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09. 02. 2010
Das Super Bowl Nachbeben
Super Bowl 44 hat einen neuen Zuschauerrekord im amerikanischen TV aufgestellt. 106,5 Millionen Zuscheuer schauten das Spiel auf CBS
Der bisherige Rekord wurde von der letzten Folge von M*A*S*H gehalten. Diese Folge wurde 1983 von 106 Millionen Zuschauern gesehen.
Hunderte von Fans erwarteten die Saints am Flughafen von New Orleans bei deren Rückkehr.
„Who dat“ riefen sie ihren Helden entgegen, die das Selbstbewußtsein der geschundenen Metropole immens steigerten.
Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt säumten Tausende die Straßen, um einen Blick auf die Vince Lombardi Trophäe zu erhaschen, die Head Coach Sean Payton aus dem Schiebedach seines Autos hielt.
Und die echte Parade kommt ja erst noch.
In Indianapolis wurden die Colts am Flughafen von den Fans begeistert empfangen.
Gut, es waren nur 11 Fans, in Worten ELF, aber die waren begeistert.
Einer der Fans, die trotz eisiger Kälte und Schneefalls zum Flughafen kamen, hielt ein Transparent hoch mit der Aufschrift: „Wo ist die Parade?“
Das Leben eines Verlierers ist hart.
Das war schnell. Nur 24 Stunden nach dem Super Bowl hat eine Internet- Wettseite in Amerika den Favoriten für den nächsten Super Bowl ausgelobt: Die Indianapolis Colts.
Sie sind 7 zu 1 Favorit vor San Diego mit 8 zu 1 und New Orleans mit 9 zu 1.
Ein Dollar Einsatz auf die Rams bringt einen Gewinn von 150 Dollar, wenn St. Louis den Super Bowl gewinnt.
Noch einen Tag vor dem Super Bowl sagte Tony Dungy, daß er sehr geschockt wäre, wenn sein ehemaliges Team nicht den Super Bowl gewinnen würde.
Man kann davon ausgehen, daß der Amateurprediger, zu dem Dungy nach seiner Zeit als Head Coach der Colts mittlerweile mutierte, sehr geschockt ist.
Nach dem Super Bowl sagte er, daß er damit gerechnet habe, daß Indianapolis wenigstens 30 Punkte zustande bringen würde.
Daß sie nur 17 Punkte produzierten, hat ihn wirklich sehr geschockt.
Überrascht sei er davon gewesen, daß die Colts nicht hart genug gespielt hätten. Er habe den unbedingten Willen zum Sieg vermisst, den die Saints im Übermaß hatten.
Auch die Fehlerquote sei bei den Colts überraschend höher gewesen, als bei den Saints, die nahezu Fehlerfrei spielten.
08. 02. 2010
Super Bowl 44
W H O D A T ???
NIEMAND!!!
Das Wetter in Miami war super, das Spiel war super und der Gewinner war ein verdienter.
Wie lange haben sich die Fans der Saints mit grottenschlechten Teams herumplagen müssen und sind doch immer wieder ins Stadion geströmt?
Wie sehr mussten die Einwohner der Stadt unter den Folgen des Hurrikans Katrina leiden?
Die Stadt war verwüstet, das Stadion der Saints ein Auffanglager für Heimatlose.
Jetzt bekamen sie den Lohn für all diese Leiden und Entbehrungen, der Super Dome in New Orleans ist in der nächsten Saison die Heimat des amtierenden Weltmeisters.
Der vorletzte Super Bowl vor der Aussperrung der Spieler durch die Clubbesitzer reihte sich in die Reihe der tollen Endspiele ein, die wir in den letzten Jahren erleben durften.
Auch nach einer 10:0 Führung der Colts nach dem ersten Viertel glaubten die Saints an sich und kämpften sich zurück.
Drew Brees (Bild) vervollständigte auf dem Weg zum Sieg 32 seiner 39 Pässe für 288 Yards und 2 Touchdowns. 32 vollständige Pässe im Super Bowl sind ein Rekord, den er sich allerdings mit Tom Brady teilen muss.
Peyton Manning auf der anderen Seite hatte eine Bilanz von 31 vollständigen Pässe aus 45 Versuchen, 1 Touchdown aber auch 1 Interception. Und es war dieser Interception, der das Spiel letztendlich entschied.
Der viermalige MVP der Liga und Super Bowl MVP von vor drei Jahren machte diesen einen Fehler und der war teuer.
Vor diesem Fehler zeigte Saints Head Coach Sean Payton, daß man, um einen Favoriten zu schlagen, tricksen und mutig sein muß.
Nach der Halbzeit, in die Indianapolis mit einer 10:6 Führung ging, hatten die Saints den Kick Off.
Payton entschied sich dazu, einen Onside Kick ausführen zu lassen, um Manning nicht an den Ball kommen zu lassen. Dieser Mut wurde belohnt, New Orleans eroberte den Ball und marschierte über das Feld. Am Ende stand ein 16 Yards Touchdownpass von Brees auf Pierre Thomas, der damit den ersten Super Bowl Touchdown der Saints erzielte.
Indianapolis antwortete prompt und punktete im anschließenden Drive um sich die Führung zurückzuholen.
Mit einer 17:16 Führung für die Colts ging es in das letzte Viertel.
Fünf Minuten vor Spielende warf Brees einen 2 Yards Touchdownpass auf Jeremy Shockey und Payton entschied sich zu einem 2-Punkte versuch.
Lance Moore fing den Pass von Brees und der Ball war knapp in der Endzone, als Jacob Lacey Moore den Ball aus der Hand trat.
Der Linienrichter entschied sofort auf ungültig, nur 22:17 für die Saints.
Doch Sean Payton hatte es anders gesehen und forderte eine Videoüberprüfung.
Wieder war das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, der Videobeweis zeigte, daß der Versuch gültig war, 24:17 für New Orleans, die wichtige sieben Punkte Führung.
Zwei Minuten später dann der eine Fehler von Peyton Manning. Er warf einen Pass in Richtung Reggie Wayne, eigentlich eine todsichere Situation. Doch beim Versuch, dem Ball etwas entgegen zu kommen, rutschte Wayne leicht aus und Tracy Porter fing den Pass ab und lief Richtung Endzone. 74 Yards später hatte er die 31:17 Führung erzielt.
In den restlichen 3:12 Minuten hätte Indianapolis noch zweimal punkten müssen, doch die Defense der Saints hielt und aus den Aints wurden die Helden Louisianas.
Mit seiner fehlerfreien Vorstellung wurde Drew Brees zum MVP des 44. Super Bowls.
Ein tolles Spiel, ein verdienter Sieger, ein verdienter MVP und ein etwas zu hoch geschlagener Gegner, der an diesem Tag diesen einen Tick schlechter war.
Viele Fans in Indianapolis waren zwar enttäuscht, aber in der Niederlage hatten sie die Größe, den gebeutelten Menschen in New Orleans diesen Triumph zu gönnen.
Und was sich in den Straßen dieser Stadt, kurz vor dem offiziellen Beginn des Mardi Gras, abspielte, kann man sich ja vorstellen.
Das wird der längste Karneval in der Geschichte des Planeten.
07. 02. 2010
Kurzberichte
Am Samstag wurde Warren Sapp (Bild) verhaftet. Der ehemalige Star-Verteidiger der Buccaneers und der Raiders trat in den beschämenden Club der Frauenschläger ein.
Er soll eine Frau mit auf sein Hotelzimmer in Miami genommen haben und sie dort gewürgt und geschlagen haben.
Sapp, der Mitglied der Inside the NFL Crew ist und für den Sender ESPN über den Super Bowl berichten sollte, wurde von ESPN aus der Analystencrew entfernt.
„Die Colts werden gewinnen und das Ergebnis wird nicht knapp ausfallen,“ so optimistisch beurteilt Tony Dungy den Ausgang des Super Bowls.
Mit Dungy gewann Indianapolis vor drei Jahren den Titel und er hat eine Menge Vertrauen in sein ehemaliges Team.
06. 02. 2010
Das letzte Training
Einen nervösen Magen hatte Saints Cornerback Randall Gay am Freitag. Deshalb konnte er nicht am letzten Training der Saints vor dem Super Bowl teilnehmen.
Auch Ersatz- Running Back Lynell Hamilton verpasste das Abschlußtraining. Er konnte wegen eines verstauchten Knöchels aber die ganze Woche schon nicht mittrainieren.
Die beiden waren die einzigen Verletzten, die der Club meldete.
Etwas anders sieht es bei den Colts aus. Hier weiß man immer noch nicht, ob Dwight Freeney wird spielen können, und was genau mit seinem Fuß los ist.
Zudem verletzte sich Wide Receiver Reggie Wayne (Bild) im Abschlußtraining am Knie.
Diese Verletzung soll aber nicht so schlimm sein, daß er am Sonntag nicht wird spielen können.
Also, sprach der Commissioner...
Vor dem Super Bowl wandte sich Commissioner Roger Goodell wie gewohnt an die Öffentlichkeit und adressiert wichtige Dinge, die angegangen werden müssen.
> Als erstes forderte er die Spielergewerkschaft und die Clubbesitzer auf, sich endlich zu einigen. Für den Super Bowl, der im Februar 2012 stattfinden soll, gibt es von Seiten der NFL noch keinen Notfallplan, falls die Saison 2011 nicht stattfinden sollte.
Dafür gebe es noch genug Zeit, wenn die Verhandlungen scheiterten.
> Die Liga wird noch ernsthafter als bisher darauf achten, wie mit Spielern verfahren wird, die Gehirnerschütterungen davongetragen haben.
Für ihn sei das eine sehr ernsthafte Verletzung, mit der sorgsam umgegangen werden muss.
> Die Zuschauerzahlen in Jacksonville sind ein Grund zur Besorgnis. Mit nur 40.000 Zuschauern pro Spiel ist es nicht länger möglich den Club in Jacksonville zu halten.
> Die Verlängerung der Saison auf 17 oder gar 18 Spiele liegt Goodell weiter am Herzen. Das will er bald ermöglichen.
> Es wird ernsthaft in Erwägung gezogen, den Super Bowl im neuen Stadion der Giants und der Jets auszutragen. Ein Schlechtwetter Super Bowl sozusagen.
> Die NFL will wieder zurück nach Mexico. Das erste Saisonspiel der 49ers gegen die Cardinals im Aztekenstadion sorgte für eine Rekordkulisse für reguläre Saisonspiele.
> Die Regeln für die Verlängerung bleiben, wie sie sind. Daran wird nicht gerüttelt.
Kurzberichte
Nach dem Super Bowl wird Roger Goodell die Suspendierung von Donte` Stallworth aufheben.
Der Wide Receiver der Browns war vor der Saison 2010 suspendiert worden, weil er im angetrunkenen Zustand einen Fußgänger überfuhr und dabei tötete.
Vor Gericht erhielt er den vollen NFL-Star-Bonus und musste nur 24 Tage in den Knast, doch die NFL griff mit der Sperre für eine Saison ohne Bezahlung härter durch.
Man kann davon ausgehen, daß die Browns Stallworth nicht weiterbeschäftigen wollen, und er sich ein neues Team suchen kann.
Ein ganz großer, um den es nach seinem Rücktritt in den Ruhestand ganz still geworden ist, hat sich jetzt an die Liga und die Spielergewerkschaft gewandt... Barry Sanders.
Er sagte den Verhandlungsgegnern, daß jeder in das Spiel involviert sei, Besitzer, Spieler und Fans. Das Spiel müsse geschützt und verehrt werden und zwar von jedem. Das möchte er jedem klarmachen und deshalb suchte er die beiden Seiten auf, die sich so unversöhnlich gegenüber stehen.
Eine Aussperrung würde das Spiel mit einer Macht herunterziehen, die die Liga sich nicht vorstellen könne. Das gelte es auf jeden Fall zu verhindern.
05. 02. 2010
Kurzberichte
Auf einer Skala von 1 bis 10 sieht der Vorsitzende der Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith (Bild), die Chance auf eine Aussperrung der Spieler bei 14.
Er glaubt, daß die Liga alles daran setzt, es zu einer Aussperrung kommen zu lassen.
Dem widerspricht Roger Goodell vehement. Man könne kein Geschäft erfolgreich betreiben, in dem man es schließt. Eine Aussperrung würde nicht nur den Spielern Verluste bringen, sondern auch den Teambesitzern. Deshalb würden die Clubchefs nicht auf eine Aussperrung hin arbeiten.
Für die Spieler steht fest, daß, wenn es 2010 eine Saison ohne Gehaltsobergrenze geben wird, sie einer solchen nie wieder zustimmen werden.
Unterm Strich sieht es so aus, als ob die Liga die schlechteren Karten hätte.
Bis zum 5. März stehen noch 10 bis 12 Treffen der Verhandlungsgegner an. Es bleibt spannend.
