würde, aber seine mangelnden Fortschritte ihn sehr frustrieren würden. Das Gerede um sein Karriereende könnte leider wahr werden.
Während also Peyton um die Fortsetzung seiner Karriere bangt, bereitet sich Eli auf seinen zweiten Super Bowl Sieg vor. Sollte ihm das gelingen, hätte er doppelt so viele Super Bowls gewonnen, wie sein älterer Bruder:
Würde Eli dann endlich aus dem übergroßen Schatten seines Bruders heraustreten?
Wäre Eli dann auch endlich ein zukünftiger Kandidat für die Hall of Fame?
Das wird die Zukunft zeigen. Jetzt muss er am Sonntag zunächst die Patriots schlagen, bevor man weiter darüber diskutiert, wer der bessere Manning ist?
Seit Jahren ist es eines der Spiele, die man sehnsüchtig erwartet, New England gegen Indianapolis.
Zugegeben, in der abgelaufenen Saison war es ein Spiel, um das man lieber einen Bogen machte, aber bis dahin war es immer einer der Höhepunkte einer jeden Saison.
Für die Patriots ist es deshalb ein kleiner innerer Vorbeimarsch, daß man jetzt im Haus des AFC Rivalen regiert.
Als Heimteam im Super Bowl trainieren die Patriots auf dem Platz der Colts und im Stadion wird Tom Brady den Spind von Peyton Manning benutzen.
Verrückte Welt.
Der ehemalige Head Coach der Colts hat einen neuen Job. Jim Caldwell heuerte bei den Ravens an. Allerdings hat er einen ordentlichen Abstieg akzeptieren müssen. Caldwell wurde nicht der neue Offensive Coordinator der Ravens sondern nur deren Quarterbacks Coach.
Caldwell, Quarterbacks Coach der Ravens?
Der Caldwell, der es über eine komplette Saison nicht verstanden hat, aus dem langjährigen Ersatzmann von Peyton Manning, Curtis Painter, einen halbwegs geraden Pass herauszuholen?
Ob das eine gute Entscheidung war?
Ein wenig Wettbewerb kann nie schaden, sagte John Elway und kündigte an, daß jeder Spieler der Broncos Starter auf seiner Position werden kann.
Im Trainingslager könne jeder Spieler die als Starter vorgesehen Spieler von ihrem Platz verdrängen. Davon wäre auch die Position des Quarterbacks nicht ausgenommen.
Eine klare Ansage an Tim Tebow, nicht in seinen Bemühungen, ein richtiger NFL Quarterback zu werden, nachzulassen.
Man werde sich auch genau ansehen, was der Markt hergibt, wenn im März die Free Agents die Teams wechseln dürfen.
Zwar geht Tebow als Starter ins Trainingslager, aber ob er es auch als Starter verlässt, steht auf einem anderen Blatt.
Montag, 30. Januar 2012
Pro Bowl
Wer Football in Zeitlupe und viele, sehr viele Punkte mag, der wird dieses Spiel geliebt haben.
Exakt 100 Punkte kamen im Pro Bowl 2012 zusammen und zwar verteilt auf 59 für die AFC und 41 für die NFC.
Brandon Marshall (Bild) stellte mit vier gefangenen Touchdownpässen einen neuen Pro Bowl Rekord auf. Insgesamt fing der Wide Receiver der Dolphins sechs Pässe für 176 Yards. Er fing in jedem Viertel einen Touchdown und spielte als einziger so, als ginge es tatsächlich um etwas.
Dafür wurde er mit der Wahl zum wertvollsten Spielers belohnt.
Nach dem Spiel sagte er, daß es ihm egal wäre, daß die meisten Spieler nur 90% oder noch weniger Leistung gezeigt hätten, wenn überhaupt. Für ihn könnte es der letzte Pro Bowl in seiner Karriere gewesen sein, und den hätte er genießen wollen.
Tatsächlich war es so, daß man in Schlafräumen von Schwesternschülerinnen schon härtere Kissenschlachten gesehen hat, als das, was hier gezeigt wurde.
Der Pro Bowl ist halt wirklich nur Hawaii-Urlaub mit störendem Footballspiel.
Das All-Star Spiel der NHL, das direkt vor dem Pro Bowl stattfand, war auf jeden Fall ansehnlicher.
Die 59 Punkte der AFC sind ein weiterer Pro Bowl Rekord für ein Team, und der Rekord von 107 Punkten für beide Teams, der 2004 aufgestellt wurde, wurde nur um einen Touchdown mit Extrapunkt verfehlt.
Na Logo
Die Carolina Panthers wollen etwas aggressiver rüberkommen, und sei es nur durch das Logo.
Der neue Panther sieht etwas aggressiver aus und soll dreidimensional wirken. Hauptsächlich die Mund- und Augenpartie wurden verändert.
Das ist die erste Änderung an dem Logo, seit der Gründung der Panthers 1993.
David Tyree
Er machte einen sensationellen Fang im letzten Super Bowl der Giants gegen die Patriots. Er war ein Superstar. Es war sein letzter Pass, den David Tyree in einem NFL Spiel fing.
Mit 28 Jahren war seine NFL Karriere beendet, da er keinen neuen Vertrag angeboten bekam.
So endete seine Karriere, die ihn durch diese einmalige Aktion in die Geschichte der NFL katapultierte.
Es war der dritte Versuch für die Giants in den letzten Minuten des Spiels. 10:14 lag New York zurück. Quarterback Eli Manning hatte drei Verteidiger an sich hängen, doch er ließ sich nicht zu Boden bringen. In letzter Verzweiflung warf er den Ball in Richtung Tyree. Der wurde von Rodney Harrison hautnah gedeckt. Tyree sprang hoch und bekam beide Hände an den Ball, aber als er herunterkam konnte er das Ei gerade so mit der rechten Hand an seinen Helm pressen. Weiß der Teufel, wie er es schaffte, den Ball nicht zu verlieren, als er auf den Boden prallte, aber er machte den Fang, und die Giants erreichten kurz darauf die Endzone New Englands.
17:14.
Ein Super Bowl für die Ewigkeit, eine akrobatische Glanzleistung Tyrees für die Ewigkeit.
Der ehemalige Wide Receiver hat sein Leben Gott gewidmet und mit seiner Frau Leilah sechs Kinder produziert. Diese unterrichten sie Zuhause, da sie sie vor der bösen Welt da draußen beschützen wollen.
Tyree und seine Frau schreiben Bücher, die streng religiösen Inhalts sind.
Im letzten Sommer kämpfte er hart gegen die Zulassung der gleichgeschlechtlichen Ehe im Staat New York. Er sah die Anarchie ausbrechen, wenn diese Verhöhnung der echten Ehe legalisiert würde. Sein Kampf war vergebens, sie wurde legalisiert.
Tyree wurde mit Kritik, Hohn und Spott überzogen. Doch er bereut Nichts, nicht den Kampf gegen die Homoehe, nicht seine Zeit bei den Giants, nicht das frühe Ende seiner Footballkarriere und vor Allem nicht seinen Glauben an Gott.
Sonntag, 29. Januar 2012
Kurzberichte
Vom Superstar zur großen Gefahr wurde Aldon Smith (Bild). Der Linebacker der 49ers wurde am Samstag in Miami verhaftet, weil er alkoholisiert am Steuer seines Wagens erwischt wurde.
Smith wurde als siebter Spieler in der letzten Draft einberufen. In seiner ersten Saison erzielte er 14 Sacks und stellte damit einen Teamrekord für Linebacker auf.
Die 49ers wissen von der Verhaftung, wollten sich aber nicht dazu äußern.
Die Steelers wollten ihrem Offensive Coordinator Bruce Arians keinen neuen Vertrag geben. Deshalb dachte er daran in den Ruhestand zu treten.
Doch dieser Gedanke ist vom Tisch. Die Colts haben ihn verpflichtet. Auch die Cardinals waren an ihm interessiert. Hier wäre er allerdings nur Quarterbackscoach geworden, Indianapolis gab ihm einen Vertrag als Offensive Coordinator.
Die Steelers würden gerne einen Nachfolger aus den eigenen Reihen ernennen, aber Head Coach Mike Tomlin würde lieber den ehemaligen Head Coach der Colts, Jim Caldwell, als neuen Offensive Coordinator einstellen.
Er habe keinen Plan, was momentan bei den Colts los wäre, sagte Reggie Wayne in einem Interview.
Der Wide Receiver sitzt Zuhause in Miami und wundert sich über die Tumulte, die in seinem Club toben.'
Und das wäre ja erst der Anfang, fuhr er fort. 19 Spieler würden im März zu Free Agents und dürfen die Colts verlassen, darunter Wayne selber. Um jeden davon müsse die Clubführung kämpfen, auch um Nr. 18, also Peyton Manning.
Der war sauer auf Teambesitzer Jim Irsay, weil der ihn als Politiker beschimpfte. Mittlerweile sollen die beiden sich aber ausgesprochen haben.
Dann wundert sich Wayne über den neuen Head Coach. Erst hieß es, Jim Tressel wird der neue Head Coach des Teams, und plötzlich war es Chuck Pagano.
Wayne sieht sich die Sache an, die wie eine Telesoap vor ihm abläuft. Jeden Tag, wenn er die Zeitung aufschlägt gibt es ein neues Kapitel und es heißt wieder: „Sind Sie jetzt verwirrt? Nun, Sie werden es nicht mehr sein, nach dieser Folge von Soap, oder „Wie die Colts sich selbst zerstören“.
In der schlechtesten Saison seiner Karriere schaffte es Chad 85 in den Super Bowl.
Der sechsmalige Pro Bowl Wide Receiver ging vor der Saison nach New England, weil er sich zusammen mit dem zukünftigen Hall of Fame Quarterback Tom Brady eine unglaubliche Saison versprach.
Statt dessen fing er nur 15 Pässe für 276 Yards und 1 Touchdown. Statt unglaublich wurde es unterirdisch.
Was man allerdings positiv vermerken muss: von einem großspurigen Angeber Wide Receiver ala Terrell Owens, wurde Ochocinco zu einem normalen Teammitglied.
Aber er habe T.O. jede Woche angerufen, um sich bei ihm auszusprechen, genau so wie bei Randy Moss, der ja auch zu den Diven unter den Wide Receivern gehört und der lange Jahre bei den Patriots spielte.
Ohne deren Zuspruch wäre die Saison für ihn noch härter geworden, als sie es ohnehin schon war, sagte er.
Ob er gegen die Giants viel Einsatzzeit bekommt, weiß er natürlich nicht, aber für ihn wäre es schon toll, überhaupt im Spiel der Spiele zu stehen. Immerhin habe er in seiner Karriere noch nie ein Playoffspiel gewonnen, bevor er zu den Patriots kam.
Für Aaron Rodgers ist es ein eigenartiges Gefühl, sich auf seinen ersten Pro Bowl vorzubereiten, statt auf den Super Bowl.
Mit einer Quarterback Wertung von 122,5 Punkten stellte er einen neuen Saisonrekord auf. Er warf Pässe für 4.463 Yards mit 45 Touchdowns und nur 6 Interceptions. Doch all das brachte ihn nicht nach Indianapolis, sondern nur nach Hawaii.
Das wäre sehr enttäuschend.
Überhaupt habe noch keiner seiner Mitspieler aus Green Bay den Schock der Niederlage gegen die Giants verkraftet.
Wenn er sich aber die Aufzeichnung des Spiels ansehe dann würde er feststellen, daß New York den Sieg mehr wollte, als sein Team. So sieht das auch Cornerback Charles Woodson. Alleine der Ave Maria Pass von Manning zum Ende der ersten Halbzeit wäre dafür ein Beweis. Bei den Packers hätte kein Spieler ernsthafte Anstrengungen unternommen, den Ball abzufangen oder zu Boden zu schlagen. Da dürfe man sich nicht wundern, wenn man nicht als Sieger den Platz verlässt.
Bis zur nächsten Saison müsse die Clubführung nun ihr Hauptaugenmerk auf die Verpflichtung von Verteidigern richten. Die Offense wäre gut aufgestellt.
Die Denver Broncos verpflichteten Jack Del Rio als neuen Defensive Coordinator.
Der ehemalige Head Coach der Jacksonville Jaguars ist der fünfte Defensive Coordinator der Broncos in fünf Jahren.
Mit dem Head Coach Denvers, John Fox, arbeitete er schon 2002 in der Kombination Head Coach, Defensive Coordinator bei den Carolina Panthers zusammen.
Samstag, 28. Januar 2012
Megavertrag dank Weltwirtschaftskrise
Die von den Rothschilds, Goldmans und Co. ausgelöste Weltwirtschaftskrise war es, die der NFL zu dem unglaublichen Fernsehvertrag verholfen hat. Die Fans können sich einen Stadionbesuch nicht mehr leisten.
Commissioner Roger Goodell (Bild) hat in den letzten Jahren eine Abwanderung der Zuschauer aus den Stadien vor die Glotze erkannt. Alleine das NFC Endspiel letzte Woche wurde von 60 Millionen Zuschauern gesehen.
Die ständig wachsenden Einschaltquoten für NFL Spiele spülen der Liga ab 2013 pro Jahr wenigstens drei Milliarden Dollar in die Kasse.
So erfreulich diese Zuschauerzahlen auch sind, macht sich Goodell Sorgen um die Zuschauerzahlen in den Stadien. Leere Stadien möchte er nämlich nicht gerne sehen.
Er sieht es als größte Herausforderung an, die Fans auch wieder in die Stadien zu locken. Auch als Fernsehzuschauer würde er lieber ein Spiel vor vollem Haus sehen, als eins vor leeren Rängen.
Vielleicht könnte ihm eine Untersuchung helfen, die vor einigen Jahren hier in Deutschland stattfand. Über mehrere Jahre und für viele Millionen Euro hatte eine dieser Firmenzerstörungsagenturen wie McKinsey untersucht, warum die Leute lieber bei ALDI einkaufen, als bei anderen Supermärkten.
Das unerwartete und erstaunliche Ergebnis lautete: „Es liegt am Preis“.
Vielleicht könnte dieses überaus überraschende Ergebnis der NFL helfen?
Man könnte mal über die teilweise exorbitante Höhe der Eintrittspreise nachdenken.
Aber das Fernsehen und die Sozialen Medien machen den Stadien natürlich trotzdem große Konkurrenz. Fernseher mit Diagonalen bis zu zwei Meter, vom Heimcomputer eingeblendete Statistiken, mehrmalige Wiederholungen der Spielzüge, sofortiges meckern über Facebook über das gerade gesehene, Bilder in gestochener Schärfe und teilweise in 3D, das sind starke Argumente, den Fernsehsessel nicht gegen einen Stadionsitz auszutauschen.
Wenn allerdings Goldman-Sucks nicht bald aufhört, jedem Menschen auf diesem Planeten jeden Pfennig Geld aus der Tasche zu ziehen und in die eigene umzuleiten, dann werden die Stadien wohl leider immer leerer werden.
Kurzberichte
Big Ben will wissen, was die Uhr geschlagen hat.
Der Quarterback der Steelers wurde völlig davon überrascht, daß sein langjähriger Offensive Coordinator Bruce Arians in den Ruhestand trat.
Was Roethlisberger am Meisten wurmt, ist die Tatsache, daß Arians gar nicht daran dachte, in Rente zu gehen. Erst als die Clubführung ihm keine Vertragsverlängerung angeboten hat, hat er sich zu diesem Schritt entschlossen.
Roethlisberger will sich deshalb bei Teambesitzer Art Rooney II erkundigen, wie er sich die Offense der Steelers in Zukunft vorstellt?
Unter Arians machte sie 20,3 Punkte pro Spiel und lag damit auf Platz 21. Mit 372,3 Yards pro Spiel lag sie auf Platz 12 der Liga. Beides wäre Verbesserungswürdig.
Sobald Big Ben aus Hawaii zurück ist, will er mit Rooney sprechen.
Arians liebäugelt derweil damit, seinen Ruhestand doch noch aufzuschieben und verhandelt mit den Arizona Cardinals.
Ein Mann aus Alabama hat Anzeige gegen Raiders Linebacker Rolando McClain erstattet.
McClain und ein weiterer Mann sollen ihn brutal zusammengeschlagen haben.
Das Opfer, Christin Tapscott, hat mehrere gebrochene Knochen und wird lebenslange Folgeschäden zurückbehalten.
Der Linebacker habe, als Tapscott schon am Boden lag, lachend mit einer Pistole auf ihn gezielt. Tapscott habe um sein Leben gebettelt.