LaDainian Tomlinson wird nächstes Jahr nicht für die Chargers spielen.
Damit kommt es so, wie man es nach den letzten Kommentaren erwarten konnte. Tomlinson kommt mit seiner Erklärung, die Chargers zu verlassen, einer Entlassung zuvor.
Tomlinson ist der erfolgreichste Running Back, den die Chargers je hatten. Mit 12.490 Yards liegt er an achter Stelle der ewigen Bestenliste der Running Backs.
2001 draftete San Diego ihn in der ersten Runde und in seinen neun NFL Saisons spielte er fünf mal im Pro Bowl.
Chad 85 und T.O. in einem Team?
Ginge es nach Chad Ochocinco könnte das passieren. Er würde sogar einer Gehaltskürzung zustimmen, um das zu ermöglichen.
Terrell Owens wird am 5. März zu einem Free Agent, der von den Bills zu einem anderen Team wechseln kann. Und daß er aus Buffalo weg will, ist ja wohl sonnenklar.
Ochocinco und Owens bei den Bengals, das klingt nach viel Zoff und Wutausbrüchen. Das würde lustig.
04. 02. 2010
Kurzberichte
Dwight Freeney (Bild) trainiert seinen schmerzenden Knöchel.
Barfuß lief er durch den Sand des Strands vor dem Teamhotel der Colts.
Der Defensive End ist zuversichtlich, daß er am Sonntag wird spielen können.
Von einer Bänderverletzung will er nichts wissen. Er spricht nur davon, daß sein Knöchel verstaucht sei.
Bei den Saints nehmen die drei am Knie verletzten Spieler alle am Training teil.
Tight End Jeremy Shockey, Safety Darren Sharper und Linebacker Jonathan Vilma können wohl alle am Sonntag spielen.
Nach dem offiziellen Training blieben Quarterback Drew Brees und vier seiner Receiver noch auf dem Platz um Passrouten zu üben.
LaDainian Tomlinson hängt nicht so sehr an den Chargers, als daß er für weniger Geld für sie spielen würde.
Der Running Back hat sich mit der begrenzten Rolle, die er in der vergangenen Saison in San Diego spielte, nicht besonders wohl gefühlt. Er glaubt von sich, daß mehr in ihm drin gewesen sei, als die 730 Yards, die er nur auf sein Konto lief.
Tomlinson ist vertraglich noch zwei Jahr an die Chargers gebunden, aber einer vorzeitigen Trennung wäre er nicht abgeneigt.
Steve Bisciotti, der Besitzer der Ravens, sagte der Presse, daß viele NFL Teams sich in einer finanziellen Schieflage befinden. Schwarze Zahlen würde kaum ein Team schreiben.
Die Probleme könnten sich auf längere Zeit negativ auf die gesamte Liga auswirken und sie müssten zwangsläufig zu einer Aussperrung der Spieler führen.
Da war es wieder, das Au-Wort, „Aussperrung“.
Langsam aber sicher wird die Absicht klar. Die Liga bereitet die Fans und die Spieler durch ständiges Wiederholen auf die Aussperrung vor.
Die Clubbesitzer wollen beweisen, daß sie am längeren Hebel sitzen, koste es, was es wolle.
03. 02. 2010
Wir führen ihn zum Schotter!
Jim Irsay, Besitzer der Colts, hat vor, Peyton Manning (Bild) zum reichsten NFL Spieler aller Zeiten zu machen.
Nach dem Super Bowl stehen die Vertragsverhandlungen an, und im Schatten der Saison ohne Gehaltsobergrenze wird sich das für das Konto des viermaligen wertvollsten Spielers der Liga sehr günstig auswirken.
Wann ist Manning der reichste Spieler der NFL?
Letztes Jahr unterschrieb Defensive Tackle Albert Haynesworth einen Vertrag über $100 Millionen bei den Redskins, von denen 41 Millionen garantiert sind.
Im April unterschrieb Rookie- Quarterback Matthew Stafford für 41,7 Millionen in Detroit.
In Indianapolis will man die Entwicklung des freien Spielermarktes abwarten, der am 5. März beginnt. Daran soll sich das Gehalt von Manning dann orientieren, das bestimmt weit über den Gehältern von Haynesworth und Stafford liegen wird.
Kurzberichte
Die Texans verlängerten den Vertrag mit Head Coach Gary Kubiak.
Der neue Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2012.
Unter Kubiak erreichten die Texans in der letzten Saison mit 9-7 Siegen zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine positive Siegesbilanz.
Die Redskins haben einen neuen Wide Receiver- Coach. Es ist ihr ehemaliger Wide Receiver Keenan McCardell.
Der 40-jährige spielte 17 Jahre in der NFL. Sein letztes Jahr spielte er in Washington, wo er 2007 22 Pässe für 256 Yards fing.
Jets Head Coach Rex Ryan machte am Samstag im Rahmen der Festivitäten rund um den Pro Bowl eine obszöne Geste gegen einen Fan.
Das kostete ihn nun $50.000 Strafe.
Die Teamleitung der Jets verhängte diese Strafe, eine weitere Bestrafung durch die Liga wird noch folgen.
Sieg oder Niederlage, das ist egal. Am Montag fängt die Schule in Indianapolis zwei Stunden später an.
Nach dem letzten Super Bowl mit den Colts hatten sich viele Schulbusfahrer krank gemeldet.
Ihr Dienst beginnt um 5:30 Uhr. Durch die Verlegung des Schulbetriebs um zwei Stunden nach hinten hoffen die Verantwortlichen, daß dieses Jahr weniger Krankmeldungen erfolgen.
Demnächst wird uns nicht mehr Mike Pereira erklären, warum alle strittigen Entscheidungen seiner Schiedsrichter im Endeffekt doch richtig waren.
Der oberste Chef der Schiedsrichter geht in den Ruhestand. Neun Jahre hatte er diesen Posten inne.
Sein Nachfolger wird Carl Johnson.
Johnson war seit 2001 Line Judge in der NFL und wurde in acht Playoffspielen eingesetzt, darunter Super Bowl 42.
02. 02. 2010
Kurzberichte
Ein reichliches Maß an Selbstüberschätzung plagt Eagles Quarterback Michael Vick (Bild). Er sieht sich selber noch unter den 10 besten Quarterbacks der Liga.
Seit 2006 ist er in keinem NFL Spiel mehr als Starter angetreten, dennoch glaubt er, daß er immer noch auf dem Level spielen kann, das ihn dreimal in den Pro Bowl brachte.
Die Eagles haben eine Option auf Vick für die nächste Saison, dennoch glaubt er, daß die Teams Schlange stehen werden, um ihn zu verpflichten.
Wieder ein Super Bowl in Miami, wieder ein Super Bowl im Regen?
Es sieht momentan schwer danach aus. Der Medientag am heutigen Dienstag wird nicht im Freien stattfinden.
Vor drei Jahren fand der Super Bowl zum ersten Mal im Regen statt und am Sonntag wird das wohl zum zweiten Mal der Fall sein.
In Miami und Umgebung gibt es seit Tagen immer wieder kräftige Schauer, deren Ende nicht abzusehen ist.
Peyton Manning fühlte sich von der Verpflichtung, beim Pro Bowl zu erscheinen, nicht belästigt.
Jeweils sieben Spieler der Colts und der Saints erschienen zum Auswahlspiel der Besten und Manning schilderte seine Eindrücke: „Ich bin mit einem privaten Jet mit sechs meiner besten Freunde und Mannschaftskollegen geflogen. Wir hatten Steaks eines der besten Steakhäuser zur Mahlzeit während des Fluges, sind privat etwas durch Miami gebummelt, schüttelten ein paar Hände, absolvierten ein Interview und kassierten dafür $45.000.
Ich kann mir Schlimmeres vorstellen, das man durchmachen kann.“
Der selbstbewußte Mike Martz hat den Job in Chicago bekommen.
Der Offensive Coordinator hat bei den Vorstellungsgesprächen überzeugt. Immerhin leitete er damals „The Greatest Show on Turf“, mit der die Rams den Super Bowl gewannen.
Head Coach Lovie Smith traut Martz am Ehesten zu, aus dem Interceptionkönig Jay Cutler einen halbwegs vernünftigen Quarterback zu machen.
Er lief in der vergangenen Saison als erst sechster Spieler über 2.000 Yards.
Er soll in seiner dritten Saison $560.000 verdienen.
Das ist Chris Johnson zu wenig. Der Running Back der Titans möchte nun, daß das Team ihn nach seinem Wert bezahlt, und der dürfte weit über der halben Million liegen, die für 2010 in seinem Vertrag steht.
Sein Agent und die Titans haben Verhandlungen aufgenommen, und Johnson hofft, daß Tennessee ordentlich was drauf legt.
01. 02. 2010
Pro Bowl
In seiner neuen Rolle als Vorprogramm zum Super Bowl zog der Pro Bowl mit 70.697 Fans soviele Zuschauer an, wie seit 1959, als das Spiel in Los Angeles stattfand, nicht mehr.
Und die bekamen ein tolles Spiel geboten, wie es im Rahmen der Einschränkungen dieses Spiels der Besten möglich ist.
Allerdings war das Wetter sehr viel schlechter, als es in Honolulu jemals war. Während des ganzen Spiels regnete es leicht. Die Temperaturen lagen um die 15 Grad, während es in Honolulu zur selben Zeit sonnig und 26 Grad warm war. Doch der Vorstellung tat das keinen Abbruch. Die Teams punkteten munter hin und her und die AFC gewann knapp 41:34.
Matt Schaub (Bild), Quarterback der Houston Texans, warf Pässe für 189 Yards und zwei Touchdowns für die AFC und gewann damit den Titel des wertvollsten Spielers.
Auch Aaron Rodgers warf zwei Touchdowns für die NFC und DeSean Jackson fing zwei Touchdowns, doch die Stimmen bekam Schaub.
Drew Brees und Peyton Manning, die Gegner des kommenden Super Bowls, sahen sich das Spiel Seite an Seite an und hatten augenscheinlich ihren Spaß an dem Shoot out.
Kurzberichte
Vor dem Pro Bowl wurde Don Shula geehrt. Der Erfolgscoach der Dolphins enthüllte eine Statue, die ihm zu Ehren vor dem Stadion aufgestellt wurde.
Die Adresse des Büros der Dolphins wurde ihm zu Ehren auch geändert und lautet jetzt 347 Don Shula Drive für die 347 Spiele, die er als Head Coach der Dolphins gewann.
Die Liga rief einen neuen Preis ins Leben. Mit der Don Shula Trophäe wird jährlich der Head Coach ausgezeichnet, der, egal in welcher Liga er coacht, herausragendes geleistet hat.
Als letzter Gratulant tauchte übrigens Dan Marino mit einer 45-minütigen Verspätung auf. Shula dazu: „Er wird eine Strafe zahlen müssen.“
Auch nächstes Jahr würde Roger Goodell den Pro Bowl gerne vor dem Super Bowl austragen. Er wird versuchen, die Teambesitzer dazu zu überreden.
Viele Head Coaches und Clubchefs haben Kritik an der Ansetzung geäußert. Die gilt es zu überzeugen.
Als Austragungsort steht für nächstes und übernächstes Jahr ja schon Honolulu fest, wobei es wohl 2012 keinen Pro Bowl geben wird, weil es ja 2011 sehr wahrscheinlich keine Saison geben wird.
Roger Goodell sagte in einem Interview, daß die Zeichen darauf hin deuten, daß es zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft zu keiner Einigung kommen wird.
Dwight Freeneys Einsatz im Super Bowl ist stark gefährdet.
Die Verletzung an seinem rechten Knöchel ist schlimmer, als bisher verlautbart wurde. Gerüchte reden von einem Bänderriss, der aber offiziell nicht bestätigt wird.
Für die Colts wäre der Ausfall des Defensive Ends ein schwerer Schlag.
31. 01. 2010
Senior Bowl
Am Samstag fand der Senior Bowl statt. Hier treten die besten Collegespieler, die das Studium beendet haben, gegeneinander an. Der Norden spielt gegen den Süden.
Der Norden gewann mit 31:13.
Dieses Spiel ist für die Teilnehmer extrem wichtig, weil die Scouts der NFL sich hier ihre Kandidaten, die sie draften wollen, noch einmal ganz genau ansehen.
Tim Tebow (Bild), Quarterback des Südens, der in der abgelaufenen Collegesaison die meiste mediale Aufmerksamkeit auf sich zog, lieferte dabei eine bescheidene Vorstellung ab.
In einer an die Profis angelegten Offense konnte er nicht überzeugen. Gegen die robuste Defense des Nordens konnte er nur 8 seiner 12 Pässe für 50 Yards vervollständigen und er verlor den Ball zweimal.
Skeptiker glauben nicht, daß er das Zeug hat, in der NFL zu bestehen. Zu ungewöhnlich ist sein Wurfstil, bei dem ihm die NFL Verteidiger zu leicht den Ball aus der Hand schlagen können.
Aber der Gators Quarterback will an sich arbeiten und beim Sichtungstest in Indianapolis die Zweifler überzeugen.
Jim Zorn hat einen neuen Job.
Als Head Coach der Redskins wurde Jim Zorn vor kurzem gefeuert, doch als Quarterback –Coach ging er jetzt zu den Ravens.
Hier ersetzt er Hue Jackson, der zu den Raiders wechselte.
Mit Joe Flacco hat er nun einen guten, jungen, lernwilligen Quarterback, dem er viel beibringen kann.
30. 01. 2010
Für Kurt Warner ist das Kapitel NFL abgeschlossen.
Am Freitag verkündete der 38-jährige Quarterback der Arizona Cardinals das Ende seiner Karriere.
12 Jahre spielte er in der NFL, die ihn erst ablehnte. Über die Arena Liga und die NFL Europe musste er sich seinen Platz in der NFL erkämpfen.
Warner (Bild) ist ein tiefreligiöser Mensch, der zu jeder Pressekonferenz mit einer Bibel in der Hand erschien. Nun setzt er sich zur Ruhe, obwohl sein Vertrag noch ein Jahr läuft und ihm noch etwa 12 Millionen Dollar gebracht hätte.
2005 unterschrieb er einen Vertrag in Arizona für ein Jahr, weil kein anderes Team Interesse an ihm hatte. Als Ken Whisenhunt 2007 Head Coach in Arizona wurde, war Warner der Ersatzmann von Matt Leinart. Das änderte sich, als Leinart sich verletzte und Warner übernahm.
Letztes Jahr führte er die Cardinals überraschend in den Super Bowl, wo sie äußerst knapp gegen Pittsburgh verloren.
Dieses Jahr kam Arizona zwar nur bis in die Divisional Playoffs, aber auch nächstes Jahr hätte Warner das Team noch weit bringen können, wenn man seine Leistungen in den letzten zwei Saisons zugrunde legt.
Kurzberichte
Schwule?
Nein danke.
CBS lehnt die Ausstrahlung eines Werbespots einer schwulen Partnersuchseite ab.
Die Betreiber der Internetseite wollen nun gegen diese Diskriminierung vorgehen.
Das NFC Endspiel wurde für Saints Defensive End Bobby McCray recht teuer.
Für zwei überharte Angriffe auf Brett Favre wurde er zur Zahlung von $20.000 Strafe verdonnert.
Im ersten Viertel rammte er den Quarterback der Vikings in den Boden, obwohl der den Ball schon weggeworfen hatte und im dritten Viertel griff er ihn im Bereich der Knie an.
29. 01. 2010
So viele Yards
Kevin Mawae (Bild) sagte, wo die NFL und Spielergewerkschaft stehen.
Mawae ist Center der Tennessee Titans und Präsident der NFLPA, der Spielergewerkschaft.
Nach seiner reiflichen Analyse stehen die Verhandlungspartner an der 10 Yards Line, aber jeder an der in seiner Hälfte. Er ist der festen Überzeugung, daß die NFL die Spieler in der Saison 2011 aussperren will, um sie in die Knie zu zwingen. Die Teambesitzer wollen ihre Gehaltskürzung um 20% um jeden Preis durchsetzen.
Die Gewerkschaft habe der Liga im November 2009 ein vernünftiges Angebot unterbreitet, allerdings sei kein annehmbares Gegenangebot zurückgekommen.
Die Gewerkschaft wollte der Liga in Sachen Rookiegehälter entgegenkommen, neue Einnahmequellen sollten auf Jahre nicht auf die Höhe der Spielergehälter angerechnet werden, usw.
Von der Liga kam immer nur eine Antwort: „Wir wollen, daß ihr einer Gehaltskürzung um 20% zustimmt“.
Und bis zum 5. März haben die Kampfhähne noch Zeit, sich an der 50 zu treffen.
Kurzberichte
Fran Tarkenton gibt Brett Favre die Schuld daran, daß die Vikings den Super Bowl nicht erreicht haben.
Der Quarterback, der 1986 in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde, war von Anfang an gegen Favres Engagement in Minnesota. „Verwerflich“ nannte er die Verpflichtung damals.
Im Endspiel gegen die Saints wären sie das bessere Team gewesen. Und wäre nicht dieser völlig idiotische Pass am Spielende gewesen, hätte Minnesota gewonnen.
Nur sollte sich Mr. Tarkenton mal fragen, ob denn die Vikings OHNE Brett Favre überhaupt bis ins NFC Endspiel gekommen wären.
In New Orleans findet eine Parade statt, egal, ob die Saints den Super Bowl gewinnen oder verlieren.
Wenn sie als Verlierer zurückkommen, dann werden sie halt als Sieger der NFC gefeiert, Hauptsache feiern.
Colts Defensive End Dwight Freeney hat am Donnerstag zum zweiten Mal in dieser Woche nicht trainieren können.
Ihn plagt ein verstauchter Knöchel.
Damit, so sein Head Coach Jim Caldwell, wird er auch nicht zum Pro Bowl nach Miami fliegen.
Da wundert es dann doch, daß die Colts diesen Trick nicht für alle sieben Pro Bowler anwenden.
Jeremy Shockey wird im Super Bowl spielen, Knieverletzung hin, Knieverletzung her.
Selbst wenn sich der Zustand des Knies verschlimmern sollte, durch seinen Einsatz, will er das in Kauf nehmen.
Shockey hat schon Super Bowl XLII mit den Giants verpasst, weil er ein gebrochenes Bein hatte. Noch einen Super Bowl will der Tight End auf keinen Fall verpassen.
Roger Goodell ist sehr zufrieden mit der Ansetzung des Pro Bowls vor dem Super Bowl. Das Spiel würde sehr viel mehr Beachtung finden, als in den Jahren zuvor. Was nicht verwundert, wenn der Präsident der Colts, Bill Polian, die Ansetzung der Partie vor dem Super Bowl in aller Öffentlichkeit als Blödsinn tituliert.
Auch sei das Spiel ausverkauft, was auf Hawaii in den letzten Jahren nicht mehr der Fall war.
Seit über 30 Jahren fand der Pro Bowl auf Hawaii statt und dorthin wird das Spiel auch 2011 und 2012 zurückkehren.
Danach ist Alles offen.
Danach gefragt, was er von den Verhandlungen mit der Spielergewerkschaft halte, sagte er, daß wohl alle Verhandlungspartner von dem, was bisher erreichte wurde, sehr enttäuscht seien.
28. 01. 2010
Kurzberichte
Die Colts sind das Heimteam im Super Bowl und sie haben die Wahl, welches Trikot sie tragen möchten.
Sie haben sich für das blaue Trikot entschieden. Bei ihrem letzten Super Bowl Sieg haben sie das weiße getragen, da waren sie allerdings auch das Gastteam.
Colts Besitzer Jim Irsay sagte der Presse, daß sich sein Club an die Regeln halten werde, und seine Pro Bowl Teilnehmer nach Miami reisen lässt.
Sein Teampräsident hatte in einer Radiosendung schon verkündet, was er von der Regel hält, den Pro Bowl vor dem Super Bowl auszutragen.
Irsay ist selbstverständlich auch nicht glücklich über die Ansetzung des Spiels der besten Spieler der Saison, aber er sieht keinen Grund, sich deshalb mit der Liga anzulegen und seine Spieler nicht zu den offiziellen Veranstaltung rund um den Pro Bowl reisen zu lassen.
Von Seiten der Saints, die ja auch Spieler haben, die in den Pro Bowl gewählt wurden, hat man übrigens noch nichts dazu gehört.
27. 01. 2010
Der Countdown läuft.
Nur noch fünf Wochen haben die NFL und die Spielergewerkschaft Zeit, sich auf einen neuen Tarifvertrag zu einigen.
Der seit 1987 existierende Vertrag wurde von der NFL einseitig gekündigt, und eine Einigung in dieser kurzen Zeit ist nicht in Sicht.
Damit wird für die kommende Saison die Gehaltsobergrenze der Teams wegfallen, was ein ziemliches Ungleichgewicht auslösen wird. Die Redskins und die Patriots werden als zwei der reichsten Teams davon profitieren. Sie können die Dollars nur so raushauen und sich Spieler einkaufen. Ärmere Teams, wie die Bills und die Jaguars werden nur noch die Krumen aufpicken können, die die reichen Teams liegen lassen.
Nach dieser Saison 2010, die von der Spielstärke her sehr unausgewogen werden könnte, folgt dann 2011... keine Saison. 2011 wollen die Teambesitzer die Spieler aussperren.
Das Ganze ist, natürlich, ein Kampf ums Geld. Allerdings wird hier auf sehr hohem Niveau gestritten, wenn die Milliardäre, also die Teambesitzer, gegen die Millionäre, die Spieler, ins Feld ziehen.
Die Teambesitzer wollen die Gehaltsobergrenze der Spieler um 20% kürzen. Das sehen die Spieler nicht ein, die die Einnahmen der Teams in die Höhe gehen sehen.
Eine Milliarde Dollar ist jedes Team im Durchschnitt wert. Die Zuschauerzahlen im Fernsehen schießen durch die Decke. Die Einnahmen der NFL und der 32 Mannschaften liegen in diesem Jahr etwa bei 6,5 Milliarden Dollar.
Eine Reduzierung der Spielergehälter um 20% würde somit einen zusätzlichen Gewinn von $800 Millionen pro Jahr bedeuten. Der noch laufende Vertrag sieht vor, daß die NFL 60% der Einnahmen als Spielergehälter ausschüttet. Das sehen die Clubbesitzer nicht mehr ein. Sie sagen, daß ihnen die Kosten davonlaufen und sie sich 60% nicht mehr leisten können. Bei Einnahmen von über sechs Milliarden pro Jahr, wohlgemerkt.
Droht uns also ein neues 1982 und 1987, die letzten Saisons, in denen die Spieler gestreikt haben?
Ja!
Aber nicht nur das droht. Die Clubs drohen damit, die Spieler 2011 auszusperren, wenn sie den Gehaltskürzungen nicht zustimmen.
Beides ist möglich und es gibt nur einen Hauptleidtragenden, den Fan. Dem ist es doch egal, ob ein NFL Spieler nun 20 Millionen pro Jahr verdient, oder doch nur 18 Millionen. Bei beidem würde er nicht gerade am Hungertuch nagen. Der Fan will seine Stars sehen, wie sie sich über den Platz prügeln, sonst nichts.
Aber, wen interessiert schon der Fan?
Bis Anfang März muss es einen neuen Vertrag geben, oder die Sache ist Geschichte. Am 5. März beginnt die Zeit, ab der die Free Agents auf den freien Markt wechseln. Dann beginnt der Bierterkampf, den sich nur die reichen Teams leisten können.
Dann beginnt das Trauerspiel, das nur einen Verlierer haben wird, den Fan.
Kurzberichte
Die Vikings lassen Brett Favre alle Zeit der Welt für seine Entscheidung, ob er zurückkommt oder nicht.
Wenn man ihn die Saison über so gesehen hat, hat der Mann dermaßen einen Spaß am Spiel, daß man fast mit einer Rückkehr rechnet.
Allerdings hat man ja im NFC Endspiel auch gesehen, wie sehr seine Frau auf der Tribüne gelitten hat, und vielleicht möchte sie nicht, daß ihr Mann sich diese Prügel noch mal antut.
Die Ärmste ist ja tausend Tode gestorben. Und mit ihrer Krebserkrankung ist sie ja auch nicht die Gesündeste. Vielleicht redet sie Brett ins Gewissen, ihr zuliebe auf seinen Spaß zu verzichten?
Eine Saison ohne Brett Favre wäre schrecklich, aber wir haben ja auch die erste Saison ohne Dan Marino, Dan Fouts und Joe Montana überlebt.
Irgendwann ist immer das letzte Mal.
Die Raiders haben einen neuen Offensive Coordinator, Hue Jackson.
Er sorgte dafür, daß sich Joe Flacco in Baltimore gut entwickelte. Jetzt soll er das in Oakland mit JaMarcus Russell machen.
Das wird natürlich ein hartes Stück Arbeit, denn im Gegensatz zu Flacco, der eine entsprechende Arbeitsmoral und Lernbereitschaft hatte, weiß man ja, daß Russell und Arbeit zwei Dinge sind, die sich feindlich gegenüber stehen.
Auf Deutsch gesagt, der Quarterback der Raiders ist eine faule Sau, der gerne zu spät zum Training erscheint und als erster unter die Dusche springt, wenn der Feierabend ruft.
Der Sieg der Saints im NFC Endspiel hat dafür gesorgt, daß ein weiteres Team von der Liste derer genommen wird, die noch nie in einem Super Bowl standen.