McClain hat sich als nicht schuldig bekannt und der Prozess soll im Mai beginnen.
Wenn die Rams ein Spiel in London austragen würden, würde das den Mietvertrag mit dem Stadionbetreiber in St. Louis verletzen.
Der Vertrag über die Heimspiele der Rams in St. Louis würde bedeuten, daß die Heimspiele in St. Louis ausgetragen werden und nicht in London, gab der Stadionbetreiber am Freitag in einer Presserklärung heraus. Ein Verstoß gegen diesen Vertrag würde rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Betreiber des Edward Jones Domes erwarten eine baldige Stellungnahme des Clubs.
Der hatte erst vor Kurzem bekanntgegeben, daß er in den nächsten drei Jahren jeweils ein Heimspiel in London austragen wird.
Freitag, 27. Januar 2012
Der Besitzer der Colts hat seinen Quarterback auf das Schlimmste beleidigt.
Momentan ist nicht alles eitel Sonnenschein, im Verhältnis zwischen den beiden, doch Jim Irsay schüttete jetzt auch noch Benzin ins Feuer und sagte, daß Peyton Manning (Bild) ein Politiker wäre.
Diese Beleidigung machte den Spalt, der Manning und die Colts entzweit, nur noch größer, und Mannings Abschied nach 14 Jahren in Indianapolis nur noch wahrscheinlicher.
In einem Radiointerview hatte Manning zum Beginn der Woche über den Status seiner Verletzung und seiner Zukunft gesprochen.
Er hatte sich negativ über beides geäußert. Manning ist frustriert über den langsamen Fortschritt seines Heilungsprozesses und über die Personalentscheidungen seines Besitzers.
Ihm passt es nicht, daß der General Manager und der Head Coach vor die Tür gesetzt wurden. Manning hat in den 14 Jahren bei den Colts die meiste Zeit ein festes Personal um sich gehabt. Davon ist mittlerweile kaum noch jemand da.
Daß Manning sich so frei im Radio geäußert hat, störte Irsay. Was sein Quarterback dort von sich gegeben hätte, hätte nicht in die Öffentlichkeit gehört. Das hätte man intern jederzeit besprechen können, aber nicht im Radio. Die Colts wären eine Familie, fuhr er fort, das Hufeisen käme immer zuerst, doch Manning habe sich verhalten, wie ein Politiker.
Als Manning davon erfuhr, erwiderte er, daß Mr. Irsay und er es sich schuldig wären, in Ruhe über diese verbale Entgleisung zu reden. Die beiden hätten schon so lange miteinander zu tun, daß man auch diese Sache aus der Welt schaffen könnte.
Kurzberichte
Schlecht für Fans des Super Bowls, die ihren Trip zum Spiel gerne mit einem Sonnenbrand krönen.
Das Wetter in Indianapolis hält sich an seine Durchschnittstemperaturen zu dieser Jahreszeit. Es ist Saukalt, aber wenigstens schneit es nicht. Nirgendwo eine Spur der so viel beschworenen globalen Erwärmung.
Daran werden sich die Fans wohl leider gewöhnen müssen. Wenn demnächst der Super Bowl in New Jersey stattfindet wird man sogar auf den Komfort eines überdachten Stadions verzichten müssen.
Mehr und mehr wird der Super Bowl auch dort ausgetragen werden, wo es einfach besch...eiden ist im Februar.
Schön für die Städte, die sonst nie in den Genuß gekommen wären, einen Super Bowl austragen zu dürfen. Schlecht für die Fans, die das Spiel immer auch mit Sommer, Sonne, Strand und mehr verbunden haben.
Die Patriots lassen den Gronk noch immer nicht trainieren.
Tight End Rob Gronkowski schont weiterhin seinen verletzten linken Knöchel.
Doch sein Heilungsprozess schreite gut voran, sagte Head Coach Belichick nach den Donnerstagstraining des Teams.
Zum Super Bowl wäre er auf jeden Fall einsatzbereit.
Bei den Giants nahmen sieben Spieler am Donnerstag nicht am Training teil.
Doch auch hier heißt es, daß alle im großen Spiel an Bord sein werden.
Rams Head Coach Jeff Fisher hat sich seinen stellvertretenden Head Coach ausgesucht. Er entschied sich für Dave McGinnis, einen ehemaligen Head Coach der Arizona Cardinals. Dort holte er von 2000-03 eine vernichtende Bilanz von 17-40 Siegen.
Danach war er sieben Jahre im Stab Fishers bei den Titans.
Die Buccaneers haben einen neuen Head Coach.
Sie engagierten Greg Schiano, der bisher das Collegeteam von Rutgers trainierte.
Schiano ist ein Coach, bei dem die Defense an erster Stelle steht, und genau das braucht das Team, das in der letzten Saison die meisten Punkte aller 32 Mannschaften zugelassen hat.
Die Bilanz des 45-jährigen in Rutgers sieht eher bescheiden aus. In 11 Jahren hat er 68 Siege vorzuweisen, bei 67 Niederlagen.
Klingt nicht so, als hätten die Seeräuber mit ihm den großen Fang gemacht.
Donnerstag, 26. Januar 2012
Umzug ja, aber wohin?
Und wieder gibt es ein umzugswilliges Team, doch wohin?
Von den Jaguars, Vikings und Chargers weiß man ja schon lange, daß sie gerne umziehen möchten, möglichst nach Los Angeles. Die Raiders haben auch angekündigt, Oakland den Rücken, mal wieder, kehren zu wollen. Jetzt wollen auch die Rams eine neue Heimat suchen.
Allen Teams gemeinsam ist, daß ein neues oder renoviertes Stadion sie zum Bleiben bewegen kann. Außer bei den Jaguars, die hätten einfach gerne mehr Zuschauer in ihrem Stadion.
Die Rams haben die Möglichkeit, nach der Saison 2014 aus dem Vertrag mit den Betreibern des Edward Jones Domes auszusteigen, wenn das Stadion bis dahin nicht auf den Stand der neuen Superstadien gebracht wurde.
Rams Besitzer Stan Kroenke sind die Rams so egal, wie jemandem nur etwas egal sein kann. Der Mann interessiert sich momentan mehr für die Los Angeles Rodgers, ein Baseballteam, das er kaufen möchte. Außerdem ist er noch Mehrheitseigner eines englischen Fußballteams, irgendwas mit Arsenal.
Das einzige Mal, daß er sich zuletzt mal bei seinem Footballteam hat sehen lassen, war, als er Jeff Fisher als neuen Head Coach des Teams vorstellte.
St. Louis hat ja seine Erfahrung mit flüchtenden Footballteams. 28 Jahre lang teilten sich die Cardinals ein Stadion mit einem Baseballteam. Dann wurde es dem Besitzer der Cardinals zuviel, und Bill Bidwill, der den Stadtoberhäuptern immer wieder erfolglos in den Ohren lag, seinem Team ein eigenes Stadion zu bauen, packte seine Mannschaft ein und zog 1987 um nach Arizona.
Dann baute die Stadt ein neues Stadion für ein Footballteam, weil die Stadt nach Football gierte.
Die Rams wurden 1995 angelockt und schenkten St. Louis 2000 einen Super Bowl Sieg
Allen Teams gemeinsam ist auch, daß sie gerne in das neue Stadion in Los Angeles umziehen würden, doch welches neue Stadion?
Daß die Stadt der Engel irgendwann mal wieder in NFL Team beheimaten soll, zieht sich praktisch seit Jahrzehnten als Running Gag durch die Geschichte der Liga.
Zwar ist L.A. der zweitgrößte Fernsehmarkt der USA, doch Roger Goodell und seine Untergebenen haben nicht die geringste Eile dort eine Mannschaft anzusiedeln.
Pläne über einen Stadionneubau gibt es zuhauf, aber bisher wurde nichts davon umgesetzt. Mal scheitert es am Ort, mal am Standard des Stadions, mal an der Finanzierung und mal einfach an Allem.
Es ist für ein Footballunternehmen ja nicht schlecht, wenn man mit einem Umzug drohen kann, um einen Stadionneubau, oder zumindest eine Modernisierung des bestehenden Stadions durchzusetzen, aber wenn man keinen Ort hat, an den man umziehen kann, verpufft die Drohung.
Kurzberichte
Überraschung in Indianapolis.
Die Colts gaben bekannt, daß Chuck Pagano ihr neuer Head Coach wird.
Pagano war bisher der Defensive Coordinator der Ravens und machte dort einen ausgezeichneten Job.
Damit tritt er in die Fußstapfen von anderen Defensive Coordinatoren der Ravens, die einen Job als Head Coach in der Liga fanden, wie Jack Del Rio, Marvin Lewis, Mike Smith, Mike Nolan und Rex Ryan. Außer Rex Ryan war davon keiner ein wirklich guter Head Coach.
Wir Pagano, als defensivorientierter Head Coach Andrew Luck als ersten Spieler in der kommenden Einberufung rekrutieren?
Oder wird er zuerst die löchrige Defense stopfen wollen?
Es wird interessant.
80:1. so setzten die Buchmacher vor der Saison die Quoten auf einen Super Bowl Sieg der Giants fest.
80 Dollar bekommt man für einen Dollar Einsatz, der im Fall eines New Yorker Sieges ausgezahlt werden muss.
Selbst zum Beginn der Playoffs wurden die Giants noch mit 30:1 gehandelt, wahrlich kein Vertrauensbeweis für das Team, das danach richtig in Schwung kam.
Das treibt den Blutdruck vieler Buchmacher kräftig in die Höhe. Die ganze Zunft wird wohl kollektiv zu den Patriots halten. Die wurden vor der Saison von den meisten Wettbüros mit gerade mal 3:1 gehandelt.
Sollten die Giants den Super Bowl gewinnen, können die Buchmacher ja mal bei das Merkel nachfragen, ob die sie nicht retten will. Die Deutsche Bundeskanzlerinnendarstellerin schmeißt ja nur so mit dem Geld unserer Enkel und Enkelsenkel um sich und rettet alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist.
Er sperrte die Spieler der NFL aus, weil die ihm zu gierig wurden.
Er verhandelte hart, und konnte einen zufriedenstellenden neuen Tarifvertrag aushandeln.
Er sorgte für den besten Fernsehvertrag, den es jemals für eine Sportliga gegeben hat.
Er setzt sich dafür ein, daß aus dem körperbetonten Sport Football mehr und mehr eine Flagfootballliga wird.
Er haut die Strafen für einen zu harten Einsatz seiner Spieler nur so raus.
Er wurde für seinen Einsatz belohnt. Roger Goodells Vertrag als Vorsitzender der NFL wurde bis März 2019 verlängert.
Der 52-jährige übernahm den Job 2006 von Paul Tagliabue und sein Gehalt beträgt $10 Millionen pro Jahr.
Ob sein Gehalt für die nächste Vertragsperiode angehoben wird, wurde nicht bekanntgegeben.
„Ein Spielzug entscheidet kein Spiel,“ sagte Ray Lewis der Presse.
Der mörderische Linebacker der Ravens stellt sich schützend vor jeden seiner Teamkollegen. Billy Cundiff hätte halt mal einen Ball neben das Tor gesetzt, ja und?
Er selber hätte auch schon mal einen Running Back nicht stoppen könne, obwohl er schon seine Arme um ihn geschlungen hatte.
Das würde halt passieren.
Natürlich wäre das Team momentan am Boden zerstört, aber in der nächsten Saison würde man ein Spiel mehr spielen, auch er selber.
Lewis hat auch nach 16 harten Jahren in der NFL noch genug in sich, um noch eine 17. Saison zu spielen. Und dann, nachdem er seinen zweiten Super Bowl gewonnen hätte, würde er über einen Rücktritt nachdenken.
Mittwoch, 25. Januar 2012
Kurzberichte
Immer wieder betonte Drew Brees (Bild), wie gerne er in New Orleans spielt, und wie gerne er Quarterback der Saints bleiben möchte.
Was sind diese Sprüche wert, jetzt, wo es konkret um einen neuen Vertrag geht?
Sowohl Brees, als auch sein Head Coach Sean Payton sind sich sicher, daß die anstehenden Verhandlungen schnell zu einem positiven Ende kommen werden.
Drew Brees ist jetzt ein sogenannter Free Agent, das heißt, daß er das Team ohne Auflagen wechseln darf. Auch Wide Receiver Marques Colston und Guard Carl Nicks dürfen sich ein neues Team suchen. Diese drei würden die Saints aber gerne alle behalten.
Dabei müssen sie natürlich immer die Gehaltsobergrenze im Auge behalten.
Am Wichtigsten ist aber die Weiterverpflichtung von Drew Brees heißt es aus der Teamleitung. Die Verlängerung muss zuerst in trockene Bücher, bevor man bei den Saints dann weitersieht.
Oakland hat einen neuen Head Coach, Dennis Allen.
Der 39-jährige war bisher Defensive Coordinator der Denver Broncos und hat dort einen guten Job gemacht.
Allen wird der siebte Head Coach der Raiders seit 2003 und Denver braucht nun den fünften Defensive Coordinator in fünf Jahren.
Brian Urlacher gab zu, schmerzstillende Mittel genommen und mit Gehirnerschütterungen gespielt zu haben.
Toradol, das Mittel, das der Linebacker der Bears bevorzugt, macht nicht abhängig und wirkt nicht betäubend.
Dennoch kann es, wie die meisten Schmerzmittel, zu Nierenschäden führen.
Vor Allem würde er Football lieben, fuhr Urlacher fort. Über die Nebenwirkungen seiner Gehirnerschütterungen und des Schmerzmittels würde er sich erst nach seiner Karriere Sorgen machen.
Er selber würde Toradol nur nehmen, wenn er wirklich Schmerzen bekämpfen müsste. In der abgelaufenen Saison habe er es nicht einmal genommen.
Andere Spieler aber würden es vor und nach jedem Spiel nehmen, weil sie ohne es gar nicht spielen könnten.
Gehirnerschütterungen würde er weiterhin leugnen. Wenn er sich schwummerig fühle, sagte er, würde er angeben, daß er es am Knie oder Knöchel hat. Dann könne er nach einer kurzen Auszeit für eine Untersuchung wieder mitspielen. Würde er sagen, daß er sich schwummerig fühle, dürfte er nicht mehr ins Spiel.
Dienstag, 24. Januar 2012
Championship Nachlese
Den Kommentaren nach zu urteilen, die Kyle Williams (Bild) auf Facebook, Twitter und Co. erhielt, sind das keine soziale Netzwerke, sondern asoziale Netzwerke.
Der Puntreturner der 49ers verlor gegen die Giants zweimal den Ball und beide Male konnte New York anschließend punkten.
Williams hat selber die Verantwortung für die Niederlage San Franciscos übernommen, deshalb schmerzen ihn die hasserfüllten, beleidigenden ja sogar bedrohlichen Kommentare besonders.
Aber nicht nur gegen ihn stänkern die asozialen Elemente, sondern auch gegen seine Familie und das stört Williams natürlich besonders.
Daß man nach Fehlern mit Kritik rechnen müsse, wäre Teil des Jobs, aber das solle sich immer sachlich auf den Spieler konzentrieren und nicht bedrohend auf die Familie auswirken, sagte er der Presse.
Als erster Spieler sprang ihm David Akers zurseite. Der Kicker der 49ers bat die Fans, daß sie ihre unsachlichen Kommentare doch stoppen möchten. Es würde ihn irritieren, daß sogenannte Fans zu den Kommentaren fähig wären, wie man sie auf Williams Seiten lesen würde.
Am Montag verteidigte Pappi seinen Sohn auch noch. Kyle wäre an der linken Schulter verletzt gewesen, als er den Ball in der Verlängerung verlor. Im dritten Viertel soll er sich die Schulter ausgerenkt haben, sagte Kenny Williams.
Head Coach Jim Harbaugh bestätigte, daß Kelly sich habe untersuchen lassen, aber es wäre keine Seperation festgestellt worden. Auch Kelly selber habe gesagt, daß er zwar Schmerzen in der Schulter hätte, daß diese ihn aber nicht ernsthaft behindern würden.
Deshalb hätte es keine Diskussionen um seinen Einsatz im entscheidenden Moment gegeben.
Auch das andere Spiel hatte ja seinen Versager, Ravens Kicker Billy Cundiff.
Für ihn hat jemand sich extra die Mühe gemacht, die Facebookseite „Fuck you Billy Cundiff“ zu installieren.
Cundiff setzte ein Field Goal aus 32 Yards 11 Sekunden vor Spielende neben die Pfosten, das die Verlängerung hätte bringen können.
Doch Cundiff und Ravens PR Direktor Kevin Byrne haben eine Erklärung dafür: Die Anzeigetafel der Patriots war schuld.
Cundiff sieht sich während eines Spiels nicht gerne das Geschehen direkt auf dem Feld an, sondern er sieht bevorzugt auf den Stadionmonitor. Dort stand der dritte Versuch angezeigt, aber es war in Wirklichkeit schon der vierte Versuch. Als Cundiff das gewahr wurde, lief er überhastet auf den Platz. Byrne, der sich die Videoaufzeichnung nachher noch mal ansah, kann diese Diskrepanz bestätigen.
Cundiff sprintete also auf den Platz, um eine Strafe wegen Spielverzögerung zu vermeiden. Dadurch setzte er den Ball neben das Tor und beendete die Super Bowl Träume Baltimores.
Warum keiner der Ravens in dieser Situation die letze Auszeit genommen hat, die ihnen noch zur Verfügung stand, das hat bisher noch niemand erklärt.
In der zweiten Halbzeit des Spiels der Patriots gegen die Ravens agierte Rob Gronkowski nur noch mit halber Kraft. Im dritten Viertel fing er einen Pass, als Ravens Safety Bernard Pollard sein linkes Bein unglücklich verdrehte.
Der Gronk musste in der Kabine behandelt werden, kam aber wieder ins Spiel zurück.
Sein Einsatz in zwei Wochen gegen New York soll keinesfalls gefährdet sein.
Momentan trägt er einen Stützstiefel, der seinen verstauchten Knöchel schützen soll.
Bernard Pollard wäre damit beinahe zum dritten Mal zum Unglücksbringer für die Patriots geworden. Als Chief war er es damals, der Tom Brady schwer am Knie verletzte und dessen Saison gleich am ersten Spieltag beendete.
Dann verletzte er, für die Texans spielend, Wide Receiver Wes Welker schwer am Knie.
Joe Flacco
Joe Flacco beendete die Saison nicht gerade mit einem Höhenflug. Ganz im Gegenteil, in den letzten Wochen prügelten ihm auch Teamkollegen die Kritik um die Ohren.
Seine ansprechende Leistung gegen die Patriots darf man da nicht unbedingt als Maßstab nehmen, die kam gegen die anerkanntermaßen zweitschlechteste Verteidigung der Liga. Da kann jeder Quarterback gut aussehen.
Dennoch sieht Flacco sich unter den Elite- Quarterbacks der Liga und möchte auch so bezahlt werden. Das teilte er der Teamleitung mit, die sich nun überlegen muß, was sie machen will.
Flaccos Vertrag läuft nach der Saison 2012 aus, und die Ravens würden gerne mit ihm noch vor dem Start der Saison verlängern.
Das kann klappen, wenn die Gehaltsvorstellungen nicht zu weit auseinander liegen.
Montag, 23. Januar 2012
Die NFL 2011 - Championship Spiele
Uff, ganz knapp haben die Patriots es in den Super Bowl geschafft. Es drohte ja ein Spiel der Ravens gegen die Giants, doch der Gott des Footballs hatte ein Einsehen.
Tom Brady (Bild) und seine Offense hatten große Probleme gegen die erwartet starke Defense der Ravens, und die schwache Verteidigung der Patriots hatte große Probleme mit dem wahrlich nicht starken Angriff Baltimores.
So kam ein ausgeglichenes, spannendes, aber keineswegs hochwertiges Spiel zustande.
Beide Quarterbacks hatten identische Statistiken, was die geworfenen und vervollständigten Pässe angeht. Beide warfen den Ball 36 mal und brachten 22 dieser Versuche an den Mann.
Joe Flacco erzielte daraus 306 Yards Raumgewinn und 2 Touchdowns bei einem Interception. Brady brachte es auf nur 239 Yards ohne Touchdown, aber mit 2 Interceptions.
Den ersten Touchdown für New England erzielte die Anwaltskanzlei, BenJarvus Green-Ellis, durch einen Touchdownlauf über sieben Yards.
Damit brachte er die Patriots mit 10:3 in Führung.
Doch Flacco, der von der Schwäche der Patriots Verteidigung profitierte, antwortete nach einer soliden Angriffsserie mit einem Touchdownpass über sechs Yards auf Dennis Pitta.
Mit einer 20:16 Führung für Baltimore ging es in das letzte Viertel.
Hier erzielte Tom Brady einen Lauf- Touchdown aus 10 Zentimetern zur 23:20 Führung.
Mit 11:29 auf der Uhr war noch eine Menge Zeit, für eine Menge Spannung. Wieder und wieder brachte vor Allem das Laufspiel der Ravens die Patriots in Schwierigkeiten, doch sie gaben zwar nach, aber sie brachen nicht. Wieder und wieder konnten sie neue erste Versuche knapp verhindern.
Nicht verhindern konnten sie die letzte Angriffsserie der Ravens. Die begann an der 21 der Ravens und endete beinahe in der Endzone der Patriots.
An der 14 New Englands warf Flacco einen Pass in die Endzone auf Lee Evans. Der fing den Ball und wollte ihn sichern, als Sterling Moore ihm den Ball gerade noch so aus der Hand schlug.
Doch die Verlängerung schien sicher, denn für Kicker Billy Cundiff war die Entfernung für das Field Goal zum Ausgleich aus 32 Yards eine todsichere Sache.
Doch, wie das manchmal so ist, mit den todsicheren Sachen.
Cundiff schoß den Ball weit links an den Torstangen vorbei und New England wusste, daß keine Spieler zum Pro Bowl nach Hawaii fliegen würden. Sie buchten statt dessen den Super Bowl in Indianapolis.
Der Bruderkampf John gegen Jim Harbaugh im Super Bowl kam also schon mal nicht zustande.
Würde es zu einem Revanchespiel gegen die Giants kommen?
Noch standen diesem Traum Super Bowl die 49ers im Weg, die im ersten Jahr unter dem neuen Head Coach Jim Harbaugh so weit gekommen waren, wie man es nicht für Möglich gehalten hatte.
Würden sie auch noch die Giants aus dem Weg räumen?
Im strömenden Regen in San Francisco dominierten die beiden Verteidigungsreihen.
Mit einer knappen 10:7 Führung für New York ging es in die Halbzeitpause.
Mit einer 14:10 Führung für die 49ers ging es ins letzte Viertel, als sich das Fehlen von Ted Ginn jr. Bemerkbar machte. Ginn, einer der zuverlässig die Punts zurückträgt, fehlte wegen einer Knieverletzung und sein Ersatzmann Kyle Williams machte seinen ersten schweren Fehler in diesem Spiel. Nach einem Punt von Steve Weatherford sprang ihm der Ball ans Knie. Den nun freien Ball nahm Devin Thomas von den Giants auf und brachte sein Team an der 29 der 49ers in Ballbesitz.
New York kam bis an die 17 San Franciscos, von wo Manning einen Touchdownpass auf Manningham warf zum 17:14.
Doch die 49ers konnten durch ein Field Goal von David Akers aus 25 Yards noch einmal ausgleichen und das Spiel ging in die Verlängerung.
Die erste Angriffsserie der Giants brachte keine Punkte, ebensowenig wie die erste der Niners.
Auch die zweite Angriffsserie der Giants endete mit einem Punt, und Williams machte seinen zweiten schweren Fehler.
Er nahm den Ball zwar auf, und lief einige Meter damit, als Jacquian Williams ihm den Ball aus der Hand schlug. Wieder war es Thomas der das Ei eroberte, und die Giants standen schon an 24 der Niners.
Ein paar Spielzüge später schoß Lawrence Tynes das Field Goal zum 20:17 Sieg und die Giants zum Revanchespiel gegen die Patriots.
Eli Manning vervollständigte 32 von 58 Pässen für 316 Yards und 2 Touchdowns.
Alex Smith vervollständigte 12 von 26 Pässen für 196 Yards und 2 Touchdowns. Beide Touchdowns gingen an Vernon Davis. Er und Jerry Rice sind damit die einzigen 49ers, die in zwei aufeinanderfolgenden Playoffspielen zwei Touchdowns fingen.
Sonntag, 22. Januar 2012
Kurzberichte
Von Offense versteht Brian Schottenheimer nicht so sehr viel. Sechs Jahre hat er bei den Jets den Job des Offensive Coordinators ausgeübt, aber daß er dabei erfolgreich war, kann man nicht sagen.
Den neuen Head Coach der Rams, Jeff Fisher (Bild), stört das nicht, er stellte Schottenheimer als Offensive Coordinator ein.
Für die Defense ist der ehemalige Defensive Coordinator der Saints, Gregg Williams, zuständig, den er auch letzte Woche einstellte.
Nach dem Motto: „Man kennt sich, man hilft sich,“ stellte Fisher auch noch seinen Sohn ein und den Sohn von Williams gleich mit.
Am Samstag wurde der Vater von Chad Ochocinco beerdigt. Der Wide Receiver der Patriots flog am Freitag nach Süd Florida um an der Beisetzung teilzunehmen.
Am Sonntag soll er pünktlich zum Spiel gegen die Ravens wieder zurück sein.
Samstag, 21. Januar 2012
Kurzberichte
Im September verpflichteten die Colts Jim Tressel (Bild). Tressel war 10 Jahre lang Head Coach eines Collegeteams, der Ohio State Buckeyes. Mit ihnen erzielte er eine Bilanz von 106-22 Siegen, allerdings wurden aus der Saison 2010 12 Siege gestrichen, weil das Team gegen Regeln der NCAA verstoßen hat.
Tressel selber wurde wegen unethischen Verhaltens für fünf Jahre von der NCAA suspendiert.
Als die Colts ihn verpflichteten, zeigten sie sich solidarisch mit der Collegevereinigung und suspendierten Tressel für sieben Wochen. Danach trat er dann seinen Job als Replay Consultant an. Als solcher war er verantwortlich dafür, sich strittige Szenen genau auf dem Bildschirm anzusehen, und seinem Head Coach Jim Caldwell dann zu raten, ob er die rote Flagge werfen solle, oder nicht.
Schon damals wurde hinter vorgehaltener Hand geflüstert, daß dieser sanfte Einstieg in den Club darin enden sollte, Head Coach der Colts zu werden.
Nach der späten, aber erwarteten, Entlassung Caldwells, stehen dem 59-jährigen Tressel jetzt alle Türen offen, und Teambesitzer Jim Irsay verhandelt mit ihm über einen Vertrag.
Die Delphine werden von einem neuen Head Coach abgerichtet, Joe Philbin.
Seit 2007 war er Offensive Coordinator bei den Packers und installierte dort eine Highpoweroffense, die ihresgleichen sucht.
Philbin, der erst vor einer Woche seinen Sohn zu Grabe trug, hat in Miami natürlich nicht das Spielerpersonal zur Verfügung, das er in Green Bay hatte.
Mal sehen, was der 50-jährige aus der Truppe machen kann. Als erste Amtshandlung wird erwartet, daß er Packers Ersatz- Quarterback Matt Flynn nach Miami holen soll.
Ob das klappt?
Rex Ryan soll in sich gegangen sein, und was er dort zu sehen bekam, soll ihm verständlicherweise nicht gefallen haben.
Nachdem der Head Coach der Jets zum dritten Mal in Folge davon schwafelte, den Super Bowl zu gewinnen und zum dritten Mal in Folge scheiterte, will er etwas weniger laut schreien.
Seinen Optimismus und seine Selbstsicherheit will er behalten sagte er, aber die Zeit, daß er sein Maul so oft und so weit aufreißt, soll vorüber sein.
Durch seine oftmals beleidigenden Äußerungen im Vorfeld der Spiele den Gegnern gegenüber, hätte er sie erst unnötig scharf auf die Jets gemacht. Damit wolle er nun aufhören.
Wow, sag ich da nur, der Herr hat Hirn vom Himmel regnen lassen.
Die Wettervorhersage sagt eine Schlammschlacht in San Francisco voraus.
Doch Jim Harbaugh ist das egal. Der Head Coach der 49ers sagte: „Wenn Du den Nord Atlantik bekämpfen willst, musst Du Dich auf den Nord Atlantik vorbereiten.“
Wobei man bedenken sollte, daß San Francisco am Pazifik liegt.
Schon gestern trainierten die 49ers im strömenden Regen und für den Sonntagabend soll eine Sturmfront im Anmarsch sein. Mit etwas Glück, legt der Sturm erst nach dem Spiel los.
Den Giants ist das Wetter egal. Sie sind die harten Atlantikstürme gewohnt, denn sie sind an der Atlantikküste angesiedelt.
Ob im Eisschrank in Green Bay, oder im knöcheltiefen Schlamm in San Francisco, sie wollen sich auf dem Weg nach Indianapolis durch nichts aufhalten lassen.
Zwar sind die Heimmannschaften in den diesjährigen Playoffs 7-1, aber diese eine Heimniederlage brachten die Giants den Packers bei.
Die Steelers müssen sich nach einem neuen Offensive Coordinator umsehen.
Seit 2007 war Bruce Arians der Offensive Coordinator der Steelers, doch nach 37 Jahren beendete er nun seine Trainerkarriere.
Die LONDON Rams?
Die Rams haben zugesichert, in den nächsten drei Saisons jeweils ein Spiel in London abzuhalten.
Sie gehören eh zu am meistgereisten Teams der Liga. Vor 75 Jahren wurden sie in Cleveland gegründet, zogen dann nach Los Angeles und später nach St. Louis um.
Nun London.
In diesem Jahr werden sie am 28. Oktober gegen die Patriots spielen.
Seit 2003 haben die Rams keine positive Saison mehr absolviert und gehören zu den schlechtesten Teams der Liga. Das wirkte sich auch auf die Zuschauerzahlen im Stadion aus, die beständig zurückgingen.
Ob es nun geschickt ist, dieses Team zu nehmen, um mehr Engländer ins Wembleystadion zu locken, darf man anzweifeln. Allerdings wären die Alternativen ja die Buccaneers oder die Jaguars gewesen, da sind die Rams schon das kleinere Übel.
Der Vertrag zwischen den Rams und London ist ähnlich dem, den die Bills mit Toronto abgeschlossen haben.
Freitag, 20. Januar 2012
New York oder New Jersey, das ist hier die Frage
Der Gouverneur von New Jersey will seinen Anteil an einem eventuellen Super Bowl Sieg der Giants haben.
Chris Christie sagte der Presse, daß die Giants zwar New York im Namen tragen, aber seit Jahrzehnten würden sie nicht mehr in dieser Stadt, ja noch nicht mal im Staat New York spielen, sondern in New Jersey. Deshalb sollten sie ihre Siegesparade, wenn sie denn gewinnen sollten, auch in dem Staat abhalten, in dem sie spielen.
Zugegeben, wären die Giants und die Jets in New York gegründet worden, doch sie spielen nicht nur in New Jersey, sondern auch ihre Büros und Geschäftsstellen wären in New Jersey.
„Sie residieren in New Jersey, sie trainieren in New Jersey, sie spielen in New Jersey, dann sollen sie hier auch feiern“, sagte Christie der Presse.
Darauf angesprochen, daß die Giants aber doch das Logo NY auf den Helmen tragen, antwortete er: „Ja, das ist es dann aber auch“.
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg wollte kein Benzin ins Feuer gießen und wollte nichts dazu sagen.
Doch die Debatte läuft schon lange.
Big Blue, so der Spitzname der Giants, gingen 1976 über die Staatsgrenze. Nachdem das Team 1987 seinen ersten Super Bowl gewonnen hatte, verweigerte der damalige Bürgermeister New Yorks, Ed Koch, dem Team die Parade durch den sogenannten Canyon der Helden. So nennt man die Häuserschlucht in Manhattan, durch die Sieger und berühmte Persönlichkeiten, wie die erste Mondlandungscrew, in der berühmten Konfettiparade ziehen.
Nach dem Super Bowl Sieg 2008 ließ man die Siegesparade in Manhattan beginnen, und sie endete auf dem Stadionparkplatz in den Meadowlands (Bild).
Vielleicht stellt sich die Frage ja auch gar nicht. Könnte ja sein, daß die 49ers oder Ravens oder Patriots etwas dagegen haben, daß die Giants den Super Bowl gewinnen.
Was für ein Abstieg!