Auf dieser Liste der Erfolglosen sind jetzt nur noch vier Teams, die Detroit Lions und die Cleveland Browns, die beide zusammen schon über 130 Jahre in der NFL zusammenbringen und die Houston Texans und die Jacksonville Jaguars, die beide ja noch recht junge Teams sind.
Colts Präsident Bill Polian hat klar und deutlich formuliert, was er davon hält, den Pro Bowl vor dem Super Bowl auszutragen. Er hält das für Blödsinn und für eine Ablenkung für seine Spieler.
Seine sieben Pro Bowl Teilnehmer müssen zum Pro Bowl fliegen, um an der Zeremonie vor dem Spiel und anderen Veranstaltungen teilzunehmen.
Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden die Colts trainieren, dann steht ein freies Wochenende bevor. Die Pro Bowl Spieler der Colts werden an diesem Wochenende nach Miami fliegen müssen und können sich nicht ausruhen, wie es eigentlich vorgesehen ist.
Der Rest der Mannschaft wird am Montag nach Miami fliegen und Polian überlegt noch, ob die Pro Bowler schon vor Ort bleiben sollen, oder ob sie Sonntagabend zurückfliegen und Montag mit dem Team wieder nach Miami fliegen.
Hier muss sich aber jetzt Herr Polian fragen lassen, was es denn da zu überlegen gibt.
26. 01. 2010
Kurzberichte
Die Raiders wissen immer noch nicht, ob sie Tom Cable (Bild) als Head Coach behalten oder ihn feuern sollen?
Sichern und weitersuchen, nennt man das wohl.
Cable bleibt wohl solange im Amt, bis die Raiders einen anderen gefunden haben, der unter Al Davis so tut, als hätte er was zu sagen.
Letzten Sonntag hätten die amerikanischen TV-Sender, die kein Championshipspiel übertragen haben, getrost Strom sparen und ihre Sender abschalten können.
Der 31:28 Overtime-Hammer auf FOX war die meistgesehene Fernsehsendung seit dem Serienende von Seinfeld, 1998. 57,9 Millionen Zuschauer fieberten mit Brett Favre und Drew Brees.
Nur das NFC Finale zwischen den 49ers und den Cowboys 1982 hatte mehr Zuschauer, als dieses Finale.
Aber auch CBS konnte sich freuen, denn 46,9 Millionen Zuschauer verfolgten das Spiel der Jets in Indianapolis.
Seit 1986 hatte kein AFC Endspiel mehr so viele Zuschauer.
25. 01. 2010
Die Championshipspiele
„Oh when the Saints go marching in“ ihren ersten Super Bowl. Die lange Durststrecke der treuen und phantastischen Fans hat ein Ende, die Heiligen sind im Spiel der Spiele.
Die Vikings haben aber auch alles getan, um den Saints den Feiertag nicht zu vermiesen. Fünf Ballverluste, darunter zwei Interceptions von Brett Favre, waren zuviel des Schlechten.
Ohne diese Ballverluste wären bestimmt die Vikings als Sieger vom Platz gegangen, aber hätte, wäre, könnte.
Den entscheidenden Ballverlust leistete sich Brett Favre 14 Sekunden vor Spielende, als er die Vikings in Field Goal Reichweite hätte bringen können.
Waren es die Schmerzen, die er verspürte, nachdem die Saints ihn brutal über den Platz geprügelt hatten?
War es die totale Erschöpfung, die aus jeder seiner Bewegungen sprach?
Eine Mischung aus beidem wird es gewesen sein.
Favre warf den Ball gegen seine Laufrichtung in die Mitte des Spielfelds, also genau die Sorte Pass, die man einem Anfänger sofort abgewöhnt.
Tracy Porter kam vor Rice an den Ball, für den der Pass gedacht war, und nahm Minnesota so die Chance auf das Field Goal zum Sieg.
Übrigens waren auch die letzten Pässe, die Favre für die Packers und die Jets warf, Interceptions.
Beim Stand von 28:28 in einem Spiel, das Alles hielt, was man sich vorher davon versprochen hatte, ging es in die Verlängerung.
Hier gewann New Orleans den Münzwurf und marschierte an die 22 der Vikings. Auf dem Weg dorthin mussten sie einen vierten Versuch und 1 in einen neuen First Down umwandeln.
Garrett Hartley nahm Maß und setzte seinen Field Goal Versuch genau in die Mitte der Torstangen.
Was sich danach im Stadion und in den Straßen der von Katrina gebeutelten Stadt abspielte, war unbeschreiblich.
Die Saints haben es nach Jahrzehnten, in denen sie zu den lächerlichsten Teams der Liga gehörten, in den Super Bowl geschafft.
Hier treffen sie auf die Colts, denn...
Indianapolis steht mit Peyton Manning zum zweiten Mal in einem Super Bowl.
Wieder ist das Spiel der Spiele in Miami, wieder ist Indianapolis dabei. Doch es war ein hartes Stück Arbeit für die Colts, die Jets zu Boden zu ringen.
New York führte schon 17:6, bevor Peyton Manning die Verteidigungsformationen der Jets analysiert hatte, und effizient gegen sie vorgehen konnte.
Danach war das Spiel für New York gelaufen, das keine weiteren Punkte mehr machte.
Daß der Sieg am Ende mit 30:17 doch recht deutlich ausfiel, ist der Erfahrung der Colts zu verdanken, die schon öfter in einem AFC Endspiel standen und die diese Erfahrung ausnutzen und in einen Sieg ummünzen konnten.
Außerdem haben sie in der Saison sieben Mal zur Halbzeit zurückgelegen und noch gewonnen, diese Situation war also für sie völlig normal.
Die Wide Receiver Austin Collie und Pierre Garcon hatten beide sehr großen Anteil am Spiel und dem Erfolg der Colts.
Collie fing 7 Pässe für 123 Yards und Garcon stellte mit 11 gefangenen Pässen für 151 Yards einen neuen Rekord im AFC Endspiel auf.
Doch die Jets haben bewiesen, daß sie mit ihrem Rookie- Quarterback und ihrem Rookie- Head Coach zurecht in dieses Spiel gekommen waren.
Nächstes Jahr muss man die Jets auf der Rechnung haben, mit der Erfahrung, die sie in der abgelaufenen Saison gesammelt haben.
Doch in dieser Saison waren die Fohlen noch eine Nummer zu groß für die Düsenjäger.
Die Buchmacher in Las Vegas sehen die Colts mit vier Punkten als Favoriten im Super Bowl.
Als größten Faktor bei der Berechnung sahen sie den Vorteil bei Indianapolis, weil die schon einmal im Super Bowl standen.
Nur ein Spiel in London
Die NFL hat entschieden 2010 kein zweites Spiel in London auszutragen.
Die Partie der Broncos bei den 49ers bleibt das einzige Spiel in Old England.
23. 01. 2010
Kurzberichte
Der harte Hit von Ray Lewis (Bild) auf Colts Wide Receiver Austin Collie im zweiten Viertel des Spiels letzten Sonntag kostet Lewis $5.000.
Der mörderische Linebacker hätte unnötige Härte angewandt und er hatte den Angriff zudem mit dem Helm voran geführt.
Jerry Jones möchte Miles Austin einen langfristigen Vertrag geben.
Der Wide Receiver, der ungedraftet ins Team kam, wurde im Verlauf der Saison zum Nr. 1 Receiver der Cowboys und er wurde in den Pro Bowl gewählt.
Er fing 81 Pässe für 1.320 Yards und 11 Touchdowns, eine enorme Steigerung gegenüber 2008, als er nur 13 Pässe für 278 Yards und 3 Touchdowns fing.
Aber auch den unwirksamen Roy Williams will der Besitzer der Cowboys behalten.
Der teuer bezahlte Williams fiel vor allem durch fallengelassene Bälle auf und fing nur 38 Pässe. Aber der teure Vertrag, den er erhielt, macht es fast unmöglich den Versager zu feuern. Jerry Jones hat auch noch die Hoffnung, daß die viele Kritik, die Williams hat einstecken müssen, ihn zum härteren an sich Arbeiten bewegt und er doch noch ein guter Receiver für Dallas wird.
Nach 12 Jahren hängt Bertrand Berry seine Footballschuhe an den Nagel.
Der Defensive End der Arizona Cardinals gab im Alter von 34 Jahren seinen Rücktritt bekannt.
Drei Jahre spielte er jeweils in Indianapolis und Denver, bevor er die letzten sechs Jahre bei den Cardinals spielte.
Es sind noch drei Monate bis zur Draft, doch die Analysten sind natürlich schon fleißig. Sie haben sich das Material, das auf dem Markt ist, angesehen und sind zu dem Schluß gekommen, daß kein Quarterback es wert ist, an erster Stelle einberufen zu werden.
Neunmal in den letzten 12 Drafts wurde ein Quarterback als erster einberufen. Doch was dieses Jahr auf den Markt kommt, ist nur Durchschnittsware.
Ein Defensive Tackle könnte dieses Jahr die Nr. 1 sein, und zwar Ndamukong Suh aus Nebraska oder Gerald McCoy aus Oklahoma.
22. 01. 2010
Kurzberichte
Die Cowboys haben den Vertrag mit Head Coach Wade Phillips (Bild) bis zum Ende der Saison 2011 verlängert.
Dallas hat mit Phillips zweimal die NFC East gewonnen, die wohl härteste Division der Liga. In diesem Jahr gab es zudem den ersten Sieg in einem Playoffspiel seit 1996.
In der nächsten Runde sahen die Cowboys allerdings wie ein Opferlamm, das zur Schlachtbank geführt wird aus, nicht wie ein professionelles Footballteam.
Seine Bilanz inklusive Playoffs ist 34:17.
Ob Dallas mit Phillips den Super Bowl im eigenen Stadion nach der kommenden Saison erreicht, darf bezweifelt werden.
Schon mal auf die Internetseite der Jets gesehen, in dieser Woche?
Wer Fanartikel kaufen möchte, die die Jets als Sieger der AFC 2009 ausweisen, der sollte mal nachsehen. Die Jets zeigen ihre Überzeugung, daß es nur einen geben kann, sehr deutlich. Zwar ist das Spiel gegen die Colts noch zu gewinnen, aber das scheint nur noch eine Formsache zu sein.
Die Colts selber bieten Fanartikel mit dem Aufdruck: „Go Colts, Good luck in the AFC championship“, an.
In New York grassiert das Jets-Fieber.
Der Bürgermeister der Multimillionen Stadt benannte, inoffiziell, Manhattan in „Revis Island“ um.
Damit möchte er den wichtigsten Spieler des Teams, Pro Bowl Cornerback Darrelle Revis ehren.
Am Times Square enthüllte er ein Straßenschild mit dem Namen „Revis Island“, das solange stehen bleiben soll, wie die Jets in den Playoffs bleiben.
Am Montag könnte es also vielleicht schon wieder abgebaut werden.
Bei den Saints konnten Safety Darren Sharper, Wide Receiver Robert Meachem und Tight End Jeremy Shockey nicht trainieren.
Sharper und Shockey sind am Knie verletzt und gerade Sharper, der Quarterback der Defense, würde schmerzlich vermisst werden.
Head Coach Sean Payton ist aber zuversichtlich, daß alle drei werden spielen können.
21. 01. 2010
Super Bowl III - ein Omen?
Vor dem dritten Super Bowl sagte Jets Quarterback Joe Namath (Bild): „Wir werden dieses Spiel gewinnen, das garantiere ich Ihnen.“
Gegner damals, die Colts. Die spielten da noch in Baltimore und in der NFC.
Jetzt stehen sich die Jets und die Colts im AFC Endspiel gegenüber und Joe Namath traut seinen Jets absolut einen Sieg zu. Er glaubt, daß die Jets, genau wie damals, zu sehr unterschätzt werden. Das Team wisse aber, was es können, und es glaubt an sich. Es hat bewiesen, daß es gewinnen kann.
Da ist Dwight Freeney etwas anderer Meinung. Der Defensive End der Colts weist darauf hin, wie gut Indianapolis New York im Griff hatte, bevor sie in Woche 16 ihre Starter aus dem Spiel nahmen.
15:10 führten die Colts zu diesem Zeitpunkt, bevor sie mit den Ersatzleuten 29:15 verloren.
Wenn Peyton und der Rest weitergespielt hätten, meint Freeney, wäre das Ganze etwas anders verlaufen.
So oder so, ohne die Trickserei der Colts mit den Startern wären die Jets erst gar nicht in die Playoffs gekommen. Hier haben sie sich bisher schon beachtlich weitergekämpft.
Die Fohlen müssen aufpassen, daß ihnen die Jets nicht den Hintern versohlen. Die Defense hatte den eigentlich beachtlichen Angriff der Chargers sehr gut im Griff. Natürlich ist Peyton Manning als Quarterback ein ganz anderes Kaliber, als Philip Rivers, aber die von Darrelle Revis gedeckte Anspielstation ist aus dem Spiel.
Auf der anderen Seite ist die Offense der Jets nicht gerade ein Überflieger, die Defense der Colts aber eine der besten der Liga.
Auch wenn Indianapolis „das schlechteste 14-0 Team aller Zeiten„ war, ein knapper Sieg der Colts sollte drin sein.
Die NFL vor dem Kongreß
Die Spieler der NFL schalten den Kongress ein. Sie wollen, daß die Politiker die Liga daran hindern, die Spieler nach der folgenden Spielzeit auszusperren.
Die Spieler haben den Verdacht, daß die Tarifverhandlungen von den Vertretern der NFL absichtlich in Richtung Mißerfolg geführt werden, um die Spieler aussperren zu können.
Die Spieler verlangen weiterhin, daß 60% der Einnahmen aller Teams als Spielergehälter ausgeschüttet werden. Das ist den Teambesitzern zuviel.
Doch kann es sich eine der beiden Seiten überhaupt leisten, die Saison 2011 zu gefährden?
Die finanziellen Verluste wären immens und die Fans würden sich wütend von der Liga abwenden. Was wäre mit den Beschäftigten in und um die Stadien herum, die abhängig sind von den Spielen?
Würde die NFL wieder Ersatzspieler beschäftigen, wie sie es bei dem Spielerstreik in den frühen achtziger Jahren schon einmal praktizierte, als irgendein John Doe Pässe anstelle von Dan Marino warf?
Sogar die Draft im Jahr 2011 wird von der NFL in Frage gestellt.
Die Teambesitzer werfen der Spielergewerkschaft vor, jetzt zuviel Zeit vor dem Kongress zu vertrödeln, anstatt zügig weiterzuverhandeln.
20. 01. 2010
Kurzberichte
Die Bills haben einen neuen Head Coach gefunden.
Nach langer Suche und vielen Absagen konnten sie Chan Gailey (Bild) verpflichten.
Als Head Coach der Cowboys brachte er das Team 1998 und 1999 in die Playoffs, wo sie allerdings kein Spiel gewinnen konnten.
Seine Bilanz in Dallas waren magere 18-14 Siege.
Zuletzt war er Offensive Coordinator der Chiefs, wurde aber im August, kurz vor Saisonstart, gefeuert.
„Ich wäre überrascht, wenn wir gegen die Colts verlieren würden,“ sagte Rex Ryan der Presse.
Der Head Coach der Jets ist mehr als zuversichtlich und sieht sein Team als klaren Favoriten für das Spiel gegen Indianapolis.
Auch gegen die Chargers sah er sein Team schon als Favoriten und stand damit ziemlich allein da. Jetzt steht er im AFC Endspiel und versprüht weiter Optimismus.
Und der Head Coach der Cowboys ist... weiterhin Wade Phillips.
Jerry Jones möchte den Vertrag mit Phillips nicht nur erfüllen, sondern sogar über die nächste Saison hinaus verlängern.
Noch sind zwar einige Punkte zu klären, aber im Großen und Ganzen ist die Sache in trockenen Tüchern.
2009 war Mike Nolan der Defensive Coordinator in Denver und machte die Verteidigung der Broncos in jeder Kategorie besser. 2008 war die Defense 29. in der Liga, 2009 stand sie auf Platz 7.
Nach der Saison sagte Nolan jedoch, daß er die Broncos verlassen möchte. Einige Teams nahmen Kontakt mit ihm auf und die Dolphins machten das Rennen.
Deren Verteidigung ließ 2009 im letzten Viertel 140 Punkte zu. Nolan soll nun seine 3-4 Defense in Miami installieren, die die Broncos soweit nach vorne brachte.
Giants Besitzer John Mara sieht eine Saison ohne Gehaltsobergrenze auf die Liga zukommen. Nach seiner Einschätzung entfernen sich die Verhandlungspartner eher voneinander, als daß sie sich einander annähern.
Die Spieler wollen einen Vertrag, der entweder dem existierenden gleichkommt, oder sogar besser ist.
Das sehen die Besitzer nicht ein. Sie sind der Meinung, daß die Kosten für sie immer höher werden, die Einnahmen aber sinken. Das würden die Spieler nicht bedenken.
Der letzte Teambesitzer, der so frei über die laufenden Verhandlungen sprach, war Jerry Jones. Der musste daraufhin eine Strafe von $100.000 zahlen.
Die NFL hat 53 Spielern aus den Colleges die Erlaubnis gegeben vorzeitig in die Draft einzutreten.
Das heißt, daß diese Spieler nur drei Jahre im College gespielt haben, statt vier. Diese 53 Spieler haben alle eine schriftliche Bitte um eine frühere Teilnahme eingereicht, der entsprochen wurde.
19. 01. 2010
Kurzberichte
Überraschung in San Diego.
Obwohl Norv Turner (Bild) erneut bewiesen hat, daß er es nicht kann, wurde sein Vertrag bis zum Ende der Saison 2013 verlängert.
Nur 24 Stunden nach der Niederlage gegen die Jets wurde der Vertrag unterzeichnet.
Man muss ihm zugute halten, daß die Chargers eine sehr gute Saison spielten und ein Aufwärtstrend war zu erkennen, dennoch sind sie letztlich wieder gescheitert.
Vikings Defensive End Ray Edwards hat eine Bänderdehnung im rechten Knie.
Sein Einsatz gegen die Saints soll aber nicht gefährdet sein.
Edwards hatte drei der sechs Sacks gegen Tony Romo und würde schmerzlich vermisst werden.
LaDainian Tomlinson denkt über seinen Rücktritt nach.
Der Running Back der Chargers, der in diesem Jahr keine Playoffallergie hatte und tatsächlich in der Divisional Playoff Runde antrat, ist sehr enttäuscht über das Ausscheiden seines Teams.
Mit nur 730 Laufyards in der Saison blieb Tomlinson zum ersten Mal unter der 1.000 Yards Marke.
Vielleicht kommt er mit einem Rücktritt auch nur seiner Entlassung zuvor, denn die Chargers werden seine nach unten zeigende Leistungskurve kritisch begutachten.
18. 01. 2010
Divisional Playoffs - Tag 2
Mit einer Leistung, die nur mit dem Wort Frechheit umschrieben werden kann, verabschiedete sich Dallas aus den Playoffs.
Die Offenseline wurde von der Vikings Defense in einem Maße beherrscht, daß man Angst um Tony Romo haben musste, der bei fast jedem Passversuch einem Verteidiger Auge in Auge gegenüberstand und ein ums andere Mal in den Turf des Metrodomes gerammt wurde.
Das kann man auch nicht damit erklären, daß Flozell Adams früh wegen einer Unterschenkelverletzung ausfiel. Auch mit ihm hätte die purpurne Lawine, die auf den Quarterback der Cowboys zurollte, nicht gestoppt werden können.
Auf der anderen Seite war die Verteidigung der Cowboys nicht in der Lage, die Offense der Vikings zu stoppen. Die hatte ihre Hausaufgaben gemacht und wußte genau, wie sie Dallas auszuspielen hatte.
Der wahnsinnig gut aufgelegte Brett Favre (Bild) konnte in seinem vierten Playoffspiel gegen Dallas seinen ersten Sieg verbuchen, der auch in der Höhe von 34:3 voll in Ordnung ging.
Cowboys Linebacker Keith Brooking sieht das allerdings etwas anders. Beim Stand von 27:3 hatten die Vikings 115 Sekunden vor Spielende einen vierten Versuch und 3 Yards zu gehen. Die Vikings spielten den Versuch aus und Brett Favre machte einen 11 Yards Touchdownpass daraus.
Darüber regte sich Brooking furchtbar auf. Die Vikings hätten unnötigerweise das Ergebnis hochgeschraubt, das wäre Respektlos und hätte keine Klasse.
Ein Tipp an Mr. Brooking: „Einfach besser spielen und es erst gar nicht zu so einer Situation kommen lassen. Man hätte Minnesota ja mal stoppen können.“
Jerry Jones sagte nach dem Spiel, daß er noch keine Entscheidung über die Zukunft seiner Trainer getroffen habe.
Recht hat er, an einem Tag, an dem das ganze Team eingestampft und als Sondermüll entsorgt gehörte, sollte man erst mal seine Gedanken sammeln.
New York erlebte einen Erfolg im sonnigen San Diego. Die Defense der Jets hatte den Angriff der Chargers gut im Griff und einige Glücksspielzüge der Offense sorgten für die einzige Überraschung des Wochenendes.
Allerdings bedurfte es auch der Hilfe des Chargers Kickers Nate Kaeding, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Er ist eigentlich als einer der zuverlässigsten Kicker der Liga bekannt und spielt für die AFC im Pro Bowl. Aber zum ersten Mal in seiner Karriere verschoss er in einem Spiel drei Field Goals, eines davon allerdings aus 57 Yards. Die beiden anderen vergab er aber aus machbaren Distanzen von 36 und 40 Yards.
Bei dem knappen Endergebnis von 17:14 für die Jets war er also der Matchloser.
Jetzt könnte New York für einen echten Lacher sorgen. Die Jets kamen nur in die Playoffs, weil die Colts gegen sie in Woche 16 ihre besten Leute schonten.
Wenn die Jets Defense im AFC Endspiel Peyton Manning in Schach hält, und die Offense wieder einige Glücksspielzüge abliefert, könnte sich das Spiel als Unheilbringer für Indianapolis erweisen.
Gaines Adams, ein Defensive Lineman der Bears, verstarb am Sonntag im Alter von 26 Jahren.
Als Todesursache wurde ein plötzlicher Herzstillstand angegeben. Toxikologische Untersuchungen sollen aber noch vorgenommen werden. Deren Ergebnisse werden allerdings erst in etwa zwei Monaten vorliegen.
17. 01. 2010
Divisional Playoffs - Tag 1
Die Arizona Cardinals haben einen neuen NFL Rekord aufgestellt.
Nie zuvor hat eine Mannschaft in zwei aufeinanderfolgenden Playoffspielen so viele Punkte zugelassen. Nachdem sie gegen die Packers 45 Punkte erlaubten, kassierten sie von den Saints noch mal 45.
Im Gegensatz zu dem Spiel gegen Green Bay hätten sie gegen New Orleans aber besser ihre Verteidigung mitgebracht, denn die Saints hatten ihre dabei.
Sie hatte die Angriffsreihe der Cardinals voll im Griff und Kurt Warner hatte viele Gelegenheiten, sich den Kunstrasen im Superdome aus allernächster Nähe anzusehen.
Die Saints machten da weiter, wo die Packers aufhörten, sie übten nicht nur Druck auf Warner aus, ohne ihn zu berühren, nein, sie knallten Warner immer wieder zu Boden.
Das zahlte sich aus, denn Warner ließ mehr und mehr nach. Nur 14 Punkte standen am Schluß für Arizona auf der Ergebnistafel, ein Touchdown davon war ein 70 Yards Touchdownlauf von Tim Hightower im ersten Spielzug des Spiels.
Die Saints hatten zwar die letzten drei Saisonspiele verloren, schüttelten die Gedanken daran aber ab und legten los, wie sie in die Saison gestartet waren.
Nachdem sie gegen die hilflose Verteidigung der Cards 45 Punkte erzielt hatten, schalteten sie zwei Gänge herunter und ließen das Spiel locker auslaufen, um sich für das Championshipspiel nächste Woche gegen Dallas oder Minnesota zu schonen.
Bitter für Arizona war der Verlust von Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie und Antrel Rolle, die beide früh verletzt wurden und ausfielen. Bei Rodgers-Cromartie besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss.
Es wird übrigens das erste Championshipspiel im Superdome sein, der zwar schon viele Super Bowls gesehen hat, aber noch kein NFC Endspiel.
In Indianapolis zeigte es sich, daß es kein Fehler ist, die Starter zu schonen. Zum ersten Mal nach einer Freiwoche kamen die Colts auf den Platz und gewannen.
Die Ravens machten es Indianapolis aber auch nicht schwer. Die Defense schien ihr Pulver gegen die Patriots verschossen zu haben und der Angriff... welcher Angriff. Joe Flacco war schon gegen New England nur ein schlechter Witz, in Indianapolis hatte er rein gar nichts zu melden. Und das Laufspiel, das in New England noch so gut funktionierte, wurde von den Colts gestoppt.
Schon zur Halbzeit stand es 17:3 für die Colts, die nach der Halbzeit nur noch das Ergebnis verwalteten und ein weiteres Field Goal zum Endstand von 20:3 erzielten.
Buffalo ist wohl nicht das attraktivste Team der NFL, denn wie sonst ist es zu erklären, daß sie bei der Suche nach einem neuen Head Coach nur Absagen kassieren?