Terrell Owens, ehemals einer der besten Wide Receiver der NFL, spielt für die Allen Wranglers.
Für die wer? Wo?
Die Allen Wranglers sind ein Hallenfootballteam aus der Indoor Football League. Diese Liga ist in der Rangfolge noch unter der Arena Football League angesiedelt.
Der mittlerweile 37-jährige Owens wurde letztes Jahr an einem Kreuzbandriss operiert und hatte hart daran gearbeitet, wieder in der NFL spielen zu können.
Doch obwohl er einige Showtrainings veranstaltete, kamen keine Vertreter der NFL Teams, um ihm dabei zuzusehen.
Zu alt, zu kaputt zu störend für das Betriebsklima und zu egoistisch lauteten die Sprüche, wenn man fragte, warum niemand Owens verpflichtete.
In dieser Woche unterschrieb er zwei Verträge, einen als Spieler und einen als Mitbesitzer des Teams.
Allan ist ein Vorort von Dallas. Die IFL besteht aus 16 Teams, die hauptsächlich in Städten mittlerer Größe angesiedelt sind.
Jetzt stellt sich die Frage, wird T.O. wirklich für die Streithähne spielen oder ist das nur ein Werbegag um ihn, um die Liga, ins Rampenlicht zu bringen?
Kurzberichte
Die 49ers schonten einige Spieler. Wide Receiver Ted Ginn und Center Jonathan Goodwin trainierten den zweiten Tag in Folge nicht mit dem Team.
Beide zogen sich gegen die Saints leichte Verletzungen zu, die sie aber nicht von einem Einsatz gegen die Giants abhalten sollen.
Auch Linebacker Patrick Willis trainierte nicht mit. Er verpasste drei Spiele vor dem Ende der regulären Saison und kam rechtzeitig vor den Playoffs zurück. Fraglich ist, ob er sich wieder verletzt hat oder nur eine Ruhepause verordnet bekam.
Wieder mitmischen möchte Tight End Delanie Walker. Er hatte sich während der Saison den Kiefer glatt in zwei Hälften gebrochen. Am Montag wurde die Drähte entfernt und Walker nahm ein leichtes Training auf. Ob die Ärzte für einen Einsatz gegen die Giants schon ihr OK geben, bleibt abzuwarten.
Bei den Giants hat sich Eli Manning so schnell, wie erhofft, von seinen Magenbeschwerden erholt.
Am Donnerstag nahm er ganz normal am Training teil und hatte nachher keine Probleme.
Bei den Patriots nahm Tom Brady wieder am Training teil. Er wurde am Mittwoch geschont, weil er Schmerzen in der linken Schulter hatte.
Der Quarterback sagte, daß er keine Beschwerden mehr hat.
Vor vier Monaten erhielt Bengals Wide Receiver Jerome Simpson eine größere Lieferung Marihuana.
Die Drogenbehörde war der Lieferung bereits auf der Spur und schlug sofort zu, als die Freundin von Simpson das Paket an der Haustür in Empfang nahm.
Bei einer Durchsuchung des Hauses fanden sie noch weitere drei Kilogramm der Droge und Drogenbesteck.
In dieser Woche begann der Prozess gegen den Wide Receiver, der in der abgelaufenen Saison berühmt wurde durch seinen Salto Mortale Touchdown gegen die Cardinals.
Die Bengals, die vor Jahren sagten, daß sie die Schnauze voll hätten von kriminellen Spielern, und besonders auf die Reputation ihrer Angestellten achten wollten, haben damit bereits den zweiten Spieler in dieser Woche vor Gericht stehen. Am Mittwoch war es Adam „Pacman“ Jones, der, mal wieder, verurteilt wurde.
Jetzt drohen Simpson 1-5 Jahre Knast im Fall einer Verurteilung.
Schlechte Nachrichten für die Gegner der Saints in der Saison 2012, Steve Spagnuolo geht als Defensive Coordinator nach New Orleans.
Als Head Coach der Rams hat er völlig versagt, aber als Defensive Coordinator der Giants war er maßgeblich an deren Super Bowl Sieg gegen die Patriots beteiligt.
Sollte er die Defense der Saints auf ein ähnliches Niveau bringen können, wie damals die Defense der Giants, dann pass auf NFC. Dann haben die Saints nicht nur ihre Offense, mit der sie Spiele gewinnen können.
Donnerstag, 19. Januar 2012
Kurzberichte
Eli Manning (Bild) musste das Training am Mittwoch mit Magenbeschwerden abbrechen.
Giants Head Coach Tom Coughlin sagte der Presse, daß sein Quarterback sich einen Virus eingefangen habe, der aber hoffentlich nach 24 Stunden erledigt sein könnte.
Manning wurde strenge Bettruhe verordnet, damit er die 49ers am Sonntag durcheinanderwirbeln kann.
Auch die Defensive Ends Justin Tuck, Osi Umenyiora, Cornerback Corey Webster und Linebacker Mark Herzlich trainierten nicht voll mit.
Die Broncos haben am Mittwoch eine Erklärung für die erneut hilflosen Leistungen ihre Quarterbacks Tim Tebow geliefert.
Tebow soll sich Anfang des dritten Viertels schwer verletzt haben. Er habe sich einen Knorpel, der die Rippen mit dem Brustbein verbindet, gerissen. Dabei habe er sich eine Lunge gequetscht und Flüssigkeit sei in seinen Brustraum geflossen. Dadurch habe er das Spiel nur unter beinahe unerträglichen Schmerzen Zuende spielen können.
Nur zur Erinnerung, zu dem Zeitpunkt war das Spiel sowieso bereits entschieden.
Im letzten Viertel gegen die Broncos zog sich Patriots Tight End Aaron Hernandez eine Kopfverletzung zu.
Am Mittwoch wurde er erneut untersucht, und es steht fest, daß er gegen die Ravens dabei sein wird. Er nahm am Training des Teams teil.
Nicht teilgenommen hat Tom Brady. Er wurde wegen einer verletzten linken Schulter geschont.
Bei den Ravens wurde Ed Reed geschont. Der Safety ist am Knöchel verletzt.
Seinem Einsatz am Sonntag soll aber nichts im Wege stehen.
Bengals Cornerback Adam Jones wurde erneut verurteilt.
Dieses Mal bekannte er sich schuldig, sich einer Verhaftung widersetzt zu haben. Durch dieses Bekenntnis bekam er nur eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.
Allerdings muss er auch noch 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und die Wahnsinssumme von $250 zahlen.
Bei einer Verurteilung hätten ihm 30 Tage Knast gedroht.
In New York versucht der Gouverneur des Staates Millionen an Dollar einzusammeln, damit die Bills in Buffalo bleiben.
Die Bills sind ja das einzige Team, das wirklich im Staat New York spielt, denn die Jets und die Giants spielen ja im Staat New Jersey und sollten langsam mal daran denken, ihren Namen zu wechseln.
$84 Millionen müssten zusammenkommen, damit das Stadion der Bills auf den neuesten Stand gebracht werden kann, und das Team zum Bleiben ermuntert werden könnte.
Nach der Saison 2013 läuft der Mietvertrag zwischen dem Stadionbesitzer und den Team aus. Toronto lauert darauf, die Bills nach Kanada zu holen.
Mike Singletary kam als Head Coach der 49ers mit seinem Tight End Vernon Davis überhaupt nicht klar.
Nachdem Davis in einem Spiel gegen die Seahawks 2008 eine Strafe wegen übertriebener Härte kassierte, schickte Singletary ihn frühzeitig zum Duschen und fortan war das Verhältnis der beiden nicht mehr eitel Sonnenschein.
Hilflos lamentierte der Head Coach über seinen Tight End, er könne ihn nicht trainieren, er könne nicht mit ihm arbeiten, er könne nicht mit ihm reden. Dennoch zeigte Davis ansprechende Leistungen, und heute dankt er seinem ehemaligen Head Coach für dessen Kritik. Heute, drei Jahre später, erntet er die Früchte seiner Geduld.
Mike Singletary ist mittlerweile fast vergessen, und der Tight End gehört zu den Helden der Neuzeit in San Francisco. Davis hat bewiesen, daß er ein Teamspieler sein kann.
Gegen die Saints fing er letzten Samstag Pässe für 180 Yards. Das ist ein neuer NFL Rekord für Tight Ends in einem Playoffspiel. 31 Sekunden vor Spielende fing er eine 47 Yards Touchdown Pass, der den 49ers den Sieg brachte.
Damit übertrumpfte er Saints Tight End Jimmy Graham, der 88 Sekunden vorher einen 66 Yards Touchdownpass gefangen hatte, der New Orleans in Führung brachte.
Auch Graham fing Pässe für über 100 Yards, nämlich 103.
Ein paar Stunden später fing Patriots Tight End Rob Gronkowski als zweiter Tight End in der Geschichte der NFL drei Touchdownpässe in einem Playoffspiel.
Schon in der regulären Saison stellte er mit 17 Touchdownpässen und 1.327 Passyards neue Rekorde für Tight Ends auf.
Ich weiß zwar nicht, welches Jahr die Chinesen gerade haben, daß der Ratte oder des Drachens oder so, aber im Football haben wir das Jahr des Tight Ends.
Das liegt natürlich auch daran, daß die Verteidiger ihre Angriffe gegen Passempfänger nicht mehr so aggressiv ausführen dürfen, wie früher. Durch die strengeren Regeln, die aus jedem zweiten Angriff einen Angriff mit übertriebener Härte machen, haben die Tight Ends es leichter, Pässe zu fangen.
In der Hall of Fame gibt es momentan erst acht Tight Ends. Das könnte sich spätestens dann ändern, sobald einige Spieler auf dieser Position, die momentan die Rekordbücher neu schreiben, in die Ruhmeshalle gewählt werden dürfen.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Kurzberichte
Endlich!
Am Dienstag wurde Colts Head Coach Jim Caldwell (Bild) gefeuert, und man fragt sich, warum das so lange gedauert hat?
Damit gehört er zu der Klasse der Head Coaches von 2009, die es nicht gebracht haben.
11 Teams verpflichteten 2009 neue Head Coaches, nur zwei davon sind noch im Amt, Rex Ryan bei den Jets und Jim Schwartz bei den Lions.
Unter den gefeuerten sind Eric Mangini (Browns), Josh McDaniels (Broncos), Todd Haley (Chiefs), Tom Cable (Raiders), Steve Spagnuolo (Rams), Jim Mora (Seahawks), Mike Singletary (49ers) und Raheem Morris (Buccaneers).
Caldwell war der einzige aus der Gruppe, der sein Team in den Super Bowl führen konnte. Doch, wie so oft vorher in der Liga, profitierte er dabei von der guten Arbeit seines Vorgängers und konnte selber im weiteren Verlauf keine eigenen Akzente setzen. Seine Bilanz in drei Jahren fällt mit nur 28 Siegen und 24 Niederlagen in der regulären Saison und 2-2 in den Playoffs vernichtend aus.
Die Saison 2011 mit zwei Siegen und 14 Niederlagen, die damit endete, daß die Colts die erste Wahl in der nächsten Draft haben, hat ihn letztlich dann doch seinen Job gekostet.
Auch um Peyton Manning schlagen die Wogen in Indianapolis Wellen.
Tatsächlich kann es sein, daß Manning sein letztes Spiel für Indianapolis gespielt hat. Sein Vater Archie sagte letzte Woche erneut, daß sein Sohn nach seiner dritten Nackenoperation in 19 Monaten sehr wahrscheinlich nicht mehr spielen könne. Zudem wird er im März schon 36 Jahre alt und dann wird auch sein Bonus von $28 Millionen fällig. Ob sein Besitzer Jim Irsay die wirklich bezahlen will, ist nicht so sicher, wie Irsay immer behauptet.
Es stehen also viele Optionen im Raum, von denen eine ja sogar der Wechsel Mannings zu den Jets sein könnte. Das aber wäre wohl mehr ein Wunder. Vielleicht in der Parallelwelt von Fringe, wo ja auch die Zwillingstürme noch stehen aber nicht hier.
Ed Reed hat gar nicht gefallen, was die Offense der Ravens am Sonntag gezeigt hat. Der Safety kritisierte in einem Radiointerview Joe Flacco und die O-Line.
Baltimores Angriff brachte kaum etwas auf die Reihe und hatte mit 9 Punts fast so viele Punts, wie neue erste Versuche (11).
Flacco wäre mit dem Druck, den die Defense der Texans auf ihn ausübte, nicht klargekommen.
Daran wären auch seine Vorderleute schuld gewesen, die ihn nicht ausreichend geschützt hätten.
Darüber übrigens, daß die Defense der Ravens ihre eigenen Probleme mit einem Rookie- Quarterback hatte, verlor er kein Wort.
Seinem Knöchel, den er sich gegen Ende des Spiels umknickte, geht es gut, sagte er noch. New England müsse ihn einplanen.
Mike Martz hört auf.
Der langjährige Offensive Coordinator und Head Coach verschiedener Teams erklärte seine Karriere für beendet.
Seine größten Erfolge feierte er als Offensive Coordinator der Rams, als er die „Greatest Show on Turf“ leitete und mit Quarterback Kurt Warner den Super Bowl gewann.
Martz gehörte aber zu den Trainern, die glauben, daß sie ihr Spielschema auf jeden Fall durchziehen können, egal, welches Spielerpersonal ihnen zur Verfügung steht.
Damit lag er natürlich furchtbar falsch. Egal ob in San Francisco, Detroit oder Chicago, immer wieder ließ er stur sein Schema spielen, ohne das Spielerpersonal zu haben, das dieses auch umsetzen konnte.
Auf die Idee, sich auf die Spieler einzulassen die ihm zur Verfügung standen, und sie das spielen zu lassen, was sie können, kam er nie. Deshalb konnte er seinen Erfolg auch nie wiederholen.
Dienstag, 17. Januar 2012
Kurzberichte
Explosive Angriffsreihen waren gestern, in der regulären Saison. Je näher wir dem Super Bowl kommen, regieren mehr und mehr doch die Verteidigungen.
Die Saints und die Packers, die beide mit der Offense die Gegner überrollten und die meisten Punkte sammelten, sie wurden brutal ausgebremst.
Die Defense und das Laufspiel haben in den Playoffs das Kommando übernommen.
Letzter Vertreter gepflegter Offense sind die New England Patriots. Sie treffen am Sonntag auf die Baltimore Ravens, die als die personifizierte Defense bekannt sind.
Werden die Patriots als letzte Aufrechte die Fahne des Angriffs hochhalten können, oder werden auch sie von den bloßen Zerstörern des Spiels gestoppt werden?
Sie dürften auch gegen die Ravens in der Lage sein, jederzeit einen Punkt mehr zu erzielen, als der maue Angriff Baltimores erzielt. Doch Tom Brady (Bild) muss geschützt werden, und er darf sich keine Fehlwürfe erlauben. Sollten die Ravens mit der Defense Punkte machen, dann wird es unglaublich schwer.
Die 49ers und die Giants, die den Meister der NFC unter sich ausmachen, nehmen dem Gegner gerne den Ball weg. Wer hier die wenigsten Ballverluste erleidet, hat die besten Chancen auf den Sieg. Erstaunlich die Interceptionrate der beiden Quarterbacks. Manning erlaubte sich mal wieder stolze 16 Interceptions in der Saison, Smith nur fünf.
Doch Manning in der momentanen Form ist sicherlich in der Lage, der Verteidigung der 49ers mehr Probleme zu bereiten, als sie ihm.
Bei Alex Smith muss man sehen, wie er mit der Nervosität, in seinem ersten Endspiel zu stehen, fertig wird.
Beide Spiele könnten recht munter werden, interessant sind sie auf jeden Fall.
Jeff Fisher hat seinen Vertrag bei den Rams unterschrieben.
Fünf Jahre soll er als Head Coach die Geschicke des Teams leiten. Seinen Trainerstab wird er in den nächsten Tagen zusammenstellen.
Ob er in der Lage sein wird, aus den Rams, die die Saison mit nur zwei Siegen beendeten, schnell ein wettbewerbsfähiges Team zu machen, bleibt abzuwarten.
„Wenn wir im Sommer ins Trainingslager gehen, ist Tim Tebow unser Starter“, sagte der Personalchef der Broncos, John Elway, der Presse.
Wenn man sich seine Leistungen über den Verlauf der Saison ansieht, so habe er sich das verdient, fuhr die Quarterback- Legende fort.