Bisher fünfter und letzter Akt war nun Jim Harbaugh, der Head Coach der Stanford Universität und Bruder von Ravens Coach John, der dankend den Job ablehnte.
Zum besten Head Coach der abgelaufenen Saison wurde Marvin Lewis gewählt.
Überraschend führte er seine Bengals zum Sieg der AFC North und in die Playoffs, wo allerdings schon im Wild Card Spiel Endstation war.
16. 01. 2010
Kurzberichte
Die Saints haben ihre Offense aufgepolstert. Sie verpflichteten - erneut - Deuce McAllister (Bild).
Der Running Back war in der abgelaufenen Saison nicht aktiv, soll aber Pierre Thomas ersetzen, der sich im Training an den Rippen verletzte.
Sein Einsatz soll zwar nicht gefährdet sein, aber, falls doch...
Raiders Head Coach Tom Cable weiß immer noch nicht, ob er seinen Job behält.
Auch nach einem ersten Treffen mit Al Davis wurden keine klaren Worte ausgesprochen.
Davis wirft ihm vor, es nicht geschafft zu haben, aus dem arbeitsunwilligen JaMarcus Russell, einen NFL-tauglichen Quarterback zu machen.
In 16 Spielen erzielten die Faders nur 17 Touchdowns und die siebte Saison in Folge mit 11 Niederlagen ist neuer NFL Rekord.
Na, wenigstens ein Rekord war drin.
Im Vorstand der NFL rauchen die Köpfe, aber eine Lösung für die Wettbewerbsverzerrung zum Saisonende ist noch nicht gefunden.
Roger Goodell und seine Leute überlegen hin und her, was die Liga gegen die Playoffteams, die zum Schluß der Saison ihre Starter schonen, machen kann.
Strafmaßnahmen will man auf keinen Fall verhängen. Eher tendiert man dazu, Teams, die ihre Starter spielen lassen, mit einer weiteren Wahlmöglichkeit in der Draft zu belohnen.
Roger Goodell möchte auf jeden Fall erreichen, daß die Teams auch am Ende der Saison ihre besten Spieler einsetzen.
Am 31. Oktober 2010 sind die 49ers das Heimteam im Wembleystadion und als Gast empfangen sie die Denver Broncos.
Dieses Spiel könnte nicht das Einzige sein, das in diesem Jahr in Groß Britannien stattfindet.
Die Liga denkt immer noch über ein zweites Spiel nach. Dieses Spiel muss nicht unbedingt in London stattfinden, wie die Liga betonte. Auch Manchester und Glasgow sind im Gespräch.
Nur vom Festland und einem Spiel in der Mitte Europas mit einem riesen Zuzugsgebiet, davon reden die Typen nicht.
Dämlich, echt dämlich!
Hurra, die Bengals haben einen Pro Bowl Teilnehmer.
Chad 85, der sich immer noch nicht wieder in Johnson umbenannt hat, wird für den verletzten Wes Welker nachrücken.
15. 01. 2010
Kurzberichte
Nach sechs Jahren hat Dean Pees (Bild) in New England gekündigt.
Pees war vier Jahre der Defensive Coordinator der Patriots. Nach dem 14:33 Debakel gegen die Ravens sagte er dem Vorstand, daß er seinen Vertrag, der Ende Januar ausläuft, nicht verlängern möchte.
Während des Spiels gegen Houston am 3. Januar verließ der 60-jährige seinen Platz an der Seitenauslinie, weil er Atembeschwerden hatte. Er kam ins Krankenhaus und wurde am nächsten Tag zurück nach New England geflogen.
Während seiner vier Jahre als Defensive Coordinator erlaubte die Verteidigung der Patriots pro Spiel weniger als 20 Punkte. In diesem Jahr lag der Schnitt bei nur 17,8 Punkten, aber das Team gab zweimal große Führungen im letzten Viertel auf und verlor die Partien.
Der Bus weiß Bescheid.
Jedenfalls teilte Jerome Bettis der Presse mit, daß sein ehemaliger Head Coach, Bill Cowher, gerne Head Coach der Giants würde.
Bettis, Ex- Running Back der Steelers, ist überzeugt, daß Cowher der nächste Cheftrainer der Giants wird.
Zwar hatten die Bills sich um Cowher bemüht, doch der will nur zu einem Team gehen, das einen guten Quarterback hat, und den gäbe es bei den Giants.
Allerdings sitz in New York noch Tom Coughlin im Sattel, und trotz der verkorksten Saison stehen die Zeichen nicht darauf, daß die Giants ihn feuern.
Es steht 2-1-0 gegen Philip Rivers.
Der Quarterback der Chargers gehörte zusammen mit Ben Roethlisberger und Eli Manning zu den drei Quarterbacks, die als erste in der Draft 2004 einberufen wurden. Big Ben hat seitdem zwei Super Bowls gewonnen, Eli Manning einen.
Jetzt sieht Rivers seine Zeit gekommen: „Diese Typen sind großartige Spieler,“ sagte er, „Beide haben Super Bowls gewonnen, doch ich habe noch viel Football in mir und das Buch ist noch nicht zuende geschrieben.“
Roethlisberger und Manning sind in dieser Saison schon aus dem Rennen, das ist die Gelegenheit für Rivers.
In dieser Saison hat er das Team voll auf seine Schultern geladen und passte es von Sieg zu Sieg.
14. 01. 2010
Kurzberichte
Der beste Offensive Spieler der Saison ist Chris Johnson.
Der Running Back der Titans stellte mit 2.509 Gesamtyards von der Line of Scrimmage einen neuen NFL Rekord auf.
Mit seinen 2.006 Laufyards wurde er der sechste Spieler der NFL, der die 2.000 Yards-Marke knackte.
Die Chiefs verpflichteten Romeo Crennel als Defensive Coordinator.
Crennel hatte sich bei den Browns als Head Coach versucht, führte das Team aber immer weiter in die Niederungen der Bedeutungslosigkeit.
Als Defensive Coordinator soll er nun den Chiefs den Weg zum Gipfel weisen.
Die Colts haben seit Mitte Dezember kein Spiel mit Bedeutung mehr ausgetragen.
In das Spiel gegen die Ravens werden sie also gut ausgeruht gehen. Aber werden sie nicht aus den Rhythmus gekommen und eingerostet sein?
Die Gefahr besteht!
Die Verletztenliste hat sich in der Zeit der Ruhe jedenfalls gelichtet. Laut Peyton Manning ist das Team sehr gut vorbereitet und trainiert.
Baltimore ist von den Patriots im Wild Card Spiel überhaupt nicht gefordert worden und hat bewiesen, wie mörderisch gut die von Ray Lewis geführte Defense drauf ist.
Für sie war das Spiel nur ein Training für die Begegnung mit Indianapolis.
Am Samstag wird man sehen, wie gut die Colts nach ihrer langen Pause in Schuss sind.
Tony Romo wuchs in Burlington, Wisconsin, auf. Sein großes Idol war der Quarterback der Packers, Brett Favre.
Als Romo in die NFL kam sahen viele Analysten Ähnlichkeiten zum Spiel Favres. Bewegungen, Pässe, die besser nicht geworfen worden wären, vieles erinnerte an Brett Favre.
Am Sonntag steht der Bewunderer seinem Idol gegenüber, wenn es um den Einzug ins NFC Endspiel geht.
Bleibt zu hoffen, daß Romo nicht in Ehrfurcht erstarrt.
Die Statistiken der beiden aus der abgelaufenen Saison:
|
NAME |
TEAM |
VERS |
VOLLST |
YDS |
VERV% |
DURCH |
TD |
TD% |
INT |
INT% |
LG |
SK/YDS |
RATING |
|
B. Favre |
Minnesota |
531 |
363 |
4202 |
68.4% |
7.91 |
33 |
6.2% |
7 |
1.3% |
63 |
34 / 247 |
107.2 |
|
T. Romo |
Dallas |
550 |
347 |
4483 |
63.1% |
8.15 |
26 |
4.7% |
9 |
1.6% |
80 |
34 / 196 |
97.6 |
13. 01. 2010
Kurzberichte
Gerüchten zufolge soll NFL Chef Roger Goodell die Jaguars als Heimteam für ein Spiel in London auserkoren haben.
Doch Wayne Weaver, der Besitzer des Teams, weigert sich, ein Heimspiel zu opfern, obwohl die Ränge im Stadion der Jaguars oft sehr spärlich besetzt sind.
Als Heimteam für das zweite Spiel sind die 49ers im Gespräch.
Hat Goodell da auch die Rechnung mit den Fans in England gemacht?
Die Jaguars dürften auch dort nicht automatisch die Ränge füllen, denn das „Hey, die NFL kommt, da sind wir dabei, das ist prima“ lässt ja so langsam nach und die Fans auf der Insel werden auch wählerischer.
Die 49ers haben im Königreich immer noch einen sehr guten Ruf aus vergangenen Zeiten, die dürften ihr Publikum finden.
Ravens Quarterback Joe Flacco zog sich im Spiel gegen New England eine Rippenprellung zu.
Im Training agiert er sehr vorsichtig, sein Einsatz gegen die Colts ist aber nicht gefährdet.
Gegen die Packers musste Anquan Boldin aussetzen. Der Wide Receiver der Cardinals war am Knie und am Knöchel verletzt.
Gegen die Saints rechnet er aber wieder mit seinem Einsatz, um im nächsten erwarteten Shootout dabei zu sein.
Nach dem Spiel gegen die Packers, in dem es das höchste Ergebnis überhaupt in einem Playoffspiel gab, sollte auch bei der Partie der Cards in New Orleans die Ergebnistafel brennen.
Zum besten Verteidiger der abgelaufenen Saison wurde Charles Woodson gewählt.
Der Cornerback der Packers fing neun gegnerische Pässe ab und trug drei davon zu Touchdowns zurück.
12. 01. 2010
Kurzberichte
Aaron Rodgers (Bild) denkt mehr über die eigenen Fehler nach, als die der Schiedsrichter. Die übersahen nämlich ein Facemask gegen ihn, beim entscheidenden Touchdown in der Verlängerung.
Michael Adams, der ihm den Ball aus der Hand schlug, hatte seine rechte Hand fest am Gesichtsgitter des Packers Quarterbacks, eine klare 15 Yards-Strafe, die den Touchdown egalisiert hätte.
Natürlich hatte der Oberschiedsrichter Mike Pereira eine Entschuldigung für seine Crew, die dort versagt hat, parat. Adams hätte ja die Hand nur am Gesichtsgitter des Quarterbacks gehabt. Er habe weder an dem Gitter gezogen und schon gar nicht dafür gesorgt, daß sich der Kopf bewegt. Deshalb wäre keine Strafe verhängt worden.
Eine miserable Entschuldigung in Zeiten, in denen die Quarterbacks allein schon gegen verbotenes Anatmen geschützt werden.
Eine ganz schwache Entschuldigung, Mr. Pereira.
Doch Rodgers denkt darüber, wie gesagt, nicht so sehr nach, wie über die Fehler, die er selber machte und die das Spiel mitentschieden haben.
Am Sonntag reist Marion Barber mit seinem Team in seinen Heimatstaat Minnesota.
Ob, und wenn ja, wie lange der Running Back der Cowboys wird spielen können, hängt von seinem verletzten Knie ab.
Schon gegen die Eagles sah Barber nach drei Laufversuchen nur noch zu, wurde aber Gott sei Dank auch nicht gebraucht.
Da kann Dallas glücklich sein, daß sie Felix Jones haben, der richtig gut drauf ist, denn auch Tashard Choice ist angeschlagen, was die Wahl der Spieler, die den Gegner rasieren, einschränkt, wenn auch Barber nicht spielen kann.
Choice fühlte sich nach einem harten Hit gegen ihn schwummerig, glaubt aber nicht, daß er eine Gehirnerschütterung hat, die ihn vom Einsatz abhalten wird.
11. 01. 2010
Wild Cards - Tag 2
Buhs gegen die Patriots in einem Playoffheimspiel?
Ja, und zwar berechtigte.
Nach 15 Minuten stand es 24:0 für die Besucher aus Baltimore. Die Patriots agierten, als wären sie gar nicht darauf eingestellt, ein Spiel zu bestreiten. Patsch, patsch, patsch hauten die Ravens ihnen die Punkte um die Ohren.
Das Debakel, in dem das Spiel für New England endete, ist nur dadurch zu erklären, daß Tom Brady (Bild) schlimmer verletzt war, als es Head Coach Belichick zugab. Brady lieferte das schlimmste Spiel seiner Karriere ab, so schlecht hätte er gesund niemals agieren können. Er war für vier Ballverluste verantwortlich, darunter 3 abgefangene Pässe. Aus diesen Ballverlusten generierten die Ravens 20 Punkte.