Was mit Ersatzmann Brady Quinn wird, ließ Elway offen. Quinns Vertrag läuft aus, und die Absicht, ihn weiter zu verpflichten, ist eher gering.
2012, wo man sich voll und ganz auf die Saison vorbereiten kann, was man 2011 wegen des Tarifstreits nicht konnte, würde man ganz gezielt und beharrlich an der Wurftechnik von Tebow arbeiten. Seine Rate für vervollständigte Pässe von nur 46,5% soll sich radikal verbessern.
Das Herz und den Willen Tebows könne man nicht ersetzen. Wenn sich sein bedingungsloser Einsatz jetzt noch auf ein erfolgreiches Passspiel ausweiten ließe, könne niemand ihm das Wasser reichen.
Daß er es drauf habe, fuhr Elway fort, hätte er gegen die Steelers bewiesen. Er müsse das jetzt nur noch Woche für Woche wiederholen, dann wäre dieser Auftritt der Broncos in den Playoffs nicht der letzte mit ihm als Quarterback gewesen.
Für Jake Delhomme war es das wohl. Der Ersatz-Quarterback der Texans denkt daran, in den Ruhestand zu treten.
Er wäre jetzt 37, sagte er der Presse, und er verspüre keine Lust, noch mal irgendwo neu zu beginnen. Er wolle seiner Familie keine weiteren Umzüge zumuten, und deshalb wolle er mit dem Football aufhören und sich ganz seiner Familie widmen.
Schön, wenn man das mit 37 sagen kann.
Montag, 16. Januar 2012
Die NFL - 2012 - Divisional Playoffs - Tag 2
Die Sensation war möglich.
Wie erwartet, hatte die mittelmäßige Offense der Ravens große Probleme mit der Defense der Texans.
Letztlich war es nur die Unerfahrenheit von Rookie Quarterback T.J. Yates, die den Ravens einen glücklichen Sieg bescherte. Drei Interceptions von Yates waren zu viel. Dazu verlor Jacoby Jones den Ball, als er vergeblich versuchte, einen Punt aufzunehmen.
Baltimore nahm diese Geschenke dankbar an, und brauchte sie auch dringend, um das Spiel knapp mit 20:13 zu gewinnen.
Vor diesem Team brauchen die Patriots keine große Angst zu haben. Die Defense der Patriots gehört zwar zu den schlechtesten der Liga, aber gegen die von Fu Man Flacco (Bild) geführte Offense Baltimores müsste es reichen.
Und die Offense New Englands kann auch eine Defense der Ravens vor große Probleme stellen, wenn schon ein Rookie- Quarterback sie, bis auf seine verzeihlichen Fehler, an den Rand der Niederlage bringen konnte.
Die Offense der Ravens konnte nur 227 Yards erzielen. Seit 2000 haben nur neun Teams ein Playoffspiel gewonnen, wenn sie weniger als 250 Yards erzielen konnten. Fünf dieser neun Male waren es die Ravens.
Die Texans, die nun zum ersten Mal Playoffluft geschnuppert haben in dieser Saison, werden mit der Gewissheit in den Urlaub fahren, daß sie diesen Erfolg wiederholen können.
Die Ravens fahren nach New England, mit der Gewissheit, daß sie gegen Brady und Co. eine weitaus bessere Leistung abliefern müssen.
Im direkten Vergleich steht es 6:1 für die Patriots, aber diese eine Niederlage kam in dem Playoffs.
Vier mal verloren die Packers den Ball an die Giants, und die bestraften Green Bay für diese Fehler.
Beide Teams starteten in das Spiel, wie Fritz` Katze, doch beide erste Angriffsserien endeten nur mit Field Goals.
Danach tauschten die beiden Teams Touchdowns aus, bevor sie gegenseitig den Ball an den Gegner verloren.
Doch die Packers machten mehr Fehler als die Giants, die rechtzeitig zu den Playoffs in Hochform sind.
Besonders die Receiver ließen Quarterback Aaron Rodgers ein ums andere Mal im Stich und ließen die Bälle fallen.
Auch das Laufspiel funktionierte nicht, so daß der Quarterback mit 66 Yards aus 7 Läufen auch der beste Running Back des Teams war.
Auf der anderen Seite merkte man Eli Manning an, daß er vorhat, sich in die Eliteklasse der Quarterbacks zu spielen. Wieder lieferte eines seiner besseren Spiele ab, und sein einer Fehlwurf fiel nicht weiter ins Gewicht.
Er vervollständigte 21 seiner 33 Pässe für 330 Yards, 3 Touchdowns und hatte den erwähnten abgefangenen Pass.
Aaron Rodgers vervollständigte 26 seiner 46 Pässe für 264 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Mit einer 20:10 Führung für New York gingen die Teams in die Pause.
Als es weiterging, merkte man bald, daß der Tag für die Packers nicht gut enden würde. Nur ein Team bestimmte das Spiel, die Giants.
Allerdings fehlten Green Bay auch zwei wichtige Spieler, die sich in der zweiten Halbzeit verletzten und nur noch zusehen konnten, Fullback John Kuhn und Wide Receiver Greg Jennings.
Der 37:20 Sieg spiegelt das wahre Kräfteverhältnis exakt wieder und ist mehr als verdient.
Damit erklärte man das Wochenende in San Francisco zum Wochenende des Sektkorkenknallens. Am Samstag ließ man die Korken knallen, nach dem Sieg gegen die Saints, und am Sonntag knallte es, weil die 49ers so zu einem weiteren Heimspiel kommen.
Doch die Offense der Niners dürfte zu schwach sein, für die Defense der Giants, während die Defense der 49ers und die Offense der Giants sich einen harten Kampf liefern dürften.
Allerdings ging das Spiel in Woche 10 der Saison mit 27:20 knapp an San Francisco. Nur, da waren die Giants noch nicht so gut drauf, wie im Moment.
Pierre Thomas geht es gut
In der ersten Angriffsserie der Saints gegen die 49ers kassierte Pierre Thomas einen harten Hit bei einem Helm gegen Helm Angriff.
Der Running Back der Saints stolperte und verlor den Ball kurz vor der Endzone der 49ers. Es war der erste von fünf Ballverlusten der Saints in diesem Spiel.
Thomas wurde nicht mehr eingesetzt, zwitscherte aber gestern auf seiner Twitterseite, daß er OK wäre und keine Gehirnerschütterung hätte.
Sonntag, 15. Januar 2012
Die NFL 2011 - Tim Tebow, der „Eddie the Eagle“ des Footballs
Es war wie gewohnt ärgerlich, den hilflosen Bemühungen Tim Tebows zuzusehen. Erfrischend dagegen ein wirklicher NFL Quarterback, Tom Brady (Bild).
Die Patriots machten ihre Ankündigung wahr, und spielten von Anfang an mit. Zu oft hatten sie das erste Viertel oder gar die erste Halbzeit verschlafen, das sollte nicht mehr passieren. So führten sie nach dem ersten Viertel mit 14:0 und zur Halbzeit 35:7.
In der zweiten Halbzeit schalteten sie dann zwei Gänge runter, um sich für das Spiel gegen die Texans oder Ravens zu schonen.
Denver hatte niemals auch nur den Hauch einer Chance, und Tim Tebow spielte wie der „Eddie the Eagle“ des Footballs.
Unerklärlich wie jemand, so frei von jeglichem Talent, es so weit bringen konnte. Die Zeiten, in denen die Abkürzung NFL für „Nicht für Luschen“ stand, sind wohl vorbei.
Die zweitschlechteste Verteidigung der Liga sackte Tebow fünf mal. Sie erlaubte ihm nur 9 vollständige Pässe bei 26 Versuchen für 136 Yards. Auch gegen seine Läufe hatten die Patriots eine Antwort. Sie ließen in 5 Läufen nur 13 Yards zu.
Brady dagegen warf sechs Touchdownpässe, fünf davon bereits in der ersten Halbzeit. Damit hatte Brady schon mehr Touchdownpässe, als Tebow überhaupt vollständige Pässe (drei). Da stand dann schon fest, daß New England nach drei verlorenen Playoffspielen in Folge, sich nicht bremsen lassen würde.
Brady stellte mit 36 Touchdownpässen in den Playoffs und 15 Siegen für einen Quarterback neue NFL Rekorde auf.
Aaron Hernandez musste das Spiel in der zweiten Halbzeit vorzeitig verlassen, Der hauptsächlich als Running Back eingesetzte Tight End der Patriots zog sich eine Kopfverletzung zu, nachdem er als bester Läufer des Teams in 5 Versuchen 61 Yards erzielt hatte.
Was für ein Gegensatz dazu war das erste Spiel des Abends. So muß Football sein, wenn zwei Playoffteams aufeinandertreffen.
Die Saints und die 49ers zeigten eines der ausgeglichensten Spiele, die es je gegeben hat. Die Poweroffense der Saints gegen die Powerdefense der 49ers und die maue Offense der 49ers gegen die maue Verteidigung der Saints sorgten für viel Unterhaltung.
Und das Spiel endete in einem Triumph für San Francisco, den man auch den Saints gegönnt hätte. Es war eines jener Spiele, bei denen man traurig ist, daß es einen Verlierer geben muss.
Aber die Saints hatten sich die Niederlage zum großen Teil selber zuzuschreiben. Fünfmal verloren sie den Ball an die 49ers, und das kann man kaum mehr wettmachen. Einmal ist das einem Playoffteam erst gelungen, den Jets Anfang der Achtziger.
Und so liefen die Saints das ganze Spiel über den 49ers hinterher.
Nach dem ersten Viertel führte San Fran mit 14:0, in die Halbzeitpause ging es mit einer 17:14 Führung. New Orleans konnte froh sein, daß die 49ers aus den Balleroberungen nicht mehr Punkte gemacht hatten. Dafür aber war ihre Offense zu schwach.
Erst vier Minuten vor Ende des Spiel gingen die Saints zum ersten Mal in Führung. Drew Brees warf einen kurzen Pass auf Darren Sproles, der 44 Yards in die Endzone lief zum 23:23 Ausgleich. Der Extrapunkt von John Kasay brachte dann die 24:23 Führung.
Irgendwie hatte man das Gefühl, das war es. Diese knappe Führung würden die Saints verteidigen. Die 49ers dachten anders darüber. Zwei Minuten vor Spielende gingen sie mit 29:23 in Führung und versuchten eine Zweipunkteumwandlung, die mißlang.
Irgendwie hatte man das Gefühl, das war es. Diese knappe Führung würden die Niners verteidigen. Die Saints dachten anders darüber. Neunzig Sekunden vor Spielende gingen die Saints mit 32:29 in Führung, nachdem Touchdownpass und Zweipunkteumwandlung von Brees gut waren.
Irgendwie hatte man das Gefühl, das war es. Diese knappe Führung würden die Saints verteidigen. Die 49ers dachten anders darüber. Als wären die Geister von Joe Montana und Steve Young in Alex Smith gefahren, brachte der Quarterback sein Team erneut in die Endzone. In der jetzt aber wirklich entscheidenden Angriffsserie hatte Smith einen Lauf über 28 Yards und zwei präzise Pässe zu seinem Tight End Vernon Davis, daß man glaubte ein Deja Vu zu haben.
Neun Sekunden vor Spielende stand es jetzt 36:32 und das war es wirklich. Nach vier Führungswechseln in den letzten vier Minuten endete ein Klassiker, der schwerlich übertroffen werden kann.
Drew Brees hatte eine Bilanz von 40 vollständigen Pässen aus 63 Versuchen für 462 Yards, und 4 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Alex Smith hatte eine Bilanz von 24 vollständigen Pässen aus 42 Versuchen für 299 Yards, und 3 Touchdowns.
Wenn die Giants gegen die Packers gewinnen sollten, hat San Francisco noch ein Heimspiel, ansonsten müssen sie in die gefrorene Tundra nach Green Bay.
Aber auch gegen die Packers können sie mit ihrer harten Defense deren Hochgeschwindigkeitsoffense ausbremsen.
Ehemaliger Besitzer der Broncos gestorben
Bereits am Mittwoch verstarb Edgar F. Kaiser Jr. Im Alter von 69 Jahren.
Woran er verstarb, wurde nicht mitgeteilt.
Kaiser besaß die Broncos von 1981 bis 1984. Er war der Mann, der die Legende John Elway 1983 nach Denver holte.
Samstag, 14. Januar 2012
Kurzberichte
Wenn die Saints gegen die 49ers spielen, trifft eine grandiose Poweroffense auf eine großartige Powerdefense.
Wenn es stimmt, daß Verteidigungen Meisterschaften gewinnen, dann sollten die 49ers das Spiel gewinnen.
Die Saints haben sowieso mit mehreren Gegnern zu kämpfen, dem gegnerischen Team, den Fans im Kerzenständer, dem Naturrasen und dem nicht überdachten Stadion. Das sind schon mal eine menge Gegner, die aus dem Weg geräumt werden müssen.
Die 49ers haben als Devise ausgegeben, Drew Brees (Bild) unter enormen Druck zu setzen. Der muss definitiv auf Wide Receiver Lance Moore verzichten, der wegen seiner Oberschenkelverletzung nicht antreten kann, ebenso wie auf Tight End John Gilmore, dem ein Zeh wehtut.
Bei den 49ers gibt es auch einige angeschlagene Spieler, aber sie sollen alle einsatzbereit sein.
Hunderte Fans der Packers tauchten vor dem Lambeau Field auf, bewaffnet mit Schaufeln, um den Schneemassen im Stadion Herr zu werden.
Um 10 Uhr am Freitag begann das große Schaufeln. 450 Fans legten los, und weitere 800 mussten nach Hause geschickt werden, weil sie nicht gebraucht wurden.
Jeder Schaufler bekam $10 pro Stunde für seinen Einsatz. Viele Fans waren aber nicht wegen des Geldes gekommen, sondern um das Stadion mal von innen sehen zu können. Einige Fans setzten sich auf die freigeschaufelten Sitze und genossen etwas, das sie während eines Spiels nie werden genießen können, den Blick, den zahlende Fans während eines Spiels haben.
Eintrittskarten der Packers sind auf Jahrzehnte ausverkauft und die Warteliste derer, die gerne eine Saisonkarte hätten, ist lang. Ein Baby, das heute auf die Welt kommt, und auf die Warteliste gesetzt wird, könnte nach grober Schätzung mit 50 Jahren etwa an eine Karte kommen.
Während die Fans schaufelten, trauerten die Spieler. Viele Mitglieder des Clubs nahmen an der Trauerfeier für den ertrunkenen Sohn von Offensive Coordinator Joe Philbin am Donnerstag und der Beerdigung am Freitag teil.
Die Benutzung von elektronischen Geräten, wie etwa Handys, ist für Spieler der NFL in einem Zeitraum von 90 Minuten vor dem Spiel bis zum Abpfiff des Spiels verboten.
So sollte Troy Polamalu $10.000 Strafe zahlen, weil er während eines Spiels seine Frau angerufen hat. Er wollte sie beruhigen, weil er gerade einen harten Hit hatte einstecken müssen.
Gegen die Strafe legte der Safety der Steelers allerdings Widerspruch ein.
Am Donnerstag wurde ihm mitgeteilt, daß er die Strafe nicht zahlen muss.
Jeff Fisher hat die Mannschaft der Rams darüber informiert, daß er ihr nächster Head Coach wird.
Zwar wären die Verhandlungen noch nicht beendet, aber es ginge nur noch um Details.
Fisher hatte sich zwischen den Dolphins und den Rams zu entscheiden, und die Rams sind die glücklichen Sieger.
Sie bekommen einen Head Coach, der in 17 Jahren bei den Titans nur 54,2% seiner Spiele gewinnen konnte. Fishers Bilanz weist 142 Siege und 120 Niederlagen aus.
Trotz dieser eher mageren Bilanz schaffte er es, Tennessee einmal in den Super Bowl zu bringen, wo sie nur um einen Yard das Spiel verloren... gegen die Rams.
Freitag, 13. Januar 2012
Kurzberichte
Jon Kitna hört auf. Der Ersatz- Quarterback der Cowboys ist mittlerweile 39 und sagte, daß die Zeit für den Ruhestand nun gekommen sei.
15 Jahre spielte er für verschiedene Teams der NFL, nachdem er zunächst bei den Barcelona Dragons in der NFLE gespielt hatte.
Er warf Pässe für 29.745 Yards, 169 Touchdowns und 165 Interceptions.
Anfang Dezember standen sich die Giants und die Packers schon einmal gegenüber und Green Bay gewann knapp mit 38:35.