Auf der anderen Seite ging Joe Flacco als Sieger vom Platz mit 4 vervollständigten Pässen von 10 Versuchen für 34 Yards und einer Passerwertung von 10 Punkten aus 158 möglichen.
Die Defense der Pats hatte also das Paßspiel der Ravens im Griff, doch durch Laufspiel erzielten sie 234 Yards, darunter den ersten Touchdown des Spiels im ersten Spielzug über 83 Yards.
Im vierten Quarter hatten die Patriots das Stadion halbleer gespielt. Die Hälfte, die noch da war, hielt sich mit lautstarkem Buhen in Laune.
Am Ende stand es 33:14 für Baltimore, die das Spiel durch ihren Blitzstart gewannen.
In der anschließenden Pressekonferenz sprach Tom Brady über die Fehler, die er und seine Mitspieler machten, und von denen die Ravens profitierten. Und wenn er unter den Zuschauern gewesen wäre, hätte er auch gebuht, gab er zu.
Nach drei miesen Wild Card Spielen blieb nur noch die Hoffnung, daß die Packers und die Cardinals den Kracher abliefern, der vor dem Kickoff erwartet wurde.
Doch was für ein Schock, das Spiel begann wie eine schlechte Kopie des Patriots-Spiels.
17:0 gingen die Cardinals in Führung bevor die Packers aufwachten.
Green Bays Quarterback Aaron Rodgers warf in seinem ersten Playoffspiel im ersten Spielzug seinen ersten Pass und der wurde prompt abgefangen.
Doch Rodgers bekam seine Nerven in den Griff und spielte auf dem gleichen Niveau wie Kurt Warner und das war sehr hoch.
Beide Verteidigungen hatten sich wohl entschlossen, die Angriffe nach Lust und Laune spielen zu lassen und lieferten keine Gegenwehr.
Erst im letzten Viertel mussten die Cardinals zum ersten und einzigen Mal punten. War die Packers Defense wirklich die zweitbeste der abgelaufenen Saison?
An diesem Tag lieferte sie keinen Beweis dafür.
1:52 Sekunden vor Spielende glichen die Packers zum 45:45 aus.
Damit ließen sie eine Menge Zeit auf der Uhr für Kurt Warner und seine Truppe.
Die Cardinals kamen noch mal auf Field Goal Nähe an die Endzone der Packers und der treffsichere Neil Rackers kam auf den Platz. Doch wie das in dieser Saison so mit den treffsicheren Kickern ist, Rackers versagte aus 34 Yards und schoß den Ball links an den Pfosten vorbei.
Das Spiel, das jetzt schon ein Klassiker für die Ewigkeit war, ging in die Verlängerung.
Green Bay bekam als erstes den Ball und beim dritten Versuch und 6 an der eigenen 24 kam der im Spiel arg gebeutelte Cornerback Michael Adams bei einem Blitz durch und schlug Rodgers den Ball aus der Hand. Rodgers erwischte den Ball mit seinem rechten Fuß und kickte ihn direkt in die Arme von Karlos Dansby. Der lief damit in die Endzone und zum 51:45 Sieg.
96 Punkte in einem Spiel, das die vorangegangenen Katastrophen Vergessen machte.
Die Cleveland Browns haben einen neuen General Manager.
Die Browns warben Tom Heckert von den Eagles ab. Wieviel Freiheit er in seinen Entscheidungen er haben wird, wird man sehen, denn Mike Holmgren wird ihm nicht viel Spielraum lassen.
10. 01. 2010
Wild Cards
Der Dämon ist besiegt, die Cowboys haben ein Playoffspiel gewonnen. Nach 13 Jahren der erste Sieg nach der regulären Saison.
Und es war ein genauso überzeugender Sieg, wie in der Woche zuvor, als die Eagles auch nicht die Spur einer Chance hatten.
Die Dallas D spielt so überragend, daß der gute Brett Favre sich für nächste Woche gut polstern sollte, wenn Dallas in den Dome kommt.
Wieder hatte Jason Garrett, der vor Wochen noch so gescholtene Offensive Coordinator der Cowboys, einen Spielplan ersonnen, dem die Verteidigung Philadelphias nichts entgegen setzen konnte.
Sie versuchten es mit Blitzen, was sie in der Woche vorher kaum taten, aber Tony Romo hatte die Lage im Griff und warf sogar Pässe zu Roy Williams, die dieser auch fing. Seine Selbstkritik scheint zu fruchten.
Auf der anderen Seite können die Cowboys froh sein, daß Head Coach Andy Reid und Quarterback Donovan McNabb ihre Verträge verlängert haben. Die beiden haben ihre besten Zeiten hinter sich und dürften in der Zukunft kaum mehr eine Gefahr für Dallas werden.
Im ersten Viertel hatte Dallas den Ball für die ersten 7:30 Minuten, also genau die Hälfte, konnte aber keine Punkte erzielen, weil die Offense immer wieder Strafen produzierte.
Als das Adrenalin sich etwas gesetzt hatte, war Dallas der unumschränkte Herr auf dem Platz und der 34:14 Sieg geht auch in dieser Höhe voll und ganz in Ordnung.
Vorher gab es das AFC Wild Card Spiel Nr. 1, das die Jets gegen die erschreckend schwachen Bengals nahezu ohne Gegenwehr gewannen.
Zwar stand es am Ende nur 24:14 für New York, aber Cincinnati hatte nie die Chance ein engeres Ergebnis zu erreichen.
Mark Sanchez spielte, wie es ihm gesagt wurde: „Verliere das Spiel nicht.“ Er warf viele kurze Pässe und die Jets liefen viel. Ein Pass über 45 Yards auf Tight End Dustin Keller führte zur 14:7 Halbzeitführung und schon da war klar, daß die Bengals zu schwach waren, das noch zu drehen.
Mark Sanchez ist erst der vierte Quarterback in der NFL, der in seiner Rookiesaison ein Playoffspiel gewinnen konnte.
Gegen wen New York in der nächsten Runde antreten muss, entscheidet sich erst in dem Spiel heute. Es könnte Indianapolis sein, die den Jets die Playoffteilnahme ja erst geschenkt haben.
Chad Ochocinco muss sich jetzt übrigens wieder in Chad Johnson umbenennen. Das hatte er versprochen, wenn es Jets Verteidiger Darrelle Revis schafft, ihn vom Punkten abzuhalten. 85 hatte nicht die Spur einer Chance gegen Revis und so hatte das Spiel für die Bengals letztlich doch etwas positives... wenn Chad Johnson sich daran hält, was er gesagt hat.
Und der Sieger ist...
Peyton Manning...
schon wieder!
Zum vierten Mal wurde der Quarterback der Indianapolis Colts zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt, NFL Rekord.
Nur vier Spieler teilten sich die Punkte der Sportjournalisten, alles Quarterbacks. Manning erhielt 39 der 50 Stimmen.
Auf den Plätzen landeten Drew Brees von den Saints, Philip Rivers von den Chargers und eine Stimme fiel auf Brett Favre von den Vikings.
09. 01. 2010
Kurzberichte
Da werden ja zwei Kaliber in die Hall of Fame aufgenommen werden.
Jerry Rice und Emmitt Smith stehen zur Wahl, zusammen mit 15 anderen Finalisten.
Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, daß die beiden es im ersten Anlauf schaffen werden, so wie sie ihre Positionen beherrscht haben.
Rice beendete seine Karriere als Top- Wide Receiver und Smith führt die Statistiken der Running Backs an.
Rice fing 1.549 Pässe für 22.895 Yards und 197 Touchdowns. Zusätzlich lief er noch 11 Touchdowns.
Smith lief für 18.355 Yards und 164 Touchdowns. Zusätzlich fing er noch 19 Touchdowns.
Die anderen Kandidaten sind: die Wide Receiver Tim Brown, Cris Carter und Andre Reed.
Tight End Shannon Sharpe, Running Back Roger Craig, Center Dermontti Dawson, Guard Russ Grimm, Defensive Tackle John Randle und Cortez Kennedy, Defensive End Richard Dent, DE/Linebacker Charles Haley, Linebacker Rickey Jackson, und Coach Don Coryell.
Die zwei Senior Nominees sind Running Back Floyd Little und Cornerback Dick LeBeau.
Warum es so lange gedauert hat, bis die Seahawks endlich Jim Mora feuerten, werden wir wohl nie erfahren, aber am Freitag war es endlich soweit.
Der Sohn von Jim Mora hatte zuvor schon als Head Coach die Falcons geführt von 2004-06, konnte aber auch dort schon nicht überzeugen.
Von 11-5 über 8-8 bis 7-9 ging die Kurve immer tiefer in den Keller.
In Seattle konnte er in seiner einen Saison nur fünf Spiele gewinnen. Sein Vertrag läuft noch über drei Jahre und ist noch $12 Millionen wert.
Ersetzt werden soll Mora von Pete Carroll, der am College von USC Head Coach ist.
Carroll war bereits als Head Coach der Jets und der Patriots in der NFL tätig, allerdings nur mit magerem Erfolg. Seine Bilanz als Head Coach in der NFL ist 33-31.
08. 01. 2010
Kurzberichte
Dave Spadaro, ein Mitarbeiter des Eagles-Hilfstrosses, spuckte letztes Wochenende auf den Stern im Cowboys Stadion und filmte sich dabei.
Mittlerweile hat Spadaro sich dafür entschuldigt, doch die Cowboys verlangen disziplinarische Maßnahmen. Davon halten die Eagles nun gar nichts.
Dallas Wide Receiver Patrick Crayton (Bild) zeigt das nur, was die Organisation der Eagles von den Cowboys hält. Immerhin wurde letztes Jahr der Angestellte Dan Leone gefeuert, weil er im Internet forderte, daß die Eagles Brian Dawkins weiterverpflichten, und jetzt passiert nichts.
Dafür soll es am Samstag eine Antwort geben, sagte Crayton der Presse.
Eric Mangini bekommt ein weiteres Jahr, in dem er versuchen darf, die Browns zu einem NFL Team zu machen.
Immerhin hat Cleveland in den letzten vier Spielen eine Siegesserie hingelegt, die General Manager Mike Holmgren veranlasste, Mangini diese Chance zu geben.
Rich Gannon scheint immer noch an den Oakland Raiders zu hängen. Wie sonst ist es zu erklären, daß er sich jetzt zum Affen machte.
In einer Radioshow bot er den Faders seine Hilfe an. Der Quarterback wurde in der Saison 2002 zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt, dem letzten Jahr, in dem Oakland eine positive Saison ablieferte.
Seitdem hat das Team in keiner Saison mehr als fünf Spiele gewonnen.
Gannon möchte nun als Berater bei den Raiders mitwirken, doch die Antwort, die von den Losern kam, war eindrucksvoll: „Vielleicht ist es Rich, der Hilfe braucht?“ fragte John Herrera, ein Mitarbeiter des Clubs zurück.
Über diese Antwort zeigte sich Gannon schockiert und versicherte, daß er nie mehr seine Hilfe anbieten würde.
Plaxico Burress versucht, vorzeitig aus dem Knast zu kommen.
Zur Erinnerung, der Ex- Wide Receiver der Giants wurde wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt, nachdem er es geschafft hatte, sich in einer Disco selber ins Bein zu schießen.
Jetzt versuchte er, eine Erlaubnis zu bekommen, außerhalb der Mauern seiner Arbeit nachzugehen. Damit dürfte er einen Großteil der Strafe zu Hause, unter Aufsicht, absitzen.
Doch das Gesuch wurde abgelehnt und Burress muss weiter gesiebte Luft atmen.
Bei den Cowboys konnte DeMarcus Ware nicht am Training teilnehmen. Er gehört zu den Spielern, die Verletzungen auskurieren, wie Marion Barber, Marc Colombo und Tashard Choice.
Wer gegen die Eagles fehlen wird, steht noch nicht fest, da z.B. Ware nicht so schwer verletzt ist, daß er ausfallen wird.
Die Colts gehen mit Matt Stover anstelle von Adam Vinatieri in die Playoffs.
Vinatieri gilt als einer der besten Kicker der NFL, in Situationen, in denen es wirklich drauf ankommt. Allerdings musste er während der Saison am rechten Knie operiert werden und ist noch nicht wieder völlig hergestellt.
Beide Kicker bleiben im aktiven Kader und Indi kann sofort von Stover zu Vinatieri wechseln, wenn es sein muss.
Kurt Warner macht den Brett Favre und überlegt, ob er nach der Saison seine Karriere beendet, oder nicht... oder doch?
Der Mann, der vor seiner NFL Karriere Supermarktregale auffüllte, spürt, daß seine biologische Uhr immer lauter tickt.
Es wäre für ihn natürlich leichter, diese Entscheidung zu treffen, wenn er mit den Cardinals den Super Bowl gewinnen würde, und er damit der erste Quarterback würde, der mit zwei verschiedenen Teams die Vince Lombardi Trophäe holte.