Beide Teams erwarten selber wieder ordentlich viele Punkte.
Die Defense der Packers gehört zu den schlechtesten der Liga und wird es schwer haben, Manning zu stoppen, wenn der erneut einen guten Tag hat. Und was die beiden Running Backs Bradshaw und Jacobs gegen die Falcons gezeigt haben, dürfte Green Bay bei einer Wiederholung große Probleme bereiten.
Die Offense der Packers ist so gut, daß sie die Verteidigung der Giants jederzeit locker ausspielen kann.
Am 4. Dezember warf Aaron Rodgers Pässe für 369 Yards und 4 Touchdowns.
Manning hielt mit 347 Yards und 3 Touchdowns ordentlich dagegen, leistete sich aber einen Fehlwurf, der von Linebacker Clay Matthews über 38 Yards zum Touchdown zurückgetragen wurde.
Und das ist die Stärke der Packers. Die Verteidigung mag statistisch gesehen ziemlich am Ende der 32 Teams zu finden sein, aber die Balleroberungen reißen vieles wieder raus. In dieser Kategorie steht Green Bay mit +24 hervorragend da. Und Eli Manning mit seinen 16 Interceptions während der Saison bietet sich da als Opfer geradezu an.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Kurzberichte
Einige Trainer, die es als Head Coaches nicht gebracht haben, haben neue Heimaten gefunden.
Raheem Morris, der die Buccaneers angeführt und in Tampa die Zuschauer aus dem Stadion vertrieben hat, wurde von den Redskins als Defensive Back Coach eingestellt.
Tony Sparano (Bild), der die Dolphins ertränkt hat, landete als Offensive Coordinator bei den Jets.
In der Umkleide der Jets herrscht nicht eitel Sonnenschein.
Nachdem ein Rookie vor kurzem der Presse sagte, daß er noch nie einen solchen Haufen selbstsüchtiger Egomanen auf einem Haufen erlebt hätte, brachen die Dämme.
Jetzt hakt jeder auf jedem rum und alle auf Quarterback Mark Sanchez.
Viele Spieler liegen General Manager Mike Tannenbaum in den Ohren, er solle doch Peyton Manning verpflichten. Sie sind es leid, sich den Allerwertesten aufzureißen, um ihre Bemühungen dann durch Sanchez zerstören zu lassen.
Ein Spieler, der lieber ungenannt bleiben möchte, bezeichnete Sanchez gar als faule Socke. Er würde nicht gut trainieren, weil er wüsste, daß er nicht auf die Bank gesetzt wird.
Dem widersprechen allerdings einige andere Spieler, die sehr wohl glauben, daß Sanchez hart trainiert, aber auch sie sehen keine Fortschritte bei ihm. Das frustriert auch seine Fürsprecher.
Die Clubleitung und der Trainerstab würden den Quarterback in Watte packen, und ihn wie ein Baby behandeln, nicht wie einen Mann.
Aber sollten die Jets deshalb das Wagnis eingehen und mit Peyton Manning einen alten Mann verpflichten, der dem Ende seiner Karriere näher steht, als dem Anfang?
Joe Flacco ist es leid, so wenig Anerkennung zu bekommen.
Er versteht zwar, daß die Verteidigung den Löwenanteil der Aufmerksamkeit bekommt, aber so den ein oder anderen Gedanken sollte man auch an ihn verschwenden, meint er.
Es stört ihn auch, daß alle Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen nur über diesen Tim Tebow berichten, und die Baltimore Ravens, die die AFC North gewonnen haben, völlig mißachtet werden.
Aber das kann Flacco ja abstellen. Einfach hoch gegen die Texans gewinnen mit einem 400 Yards Passspiel und vier Touchdownpässen, schon sollten die Ravens und Flacco auch wieder beachtet werden, in den Berichten auf Seite zwei, hinter Tim Tebow.
Dann noch zwei weitere Siege, und an den Ravens als Super Bowl Sieger kommt keiner mehr vorbei, es sei denn Tim Tebow geht zu Fuß über den Eriesee.
Brian Dawkins hat drei Spiele mit einer Nackenverletzung verpasst.
Der Safety der Broncos scheint aber soweit erholt, daß er gegen die Patriots spielen kann. Davon jedenfalls geht Head Coach John Fox aus.
Fox schont Dawkins zwar noch im Training, aber gegen die gefühlten 20 Passempfänger der Patriots braucht Denver jeden Verteidiger, der nicht an Krücken geht.
Mittwoch, 11. Januar 2012
Heimvorteil?
Am 20. Juli, mitten im Tarifstreit der NFL gegen die Spieler, verstarb die Frau von Patriots Besitzer Robert Kraft (Bild), Myra, an Krebs. 48 Jahre waren die beiden verheiratet.
Myra Kraft war fest in der Gemeinde verankert und hat viel Wohltätiges geleistet. Auch für die Teammitglieder hatte sie immer ein offenes Ohr und ein gutes Wort.
Aus diesem Grund wollen die Patriots diese Saison für ihren Besitzer zu etwas besonderem machen. Ein Super Bowl Sieg schwebt ihnen da vor.
Dafür müssen sie zunächst in den Divisional Playoffs die Broncos aus dem Weg räumen. Sie wollen das Spiel sehr ernst nehmen, und sich nicht zu sicher fühlen, weil sie erst vor vier Wochen problemlos gegen Denver gewonnen haben.
Wichtigstes Ziel ist es, nicht wieder das erste Viertel oder gar die erste Halbzeit zu verschlafen. Das Problem begleitet die Patriots seit langem.
Linebacker Jerod Mayo sieht New England auch noch nicht als sichere Sieger. Seit vier Jahren spielt er für die Pats und hat noch nie ein Playoffspiel gewonnen. Deshalb warnt er seine Teamkollegen davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.
Auch der Heimvorteil der Pats, der unzerstörbar schien, gilt nichts mehr.
2009 verloren sie in den Wild Cards Zuhause gegen Baltimore mit 14:33, nachdem sie bereits im ersten Viertel 24 Punkte kassiert hatten.
2010 verloren sie in der Divisional Runde mit 21:28 wieder Zuhause gegen die Jets. Die hatten sie erst sechs Wochen zuvor mit 45:3 demoliert.
Und so gehen sie in das Spiel gegen Denver mit dem gebotenen Ernst, wissend, daß das 41:23 vor vier Wochen nichts gilt.
New England beendete die Saison mit 13-3 Siegen, hat aber in der Saison nicht gegen ein einziges Team mit einer positiven Sieg, Niederlagen Bilanz gewonnen
Die Patriots gehen mit der schwächsten Defense, die das Team jemals hatte, in die Playoffs. Statistisch gesehen belegt die Verteidigung der Patriots Platz 31 in der Liga. Kein gutes Zeichen gegen Tim Tebow, der letzte Woche spielte, als wäre er tatsächlich ein NFL Quarterback, und dabei die statistisch gesehen beste Verteidigung der Liga vorführte und ausspielte.
An ihrem Einsatz werden die Patriots es nicht missen lassen. Sie werden sich für ihren Besitzer und seine verstorbene Frau zerreissen.
Und das ist kein gutes Zeichen für die Broncos.
Kurzberichte
Broncos Head Coach John Fox sieht keine Chance, daß Eric Decker am Samstag wird spielen können.
Die Knieverletzung, die der Wide Receiver sich gegen die Steelers zuzog, wurde als schwere Prellung diagnostiziert.
Der Pakistaner, der die Jaguars gekauft hat, sagte, daß er nur einen hervorragenden Head Coach engagieren würde, egal was der kostet. Der Mann könnte Politiker werden, denn was schert ihn heute sein blödes Geschwätz von gestern.
Shahid Khan entschied sich für Mike Mularkey, der zuletzt Offensive Coordinator der Atlanta Falcons war.
Was deren Offense zu leisten imstande war, hat man letzte Woche gegen die Giants eindrucksvoll erleben können.
Mularkey hat es auch als Head Coach schon mal probiert, ist aber schiefgegangen. Nach 14 Siegen und 18 Niederlagen mit den Bills wurde er gefeuert.
Jay Gruden hat sich selber aus dem Rennen um einen Posten als Head Coach genommen.
Gruden ist momentan Offensive Coordinator bei den Cincinnati Bengals. Mit Andy Dalton hat er einen sehr talentierten Quarterback, der eine hervorragende Rookie-Saison gespielt hat.
Mit ihm möchte er weiter arbeiten, um sein Talent noch weiter auszubauen.
Die Oakland Raiders haben einen neuen General Manager, Reggie McKenzie. Bis letzte Woche arbeitete der 1950 geborene ehemalige Guard der NFL 18 Jahre lang für die Green bay Packers, zuletzt als Direktor für Footballangelegenheiten.
Seine erste Amtshandlung in Oakland hat er auch schon hinter sich, er feuerte Head Coach Hue Jackson. Der neue Head Coach, wer auch immer das wird, wird die Nr. 7 in 10 Jahren bei den Raiders, nach Bill Callahan, Norv Turner, Art Shell, Lane Kiffin, Tom Cable und Jackson.
Viele andere Trainer werden auch noch gehen müssen, kündigte er an.
Ob er Quarterback Carson Palmer behalten will, ließ er noch offen, aber die Zeichen stehen eher auf „Nein“.
Der neue Besitzer der Raiders, Mark Davis, kündigte unterdessen an, daß er nicht vorhabe, das Team zu verkaufen.
Umziehen wäre eine Überlegung wert, sagte er, verkaufen nicht.
Nach 15 Jahren in der NFL trat Derrick Mason in den Ruhestand.
Der 37-jährige Wide Receiver spielte für mehrere Teams und fing in seiner Karriere 943 Pässe für 12.061 Yards und 66 Touchdowns. Zweimal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Dienstag, 10. Januar 2012
Alex Smith
Das Wunder von San Francisco ist nicht mehr länger die Golden Gate Bridge, das Wunder von San Francisco ist Alex Smith (Bild).
Der Quarterback, der 2005 als erster Spieler der Draft von den 49ers einberufen wurde, konnte nie den Beweis liefern, daß er dieses Vertrauen wert war.
Smith war sehr verletzungsanfällig, und wenn er mal spielte, dann mehr schlecht, als recht.
In dieser Saison spielt die Nr. 1 so, wie man es von ihm von Anfang an erwartet hat.
Dieses Wunder ist wohl durch das bedingungslose Vertrauen von Head Coach Jim Harbaugh in Smith zu erklären.
Dieses Vertrauen des Head Coaches stärkte das Selbstvertrauen des Quarterbacks.
Und wie heißt es so schön: „ein gesunder Geist sorgt für einen gesunden Körper“. Das würde erklären, warum die Verletzungsanfälligkeit von Smith nachließ.
Bei den 49ers gaben sich die Head Coaches und Quarterback –Coaches die Klinke in die Hand, und jeder zwang Smith in sein Konzept. Der musste sich von Saison zu Saison auf neue Spielzüge und Konzepte einrichten, und das ging nicht gut.
Harbaugh kam, sah sich an, was Smith kann, und richtete sein Konzept an dem aus, was sein Quarterback kann. So agieren nur die wirklich guten Trainer. Man kann als Trainer nur mit dem Material arbeiten, das man hat. Wenn die Spieler nicht in das Konzept passen, das man ihnen aufzwingen will, geht das schief.
Harbaugh, selber 14 Jahre Quarterback in der NFL, sah sich zusammen mit seinem Offensive Coordinator Greg Roman stundenlang, tagelang Filme von Smith an, und sie sahen viel, das ihnen gefiel, auf das man bauen konnte.
Und so machte Harbaugh Smith zu dem guten Quarterback, der wohl schon immer in ihm steckte, und das Team von einem 6-10 Team in nur einem Jahr zu einem 13-3 Team, das die Playoffs erreichte.
Guter Job!
Kurzberichte
Die Chiefs haben einen neuen Head Coach gefunden. Weit zu suchen brauchten sie nicht, sie nahmen, was sie schon hatten, Romeo Crennel.
Der Defensive Coordinator der Chiefs, der das Team als Head Coach übernahm, nachdem Todd Haley gefeuert wurde, bekam einen Dreijahresvertrag.
Die Clubführung hat zwar auch einige andere Kandidaten unter die Lupe genommen, aber am Ende wurde es dann doch der Mann, der als Head Coach in Cleveland von 2005-08 nicht gerade gute Arbeit geleistet hat und wo man heute noch stöhnt: „Romeo, oh Romeo!“
Josh McDaniels ist zurück in New England. Hier wird er schon am Samstag als Offensive Coordinator die Geschicke der Patriots lenken.
Er wird viel über den Gegner wissen, denn er war bis 2010 Head Coach der Denver Broncos und verantwortlich für die Rekrutierung von Tim Tebow. Er kann also seine Offense auf die Verteidigung Denvers einstellen und seinem Defensive Coordinator gute Tipps über die Offense der Broncos geben.
Möglich war dieser sofortige Wechsel, weil der bisherige Offensive Coordinator der Patriots, Bill O`Brien schon als neuer Head Coach von Penn State feststeht, und die Rams, bei denen McDaniels als Offensive Coordinator bis zum Saisonende unter Vertrag stand, ihn gehen ließen.
Bei den Broncos herrscht Stillschweigen über die Schwere der Knieverletzung von Eric Decker.
Allerdings schließt Head Coach John Fox den Einsatz des Wide Receivers gegen die Patriots nicht aus.
Decker fing in der Saison 2011 44 Pässe für 612 Yards und 8 Touchdowns.
Die Chargers werden auch 2012 in San Diego spielen.
Der Club hat eine Option, die ihm erlaubt, 2012 aus dem Vertrag mit dem Stadion auszusteigen, aber wohin?
Zwar stehen die Chargers ganz oben auf der Liste der Teams, die in ein neues Stadion in Los Angeles umziehen wollen, sollen, aber ehe das fertig ist, hat Deutschland die D-Mark wieder.
Im aktuellen Stadion in San Diego spielen die Chargers seit 1967, und der alte Kasten entspricht nicht mehr dem Standard, den die neuen Footballtempel aufstellen.
Die Verhandlungen mit der Stadt über einen Stadionneubau verlaufen äußert zäh, also bleibt nur noch, weiter in dem antiken Bau zu spielen.
CBS hat mit dem Wild Card Spiel der Steelers gegen Tebow einen Hit gelandet.
Das Spiel hatte eine um 36% höhere Einschaltquote, als das Wild card Spiel letztes Jahr. Da spielten allerdings auch nur die Chiefs gegen die Ravens. Erstens gab es also keinen Tim Tebow und zweitens war der Ausgang des Spiels so klar, wie Milchglas.
Da werden die Einschaltquoten am Samstag wohl durch die Decke schießen, auch wenn das Spiel während der Saison mit 41:23 sehr eindeutig an die Patriots ging.
Ein fürchterlicher Vorfall überschattet die Vorbereitungen der Packers auf die Giants.
Der Sohn von Offensive Coordinator Joe Philbin wurde tot in einem Fluß treibend gefunden.
Die Polizei in Oshkosh, Wisconsin, suchte schon seit Sonntag nach dem vermissten 21-jährigen.
Head Coach McCarthy betonte bei einer Pressekonferenz, daß bei den Packers die Familie an erster Stelle stehe. Wenn Philbin für das Spiel gegen die Giants nicht zur Verfügung stehe, würde man einen Plan B entwickeln. Philbin könne sich alle Zeit nehmen, die er brauche.
Montag, 9. Januar 2012
Die NFL 2011 - Wild Cards - Tim Tebow, Superstar
Es war eines der besten Spiele, aller Zeiten. Das war vor allem einem Mann zu verdanken: Tim Tebow, Superstar (Bild). Er bewies erneut, daß er zu den besten Quarterbacks gehört, die die NFL jemals gesehen hat und es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, daß er eines Tages in die Ruhmeshalle der NFL aufgenommen wird.
Abgesehen von seinen unglaublichen Läufen, die er drauf hat, wirft er punktgenaue Pässe mit einem Ball, der sich in einer perfekten Spirale dreht.
Gegen die statistisch gesehen beste Verteidigung der Liga lief er gestern 10 mal für 50 Yards und einen Touchdown. Zusätzlich vervollständigte er 10 seiner 21 Pässe für 316 Yards und 2 Touchdowns.
Auf der anderen Seite sah man Ben Roethlisberger seine schmerzhafte Knöchelverletzung bei jeder Bewegung an. Er passte den Ball 40 mal für 22 Vervollständigungen und 289 Yards, 1 Touchdown hatte aber auch 1 Interception.
Pittsburgh ging im ersten Viertel mit 6:0 in Führung, und das war es für lange Zeit. Es spielte fortan nur noch Denver. Die Defense hatte die Steelers im Griff und Tebow spielte mit Pittsburghs Verteidigung Katz und Maus.
Die hatte sich in der ganzen Woche nur darauf vorbereitet, das Laufspiel der Broncos zu stoppen und die Optionsspielzüge Tebows zu verhindern.
Auf das Passspiel hatten sie sich nicht vorbereitet. Und das killte sie. Dazu hatten sie auch noch Verletzungspech, denn schon früh schieden die Defensive Lineman Casey Hampton und Brett Keisel aus, sowie Tackle Max Starks.
Bei den Broncos verletzte sich Wide Receiver Eric Decker schon im ersten Viertel am linken Knie und konnte auch nur noch zusehen.
Gott, der über den Jahreswechsel zu beschäftigt war, sich um seinen zweitgeborenen Sohn zu kümmern, leitete Tebow wieder, und das sah man. Denver ging mit 20:6 in Führung.
Allerdings kämpfte sich Pittsburgh wieder heran und erzwang eine Verlängerung beim Stand von 23:23. Das ist man von Spielen der Broncos gewohnt, daß sie in die Verlängerung gehen.
Hier bekam Denver zuerst den Ball und Tebow, Superstar warf einen 80 Yards Touchdownpass auf Demaryius Thomas zum 29:23 Sieg.
Die Szenen, die sich daraufhin im Mile High Stadion abspielten, muss man gesehen haben, beschreiben lässt sich das nicht.
Nun kann man sagen, pass auf New England, hier kommen die Denver Tebows. Zieht Euch warm an!
Im zweiten Spiel des Tages besiegten die Giganten aus New York die flügellahmen Sturzvögel aus Atlanta in der Karikatur eines Footballspiels mit 24:2.
Die Giants sind rechtzeitig zu den Playoffs aufgewacht und dürften auch den Packers nächste Woche Probleme bereiten.
Trotz Ahmad Bradshaw und Brandon Jacobs belegten sie mit ihrem Laufspiel nur Platz 32 der Liga. Das aber korrigierten sie gegen Atlanta. Die beiden erzielten in 28 Läufen 155 Yards und überrannten die überforderte Defense der Falcons förmlich.
Obwohl das Spiel nicht dazu angetan war, irgend jemand bei den Giants Kopfschmerzen zu bereiten, mussten Cornerback Aaron Ross und Running Back D.J. Ware mit Gehirnerschütterungen ausscheiden.
Jeff Fisher
Der Sender FOX will wissen, wohin es Jeff Fisher zieht.
Der Head Coach soll sich mit den St. Louis Rams einig sein.
In den nächsten 48 Stunden spätestens soll das offiziell verkündet werden.
Sonntag, 8. Januar 2012
Die NFL 2011 - Wild Cards, 1. Tag
Die Texans spielten ihr erstes Playoffspiel seit ihrer Gründung, und es war sofort ein Sieg, ein 31:10.
Natürlich hatten sie mit den Bengals einen sehr schwachen Gegner, was ihnen die Sache erleichterte.
Bei beiden Teams spielten Rookie- Quarterbacks, was man ihnen aber nicht so ohne weiteres anmerkte. Bengals Quarterback Andy Dalton wurde in der zweiten Runde der letzten Draft einberufen, T.J. Yates von den Texans in der fünften Runde.
Doch Dalton war es, der drei Interceptions warf und keinen Touchdown, während Yates keinen Fehlwurf hatte aber einen Touchdown.
Running Back Arian Foster (Bild) erzielte 153 der 188 Laufyards der Texans. Genau diese Leistung werden sie auch nächste Woche von ihm benötigen, wenn sie in Baltimore antreten müssen.
Doch die Defense der Texans ist stark genug, die Offense der Ravens in Schach zu halten. Wenn der Angriff nicht zu viele Fehler macht, könnte es eine Überraschung geben.
In New Orleans hatten die Saints keine Mühe mit den Lions. Zwar ging Detroit mit einer 14:10 Führung in die Halbzeit, aber New Orleans stellte sich in der zweiten Halbzeit besser auf den Gegner ein und im Angriff, wie in der Verteidigung, ließ man nichts mehr anbrennen auf dem Weg zum 45:28 Sieg.
Drew Brees warf Pässe für 466 Yards und 3 Touchdowns. Mit 626 Yards insgesamt in der Offense, stellten sie einen neuen NFL Rekord in einem Playoffspiel auf. Die Saints mussten nicht einmal punten.
Die 49ers werden eine Menge zu tun haben, wenn sie diesen losgelassenen Expresszug in seinem Lauf aufhalten wollen.
In der regulären Saison erzielten die Saints 7.474 Yards mit der Offense und übertrafen den alten Rekord um beinahe 400 Yards.
Die Lions haben als Verlierer keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Gegen diese Saints kann jedes Team verlieren.
Detroit hat bewiesen, daß es in die Playoffs kommen kann, und sie werden so schnell nicht wieder unter den Kellerkindern der Liga landen.
Zwar gehören sie immer noch zu den vier Teams, die noch nie den Super Bowl erreicht haben, aber wenn das Team nicht zu viele Abgänge verzeichnet, dann könnte diese Serie bald enden.
Die anderen drei Teams sind übrigens Cleveland, Jacksonville und Houston, wenn ich mich nicht irre.
Indi will Luck
Die Colts werden Andrew Luck als ersten Spieler einberufen, so meldete es ESPN.
Indianapolis will nicht mit anderen Teams tauschen, und auch keinen anderen Spieler rekrutieren. Indi will den Quarterback von Stanford.
Luck wäre der Mann für die Colts für die nächsten 12-15 Jahre, sagte Teambesitzer Jim Irsay.
Irsay geht davon aus, daß der Multimillionendollarmann Peyton Manning nächstes Jahr zurückkommt, und Luck viel von ihm lernen kann. Wenn die Karriere des nunmehr 35-jährigen Zuende geht, hofft Irsay darauf, daß es einen ähnlich sensationellen Wechsel geben wird, wie in Green Bay, als Aaron Rodgers von Brett Favre übernahm.
Samstag, 7. Januar 2012
Kurzberichte
Nur zwei Spieler mussten in dieser Woche Geldstrafen zahlen.
Packers Linebacker Erik Walden musste $15.000 zahlen, weil er den gegnerischen Quarterback zu unsanft angegangen hatte.
Chargers Linebacker Antwan Barnes (Bild) musste $25.000 zahlen, weil er einen Schiedsrichter anschrie und verbotenerweise berührte.
Die Patriots verlieren ihren Offensive Coordinator Bill O`Brien. Er geht als Head Coach nach Penn State, einem Collegeteam.
Die Patriots haben sich schon nach Ersatz umgesehen und ihn in einem alten Bekannten gefunden, Josh McDaniels.
Der war schon mal acht Jahre lang im Trainerkader der Patriots, bevor er Head Coach der Broncos wurde und dort nach zwei erfolglosen Jahren gefeuert wurde. Zur Zeit steht er als als Offensive Coordinator in Diensten der Rams. Die haben schon signalisiert, daß sie McDaniels nicht unbedingt behalten wollen.
Drew Brees wird gegen die Lions auf eine seiner vielen Anspielstationen verzichten müssen. Wide Receiver Lance Moore hat eine Verletzung am Oberschenkel und wird nicht rechtzeitig fit werden.
Brian Dawkins wird nicht gegen die Steelers spielen können.
Der Safety der Broncos hat eine Nackenverletzung. Dawkins ist bekannt, als der emotionale Anführer des Teams, und darauf werden die Broncos nicht verzichten müssen. Er will an der Seitenauslinie stehen und seine Mannschaftskollegen anfeuern.
Am Freitag wurde Ronde Barber an einem gebrochenen Arm operiert. Der Cornerback der Buccaneers ist mittlerweile 36 Jahre alt, und ob er nächste Saison noch mal spielt, ist fraglich.
Sein Zwillingsbruder Tiki ist ja schon lange im verdienten Ruhestand.
Ronde verbrachte seine gesamte 15-jährige NFL Karriere bei den Bucs und startete in 199 Spielen in Folge.
Die Bears haben sich einen neuen Offensive Coordinator aus dem eigenen Lager rekrutiert. Mike Tice, der bisher Offensive Line Coach war, wurde befördert.
Tice spielte von 1981 - 95 als Tight End in der NFL, bevor er ins Trainerlager wechselte.
Bei einem Brand seines Hauses wurde der Running Back Coach der Steelers, Kirby Wilson, schwer verletzt.
Das Feuer brach nachts gegen drei Uhr in der Küche aus. Was das Feuer verursachte, steht noch nicht fest.
Der 50-jährige Wilson wurde in ein künstliches Koma versetzt.
Freitag, 6. Januar 2012
Kurzberichte
Na, kennt auch noch jeder die Regeln, die in der Verlängerung eines Playoffspiels gelten?
Hier eine Auffrischung für den Fall der Fälle.
Der Tod kommt nicht mehr so plötzlich. Wenn das Team, das den Ball zuerst erhält einen Touchdown erzielt, ist das Spiel beendet.
Kann das Team nur ein Field Goal erzielen, bekommt der Gegner den Ball auch noch mal. Erzielt er einen Touchdown, ist das Spiel beendet. Reicht es auch nur zu einem Field Goal, dann haben wir das normale sudden death Szenario, und das Team, das zuerst punktet, gewinnt.
Wenn das Team, das den Anstoß zur Verlängerung erhalten hat, den Ball an die Defense verliert und diese den Ball in die Endzone trägt, ist das Spiel Zuende.
Jetzt brauchen wir nur noch ein Spiel, das in die Verlängerung geht. Das gab es zuletzt im NFC Endspiel 2009.
Bei den Falcons konnten zwei Starter der Verteidigung nicht trainieren, Cornerback Brent Grimes und Linebacker Stephen Nicholas.
Grimes hat Knie und Nicholas hat Zeh.
In der Offense bereitet Michael Turner die größten Kopfschmerzen. Der Running Back hat eine leichte Leistenzerrung. Gerade er wird dringend gebraucht, um die Defense der Giants zu zermürben.
Bei den Giants wurden auch einige Spieler geschont.
Cornerback Corey Webster, Ersatz Tackle Tony Ugoh, Running Back Ahmad Bradshaw und Linebacker Mark Herzlich trainierten nicht mit der Mannschaft.
Am Donnerstag absolvierte Ben Roethlisberger eine komplette Trainingseinheit. Allerdings schonte er seinen verletzten linken Knöchel immer noch ein wenig.
Big Ben Mania hat die Absicht, der Tebow Mania ein schreckliches Ende zu bereiten.
Hinter dem Einsatz von Maurkice Pouncey steht weiterhin ein großes Fragezeichen. Der Center hat, genau wie Big Ben, einen schlimm verstauchten Knöchel. Er konnte genausowenig am Training teilnehmen, wie Linebacker James Harrison, Defensive End Brett Keisel und Safety troy Polamalu. Die drei letztgenannten sollen aber mitspielen können.
Bei den Broncos konnten Safety Brian Dawkins, Linebacker Spencer Larsen und Cornerback Jonathan Wilhite nicht trainieren, aber sie sollen gegen die Steelers einsatzbereit sein.
Irgend jemand musste wohl doch gefeuert werden in San Diego. So erwischte es dann Defensive Coordinator Greg Manusky.
Nach nur einer Saison bei den Chargers wurde er vor die Tür gesetzt.
Noch 2010 hatte San Diego die statistisch beste Verteidigung der Liga, 2011 belegte sie nur noch Platz 22.
„Mark Sanchez ist ein Chihuahua,“ sagte Boomer Esiason über den Quarterback der Jets.
Esiason war selber in seiner aktiven Zeit mal Quarterback der Jets und arbeitet jetzt als Analyst für CBS.
Als Begründung für seine harten Worte sagte er, daß er damit nicht die Mexikanische Abstammung von Sanchez meinte, sondern sein Benehmen auf dem Feld. Sanchez wirke auf ihn, wie dieser etwa faustgroße Hund, weil beide vor Angst zittern, wenn sie bedroht werden. Sanchez Augen wären dann auch vor Angst geweitet und so groß wie die eines Chihuahuas.
Ein Chihuahua wäre ein ängstlicher Hund und Sanchez wäre ein ängstlicher Spieler.
Esiason ließ auch kein gutes Haar an Head Coach Rex Ryan und General Manager Mike Tannenbaum.
Auf die Erwiderungen darf man gespannt sein.
Die Jacksonville Jaguars haben Jay Gruden seinen ersten Job als Head Coach in der NFL angeboten.
Jay ist der jüngere Bruder von Super Bowl Sieger Jon „Chucky“ Gruden.
Jay Gruden ist momentan für Jobgespräche nicht sehr empfänglich, denn als Offensive Coordinator der Bengals muss er sich auf das Spiel gegen die Texans vorbereiten. Abgeneigt sei er nicht, ließ er aber verlauten.
Die Jaguars wollen aber auch noch mit Brian Schottenheimer sprechen, der als Offensive Coordinator bei den Jets nicht gerade einen guten Job abgeliefert hat.
Der jüngere der Grudens hat eine lange Karriere als Assistenztrainer und Head Coach in verschiedenen Ligen hinter sich. Die meiste Zeit verbrachte er dabei im traumhaften Florida.
Das fing schon an, als er für die Orlando Predators und den Tampa Bay Storm aus der Arena Liga Quarterback spielte. Bei den Predators agierte er dann auch als Head Coach. Als Assistent seines Bruders war er von 2002-08 bei den Tampa Bay Buccaneers tätig. 2009 wurde er Head Coach der Florida Tuskers aus der UFL.
Donnerstag, 5. Januar 2012
Kurzberichte
Einige Spieler, die dringend am Wochenende gebraucht werden, konnten gestern nicht trainieren.
Bengals Quarterback Andy Dalton (Bild) hat die Grippe, soll aber am Samstag fit genug für seinen Einsatz sein.
Bei den Lions wurde Wide Receiver Calvin Johnson geschont. Er ist an der Achillessehne verletzt, soll aber auch spielen können.
Bei den Patriots, die ja eine Freiwoche haben, wurden einige Spieler vom Training befreit. Quarterback Tom Brady, Wide Receiver Wes Welker, Left Guard Logan Mankins, Right Tackle Sebastian Vollmer und Offensive Tackle Marcus Cannon werden momentan geschont.
Cowboys Besitzer Jerry Jones hat nicht die Ansicht Rob Ryan zu feuern.
Zwar landete die Verteidigung nur auf Platz 16 der 32 Teams, und Jones gab zu, daß eine Menge der Niederlagen diesem Mannschaftsteil zuzurechnen sind, doch er will seinem teuren Defensive Coordinator noch eine Chance geben.
Florida ist ein toller Ort zum Leben, wenn man mal die Hurrikansaison außen vor lässt.
Doch alle drei Teams in diesem sonnendurchfluteten Staat stehen momentan ohne Head Coach da.
Die Jacksonville Jaguars, Miami Dolphins und Tampa Bay Buccaneers suchen alle einen neuen Cheftrainer. Die geographische Lage sollte eigentlich ein starker Grund sein, dort einen Job anzunehmen.
Gerade der neue Besitzer der Jaguars hat ja schon gesagt, daß er bereit ist, sehr viel Geld für einen neuen Head Coach auszugeben. Das, und die Aussicht auf Weihnachten bei 24°, sind doch unschlagbare Argumente.
Mal sehen, welches Team welchen Head Coach an Land ziehen kann.
Die besten Spieler der Woche 17
AFC
OFFENSE: RB RAY RICE, BALTIMORE RAVENS
24 Läufe für 191 Yards, 2 Touchdowns
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche
DEFENSE: S TROY POLAMALU, PITTSBURGH STEELERS
2 Tackles, 1 Interception, 3 abgewehrte Pässe
Seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche
SPECIAL TEAMS: KR-WR RICHARD GOODMAN, SAN DIEGO CHARGERS
6 Kickoffs zurückgetragen für 35,8 Yards im Durchschnitt, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche
NFC
OFFENSE: QB MATT FLYNN, GREEN BAY PACKERS
31 von 44 Pässe für 480 Yards, 6 Touchdowns, 1 Interception
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche
DEFENSE: LB CURTIS LOFTON, ATLANTA FALCONS
14 Tackles, 1 Interceptionreturn über 26 Yards zum Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche
SPECIAL TEAMS: K DAVID AKERS, SAN FRANCISCO 49ERS
2 von 3 Field Goals, 4 Extrapunkte, 1 Touchdownpass
Seine 9. Auszeichnung zum Spieler der Woche
Mittwoch, 4. Januar 2012
Wild Cards
Wenn man als Wild Card Team gerade mal so in die Playoffs gerutscht ist, hat man keine Chance auf den Super Bowl?
Falsch!
Ganz falsch!
Drei der letzten sechs Super Bowl Sieger kamen über die Freikarte in die Playoffs und gingen den ganzen Weg. Zuletzt die Packers, die als das am schlechtesten plazierte Team der NFC gerade so weiterkamen und ohne ein Heimspiel durch die Endrunde spazierten bis zum Titel.
Man sollte also die Bengals, Lions, Steelers und Falcons nicht abschreiben.
Die Playoffs sind eine ganz neue Saison und Alles ist möglich.
Leicht haben die vier es nicht. Die Nr. 6 Cincinnati (9-7) bei Nr. 3 Houston (10-6), Samstag, 22:30 (NBC) dürfte es nicht zu schwer haben. Die Texans spielen mit einem Rookie Quarterback, der nicht die Klasse hat, die Cincinnatis Rookie Andy Dalton hat.
Pittsburgh als Nr. 5 (12-4) bei Nr. 4 Denver (8-8), Sonntag, 22:30 (CBS) dürfte es noch am Leichtesten haben. Was die Broncos und ihr Messias Tim Tebow in den letzten Wochen gezeigt haben, hatte nichts mit Football zu tun.
Für die Nr. 6 Detroit (10-6) bei Nr. 3 New Orleans (13-3), Samstag auf Sonntag, 02:00 (NBC) ist das natürlich ein ganz anderes Kaliber. Die Saints mit Drew Brees zu schlagen, dürfte zu den momentan schwierigsten Aufgaben gehören.
Die Nr. 5 Atlanta (10-6) bei Nr. 4 N.Y. Giants (9-7), Sonntag, 19:00 (FOX) hat auch keine leichte Aufgabe. Die Giants scheinen gerade rechtzeitig in Fahrt gekommen zu sein, und Eli Manning könnte ja mal ein paar seiner guten Spiele in Folge abliefern, dann sieht es nicht gut für die Gegner aus. Egal wer das ist.
Und raus bist Du.... noch nicht.
Überraschungen, wo man nur hinblickt.
Völlig den Realitätssinn verloren hat wohl Chargers Besitzer Dean Spanos. Er hat Head Coach Norv Turner nicht gefeuert, sondern glaubt weiterhin daran, daß der in der Lage sein wird, das Team in den Super Bowl zu führen.
Zur Erinnerung, Spanos feuerte nach der Saison 2006 Marty Schottenheimer, weil der die Chargers zwar in die Playoffs bringen konnte, dort aber immer zu früh ausschied.
Turner wurde verpflichtet, weil er das Team schnellstens in den Super Bowl bringen sollte.
Die Realität sieht anders aus.
Turner hat eine Bilanz von 49-31 Siegen in der regulären Saison und 3-3 in den Playoffs. Dieses Jahr wurden die Playoffs gar nicht erst erreicht.
Die Chargers gehören zu den Teams, die ein hervorragendes Spielerpotential haben. Nur muss man auch was daraus machen.
Spanos entschied sich auch dazu, General Manager A.J. Smith zu behalten. Auch das ist eine Überraschung.
Die Bears haben überlegt, ob sie Offensive Coordinator Mike Martz feuern oder ihn behalten sollen.
Das Problem hat sich von selber gelöst, Martz hat gekündigt.
Zu groß waren die Differenzen, zwischen seiner Vorstellung einer Offense und dem, was Head Coach Lovie Smith sich so vorstellte.
Wobei es verwunderlich ist, daß Smith immer noch im Amt ist. Den Beweis, daß er ein guter Head Coach ist, hat er in seinen acht Jahren in Chicago immer noch nicht geliefert.
Entlassen wurde dagegen General Manager Jerry Angelo.
Super Bowl
Der Sender NBC hat alle Werbeinseln im Super Bowl ausverkauft. Einige Firmen stehen noch auf der Warteliste derer, die gerne im wichtigsten TV-Ereignis des Jahres geworben hätten.
Deshalb konnte NBC für 30 Sekunden durchschnittlich $3,5 Millionen verlangen. Die Werbeinseln im ersten Viertel kosten $4 Millionen für 30 Sekunden.
Dienstag, 3. Januar 2012
Kurzberichte
Steht Jeff Fisher (Bild) kurz davor, wieder als Head Coach in der NFL zu arbeiten?
Fisher hatte jahrelang die Titans recht erfolglos geführt, mal von dem einen Ausrutscher abgesehen, in dem Tennessee es in den Super Bowl geschafft hat.
Trotzdem hängt ihm rätselhafterweise der Nimbus eines erfolgreichen NFL Head Coaches an, und um ihn buhlen momentan die Rams und die Dolphins, mindestens.
Nach der letzten Saison wurde Fisher von den Titans gefeuert, und er machte ausgiebig Pause vom Football.
Er weiß noch gar nicht, ob er schon wieder Lust hat, sich den Streß eines NFL Head Coaches anzutun.
Ausgerechnet im Spiel gegen die Browns, in dem es um nichts mehr ging, erwischte es Rashard Mendenhall. Der Running Back der Steelers zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.
Damit zieht Pittsburgh ohne seinen wichtigsten Läufer in die Playoffs. Ziel ist es, ihn bis zum Beginn der nächsten Saison wieder fit zu bekommen.
Die Bills haben ihren Defensive Coordinator George Edwards gefeuert. An seine Stelle wird Dave Wannstedt treten.
Die Bills haben in der abgelaufenen Saison 5.938 Yards erlaubt, so viele wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. Zusätzlich erlaubten sie 434 Punkte, und nur einmal kassierten sie mehr.
Wannstedt, der die Verteidigung der Dallas Cowboys koordinierte, als sie ihre Super Bowl Saisons hatten, soll es nun richten.
Knapp daneben ist auch vorbei.
Zwar feuerte Colts Besitzer Jim Irsay General Manager Bill Polian, aber Head Coach Jim Caldwell hat seinen Job noch.
Erwartet hatte man, daß er gefeuert würde, aber statt dessen erwischte es Polian.
Bill Polian rekrutierte damals Peyton Manning und formte um ihn herum eine Mannschaft, die einen Super Bowl gewinnen konnte.
Sehr wahrscheinlich gingen die Meinungen, was nun mit Manning und der ersten Wahl in der Draft passieren soll, zwischen Polian und Irsay zu weit auseinander.
Wie erwartet feuerten die Buccaneers Head Coach Raheem Morris.
Er beendete die Saison mit 10 Niederlagen in Folge. Über seine drei Jahre als Head Coach in Tampa Bay hatte er eine Bilanz von 17-31 Siegen, und damit vergraulte er eine Menge Zuschauer aus dem Stadion.
Wer darf an welcher Stelle in der Draft seine Spieler einberufen?
Bei den Teams, die es in die Playoffs geschafft haben, entscheidet sich das ja von Woche zu Woche, doch für die anderen 20 Teams steht die Reihenfolge schon fest.
Bei den Teams, die ein T vor der Zahl haben, wird der Münzwurf entscheiden, da alle Regeln, die angewendet werden, um ein Unentschieden aufzulösen, wie die Stärke des Spielplans oder die Stärke gemeinsamer Gegner, gleich sind.
1. Colts (2-14)
2. Rams (2-14)
3. Vikings (3-13)
4. Browns (4-12)
5. Buccaneers (4-12)
6. Redskins (5-11)
7. Jaguars (5-11)
T8. Panthers (6-10)
T8. Dolphins (6-10)
10. Bills (6-10)
T11. Chiefs (7-9)
T11. Seahawks (7-9)
13. Cardinals (8-8)
14. Cowboys (8-8)
15. Eagles (8-8)
16. Jets (8-8)
17. Bengals von den Raiders (8-8)
18. Chargers (8-8)
19. Bears (8-8)
20. Titans (9-7)
Montag, 2. Januar 2012
Die NFL 2011 - Woche 17 - Das Ende
Irgendwann wird das auch bei den Patriots mal schiefgehen, mit dem Spätstarten. Wieder kam das Team erst in die Gänge, als der Gegner schon 21:0 führte, und das nach dem ersten Viertel.
Doch bereits zur Halbzeit hatte New England mit 14 eigenen Punkten auf Buffalo aufgeholt.
Und auch in der zweiten Halbzeit ließen die Patriots keine Punkte der Bills mehr zu und punktete selber munter weiter. Mit einem 49:21 Sieg sicherte sich New England das Heimrecht in allen Playoffspielen, bis zu ihrem eventuellen Ausscheiden.
Für die Lions ging es noch darum, sich etwas besser für die Playoffs zu positionieren, für die Packers ging es um nichts mehr.
Doch der Quarterback der Packers spielte die Partie seines Lebens und stellte zwei neue Teamrekorde auf.
Nichts weniger würde man von Aaron Rodgers, einem Anwärter auf den Titel des wertvollsten Spielers der Saison erwarten.
Doch es war nicht Rodgers, der spielte, sondern sein Ersatzmann Matt Flynn. Rodgers wurde, wie viele andere Spieler auch, geschont.
Flynn warf Pässe für 480 Yards und 6 Touchdowns, beides Rekorde in Green Bay, einem Team, in dem lange Jahre das zukünftige Ruhmeshallenmitglied Brett Favre und nun Aaron Rodgers tätig war, bzw. ist.
Flynn hat sich damit sicherlich für einen Posten als Starter in einem Team empfohlen, das dringend einen Quarterback braucht.
Allerdings stand ihm Matthew Stafford von den Lions in nichts nach. Er warf Pässe für 520 Yards und 5 Touchdowns.
Und die NFL-Experten hatten recht. Schon immer haben sie gesagt, daß die Lions in die Playoffs kommen, wenn Stafford mal eine Saison unverletzt durchspielt. Und dieses Jahr blieb er ohne Verletzung, und die Lions kamen in die Playoffs, auch wenn sie dieses letzte Spiel mit 41:45 verloren haben.
Es war das erste Spiel in der Geschichte der NFL, in dem beide Quarterbacks Pässe für über 400 Yards und 5 Touchdowns warfen.
Die Ravens haben die Bengals mit 24:16 geschlagen und sich damit den zweiten Platz in der AFC gesichert.
Trotz der Niederlage haben auch die Bengals die Playoffs erreicht. In den Wild Cards müssen sie in Houston antreten.
Die Ravens haben zum ersten Mal seit fünf Jahren ein Heimspiel in den Playoffs.
Die Steelers haben zwar auch gewonnen, mit 13:9 gegen die Browns, doch durch den Sieg der Ravens konnten sie nur den zweiten Platz in der AFC North erreichen.
Das macht sie zu einem Wild Card Team und sie müssen in Denver antreten. Dorthin reisen sie ohne Rashard Mendenhall. Der Running Back verletzte sich am rechten Knie und Head Coach Mike Tomlin ist sicher, daß er nächsten Sonntag nicht antreten kann.
Auch Free Safety Ryan Clark darf nicht mit nach Denver. Eine Blutuntersuchung ergab, daß seine Sichelzellenkonzentration einen Einsatz in der dünnen Luft von Denver nicht zulässt. Seine Gesundheit wäre ernsthaft gefährdet. Nach einem Spiel 2007 in Denver mussten ihm die Milz und Gallenblase entfernt werden.
Jetzt müsste ich hier etwas über das Spiel der Broncos gegen die Chiefs schreiben, doch das lasse ich lieber.
Ich würde Sachen schreiben, wie: „Tim Tebow dilettieren zu sehen, tut körperlich weh. Ihn als Quarterback zu bezeichnen, beleidigt jeden Ersatz- Quarterback in der Deutschen Football Liga. Wo war sein Gott denn nun schon wieder? Hat er von Silvester besoffen noch über der Kloschüssel gehangen?“
Und so etwas will ich nicht schreiben.
Deshalb nur so viel: Die Broncos haben mit 8-8 Siegen die Playoffs erreicht und sind damit das zweite Team nach den Seahawks mit 7-9 letztes Jahr, die mit einer lausigen Bilanz völlig unverdient in die Endrunde kamen.
Wenn jemand nach dieser 3:7 Niederlage der Broncos gegen die Chiefs einen Tebow-Hass-Club gründen will... ich werde Mitglied.
Die Raiders hätten die Gunst der Stunde nutzen können. Mit einem Sieg über die Chargers, die keine Chance mehr auf nichts hatten, hätten sie die unsägliche AFC West gewinnen können.
Doch San Diego wollte dem Divisionsrivalen einen Strich durch die Hoffnung machen und gewann mit 38:26.
Die Jets hätten in Miami unbedingt gewinnen müssen, um noch überhaupt eine Chance auf die Playoffs zu haben. Allerdings hatte Quarterback Mark Sanchez etwas gegen eine Verzögerung seiner Ferien und warf drei Interceptions.
Auch sonst lieferte das von Großmaul Rex Ryan als Head Coach angeführte Jets Team die gewohnt lausige Vorstellung ab, und es war schön zu sehen, daß Ryan das Maul gestopft wurde.
Die Dolphins feierten in einem nur zur Hälfte gefüllten Stadion einen 19:17 Sieg.
Die Cowboys wollten den Patriot machen und ließen die Giants mit 21:0 in Führung gehen. Doch die Cowboys sind nicht die Patriots, und deshalb musste das schiefgehen. Dallas hat nicht das Potential, so einen Rückstand noch aufzuholen.
Zwar spielten sie in der zweiten Halbzeit in allen Mannschaftsteilen konzentrierter und härter, aber die Führung der Giants war zu hoch.
Am Ende gewann New York dank der hervorragenden Leistungen von Quarterback Eli Manning und Wide Receiver Victor Cruz hochverdient mit 31:14.
Die Colts haben es doch noch geschafft sich die erste Wahl in der Draft zu sichern.
Eine knappe 13:19 Niederlage gegen die Jaguars machte das möglich.
Bei den Jaguars gab es auch einen Grund zum Jubel, trotz der verkorksten Saison. Running Back Maurice Jones-Drew wurde der beste Läufer der NFL 2011 mit 1.606 Yards.
Die ersten Weichen für die Zukunft wurden schon gestellt.
Sofort nach der Niederlage der Rams gegen die 49ers feuerte St. Louis Head Coach Steve Spagnuolo und General Manager Billy Devaney.
Weitere Entlassungen rund um die Liga werden folgen.
Sonntag, 1. Januar 2012
Kurzberichte
Im letzten Saisonspiel will sich der lange verletzte Star Receiver der Texans etwas Schwung für die Playoffs holen.
Andre Johnson (Bild), lange am linken Oberschenkel verletzt, wird gegen die Titans für ein paar Spielzüge eingesetzt werden.
Früher in der Saison hatte er schon einige Spiele verpasst, weil er am rechten Oberschenkel verletzt war.
So gesehen, müsste er frisch und ausgeruht sein.
Osi Umenyiora ist optimistisch, daß er gegen die Cowboys antreten kann.
Der Defensive End der Giants hat die letzten vier Spiele mit einem verstauchten Knöchel verpasst und hält sich nun fit genug für einen Einsatz in dem wichtigen Spiel.
Bei den Packers werden Running Back James Starks und die Wide Receiver Randall Cobb und Greg Jennings wegen Verletzungen nicht gegen Detroit spielen.
Ob Head Coach Mike McCarthy Quarterback Aaron Rodgers schont, oder ihn den Angriffen von Ndamukong Suh aussetzt, hat er noch nicht entschieden.
Die Denver Broncos müssen sich nicht auf Running Back Jackie Battle vorbereiten. Der Running Back der Chiefs wurde vom Team auf die Verletztenliste gesetzt. Was er hat, gab der Club nicht bekannt, nur, daß er sich im Spiel gegen die Raiders verletzt hat.
Die Polizei nahm am Freitag Benny Sapp fest.
Der Cornerback der Vikings hatte Sicherheitsleute eines Krankenhauses bedroht , weil sie ihn daran hindern wollten, einen unerlaubten Eingang zu benutzen.
Daraufhin begann Sapp einen handfesten Streit, der mit seiner Festnahme endete.




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Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen. |
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