Aufatmen bei den Spielern, die nicht am Pro Bowl teilnehmen können, weil sie im Super Bowl spielen müssen.
Niemand muss zum Sozialamt gehen und Unterstützung beantragen, denn die NFL wird diesen Spielern die volle Prämie ausbezahlen, die sie auch als Pro Bowl Teilnehmer erhalten hätten.
Noch sind 57 Pro Bowler im Rennen um den Super Bowl aktiv: Arizona (4), Baltimore (5), Cincinnati (0), Dallas (6), Green Bay (3), Indianapolis (6), Minnesota (9), New England (4), New Orleans (5), New York Jets (3), Philadelphia (7) and San Diego (5).
07. 01. 2010
Kurzberichte
Die Chiefs bekommen einen neuen Offensive Coordinator, Charlie Weis (Bild).
Weis und Head Coach Todd Haley kennen sich aus gemeinsamen, erfolgreichen Tagen bei den Patriots, mit denen sie den Super Bowl gewannen.
Weis ging danach eine Stufe tiefer, als Head Coach ans College von Notre Dame, wo er grandios versagte.
Zusammen mit Haley will er nun den stotternden Angriff der Chiefs ins Rollen bringen.
Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben, aber das dürfte nur eine Formalität sein.
„Am Samstag werde ich die Cowboys schwindlig spielen“, sagte DeSean Jackson und brachte die Cowboys damit zum Lachen.
Der Wide Receiver der Egales hatte in den beiden ersten Niederlagen seines Teams in der Saison zusammen nur fünf gefangene Pässe.
„Der redet doch nur“, sagte Dallas Cornerback Mike Jenkins der Presse. „Sehen sie sich doch nur an, was er in den beiden Spielen bisher gegen uns geleistet hat. Lassen wir doch die Statistiken sprechen.“
Doch Jackson lässt sich nicht beirren. Er glaubt, daß die Boys Angst vor ihm haben.
Wir werden am Samstag sehen, was daraus wird.
„Wir sollten die Favoriten sein,“ sagte Jets Head Coach Rex Ryan über die Rolle seines Teams in den Playoffs.
Ginge es nach ihm, wären die Jets nicht nur Favorit gegen die Bengals, sondern auf den Super Bowl Sieg.
Starke Worte von Ryan, der nach der 15. Woche selber noch davon überzeugt war, daß sein Team aus dem Playoffrennen ausgeschieden sei.
Die Buchmacher in Las Vegas führen die Jets weder im Spiel gegen die Bengals, noch auf den Sieg des Super Bowls als Favoriten.
Keine hohe Meinung hat Charlie Armey von Mike Martz.
Armey war der Vorgesetzte von Martz, als der Offensive Coordinator in St. Louis war. An die Bears gerichtet, gab er folgenden Kommentar über Martz ab: „Es wäre ein fürchterlicher Fehler, wenn die Bears ihn als Offensive Coordinator anheuern. Martz ist ein grauenvoller Coach. Er würde Jay Cutler ruinieren, wenn er die Offense dort leiten würde, so wie er Kurt Warners Leistung in den Keller getrieben hat, der die Rams dann ja verlassen hat. Martz ist das Schlimmste, was einem jungen Quarterback passieren kann.“
In einer Chicagoer Zeitung zeigte sich Mike Martz völlig überrascht von diesem Angriff: „Als wir noch zusammengearbeitet haben, hat er sowas nie gesagt. Ganz im Gegenteil, er hat meine Arbeit immer gelobt. Keine Ahnung, was in ihn gefahren ist.“
Martz, der tatsächlich als neuer Offensive Coordinator der Bears im Gespräch ist, dürfte mit diesen Kommentaren einen schlechten Stand in den Anstellungsgesprächen haben.
Die wichtigsten Sportjournalisten der USA wählten Tom Brady zum Comebackspieler des Jahres.
Brady wurde im ersten Spiel 2008 am Knie verletzt und verpasste die komplette Saison. 2009 kam er zurück und führte die Patriots, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, wie gewohnt in die Playoffs.
Die Polizei in Mecklenburg - Charlotte, die den Tod von Chris Henry untersucht, wird keine Anklage gegen die Verlobte des verstorbenen Bengals Wide Receiver erheben.
Es gebe keine Beweise, daß sie durch eine absichtlich rücksichtslose Fahrweise am Tod ihres Verlobten Schuld habe.
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit am Unfallort ist 35 mph und sie fuhr höchstens zwischen 19-23 Meilen, wie Untersuchungen ergaben.
Der beste Rookie der Offense war in der abgelaufenen Saison Percy Harvin.
Der Wide Receiver / Kick Returner der Vikings versammelte 41 der abgegebenen 50 Stimmen auf sich.
Die besten Spieler der Woche 17
AFC
OFFENSE: RB WILLIS MC GAHEE, BALTIMORE RAVENS
16 Läufe für 167 Yards, 3 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche
DEFENSE: LB DERRICK JOHNSON, KANSAS CITY CHIEFS
2 Interceptions über 105 Yards insgesamt zum Touchdown zurückgetragen
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche
SPECIAL TEAMS: K NATE KAEDING, SAN DIEGO CHARGERS
3 von 3 Field Goals
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche
NFC
OFFENSE: QB BRETT FAVRE, MINNESOTA VIKINGS
25 von 31 Pässen für 316 yards, 4 Touchdowns
Seine 16. Auszeichnung zum Spieler der Woche
DEFENSE: LB ANTHONY SPENCER, DALLAS COWBOYS
5 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche
SPECIAL TEAMS: P THOMAS MORSTEAD, NEW ORLEANS SAINTS
er platzierte 7 seiner 9 Punts innerhalb der gegnerischen 15
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche
06. 01. 2010
Kurzberichte
Mike Shanahan (Bild) hat für fünf Jahre in Washington unterschrieben.
Am heutigen Mittwoch um 14 Uhr Ortszeit gibt es die Pressekonferenz, auf der die Neuigkeit verbreitet werden soll.
Zu tun hat der neue Head Coach genug. Das schlechte Abschneiden des Teams sorgt für Unruhe unter den Spielern.
Running Back Clinton Portis hat seinen Quarterback Jason Campbell verbal angegriffen. Er unterstellt ihm Führungsschwäche und ist der Meinung, daß er als Teamcaptain nichts taugt. Portis meint, daß Campbell völlig überfordert damit ist, den richtigen Spielzug anzusagen und alles andere würde ihn noch mehr überfordern.
In der Umkleidekabine habe er auch nicht den Respekt der anderen Teamkollegen.
Zum besten Frischling unter den Verteidigern wurde Brian Cushing gewählt.
Der Linebacker der Texans war eine Tacklemaschine, der 133 Tackles in der abgelaufenen Saison ansetzte.
Eine Regelerweiterung gibt es für die Playoffs. Hier darf die verbleibende Zeit auf der Spieluhr in der letzten Minute jeder Halbzeit und der Verlängerung per Videobeweis überprüft werden.
Verletzt oder nicht Verletzt... das ist die Frage...
... die viele Beteiligte anders beantworten.
CBS verkündete, daß Tom Brady wenigstens eine gebrochene Rippe habe.
Bill Belichick verneinte das vehement, doch sein Quarterback fiel ihm in den Rücken, als er der Presse sagte, daß er tatsächlich verletzt wäre.
Am Sonntag werden wir ja sehen, wie Brady drauf ist.
Drei wichtige Spieler der Cardinals plagen sich mit Verletzungen. Wide Receiver Anquan Boldin hat einen verstauchten linken Knöchel, Defensive End Calais Campbell hat einen gebrochenen linken Daumen und Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie hat eine Prellung an der linken Kniescheibe.
Sehr wahrscheinlich wird aber keiner der drei seinen Einsatz am Sonntag verpassen.
Der Zusammenbruch der Giants forderte sein erstes Opfer.
Wie erwartet wurde Defensive Coordinator Bill Sheridan gefeuert.
Bengals Wide Receiver Chad 85 ist am Knie verletzt. Zwar blieb er im Spiel gegen die Jets ohne einen gefangenen Pass, aber beim Versuch einen zu fangen, prellte er sich linke Knie.
In der zweiten Halbzeit wurde er nicht mehr eingesetzt, um das Knie zu schonen.
Sein Einsatz gegen die Jets ist aber nicht gefährdet.
05. 01. 2003
Schock bei den Trainerentlassungen
Das war der ruhigste Montag nach dem Ende einer Saison, den es je gegeben hat.
Nur ein Trainer wurde gefeuert. Das ist ein Schock, denn es gibt noch viele untaugliche Head Coaches, die gefeuert gehören.
So wurde also nur Jim Zorn (Bild) vor die Tür gesetzt und in Buffalo wurde gleich der gesamte Trainerstab gefeuert. Das wars dann aber auch schon.
In Tampa Bay und Chicago sprachen die Besitzer der Clubs ihren Chef-Trainern sogar das Vertrauen aus. Allerdings kann sich das natürlich stündlich ändern.
Die Redskins ließen schon am Montagnachmittag Mike Shanahan einfliegen, um weiter über seine Verpflichtung zu verhandeln.
Shanahan und seine Frau übernachteten im Haus des Clubbesitzers, Dan Snyder und eine Presseerklärung könnte bereits heute über die Bühne gehen.
Mit den Broncos gewann Shanahan zwei Super Bowls in seinen 14 Jahren in Denver. 2007 wurde er gefeuert, nachdem er es dreimal hintereinander nicht geschafft hatte das Team in die Playoffs zu führen.
Shanahan wird dann wohl als siebter Head Coach der Redskins vekündet, seit Snyder das Team 1999 gekauft hat.
Sein Vorgänger, Jim Zorn, war ja nur eine Notlösung. Nachdem Joe Gibbs am Ende der Saison 2007 gemerkt hatte, daß sich das Spiel zu sehr geändert hat, und er nicht mehr mithalten konnte, bekam Snyder bei der Suche nach einem neuen Head Coach nur Absagen. So kam Zorn zu dem Job, der kurz zuvor als Offensive Coordinator eingestellt worden war, aber bis dato noch nie als Coordinator oder Head Coach gearbeitet hatte. Snyder ernannte ihn zum neuen Chef und hielt es zwei Jahre mit ihm aus. Doch nach nur 12 Siegen in 32 Spielen und zwei letzten Plätzen in der NFC East in Folge, musste nun Schluß sein.
In Oakland ist auch noch keine Entscheidung gefallen, Ob Tom Cable gegangen wird oder bleibt.
In jedem anderen Team wäre Cable, alleine schon vom menschlichen Standpunkt aus gesehen, untragbar, aber bei den Raiders passt er ins Gefüge.
Daß er seine Ex-Frauen geschlagen hat, ist für Al Davis bestimmt kein Punkt, der in die Überlegungen hineinspielt. Seine rauhe Attitüde ist eher etwas, das für Cable als Head Coach der Raiders spricht.
Cable und Davis werden sich im Lauf der Woche zusammensetzen, und über die Zukunft diskutieren.
Cable selbst ist überzeugt davon, genug getan zu haben, um seinen Job zu behalten.
Casey Johnson starb mit 30
Die als Partyluder bekannte Tochter von Jets Besitzer Woody Johnson, Casey, starb am Montag im Alter von 30 Jahren.
Die Erbin des Johnson Imperium ist in ihrem Haus in Los Angeles tot aufgefunden worden.
Wie lange sie schon tot war, als sie gefunden wurde, konnte noch nicht ermittelt werden.
Da keine Spuren einer Fremdeinwirkung gefunden wurden, geht man von einer natürlichen Todesursache aus, allerdings wurden toxikologische Untersuchungen angeordnet, damit kein Schnee auf die Sache fällt. Diese Untersuchungen können sechs Wochen in Anspruch nehmen.
Johnson soll mit Tila Tequila verlobt gewesen sein, die vor kurzem versucht hat Chargers Star Shawn Merriman zu erpressen.
04. 01. 2010
Starten oder schonen?
Die Frage ist nach dem letzten Spieltag und der bösen Verletzung von Wes Welker (Bild) klar beantwortet.
Der Wide Receiver der Patriots verdrehte sich ohne Fremdeinwirkung das linke Knie und musste humpelnd das Spiel verlassen.
Diagnose: Kreuzbandriss und Saison beendet.
Nicht besser geht es Tom Brady, er geht mit mindestens einer gebrochenen Rippe und einem gebrochenen Finger an der Wurfhand in die Playoffs.
Tribut, der unnötig gezollt wurde, obwohl Bradys Finger schon länger verletzt sein soll, sich aber gegen die Texans verschlimmert hat.
Wer kam in der AFC in die Playoffs?
Zwei Plätze waren noch zu vergeben und die Ravens und die Jets musste ihre Spiele nur gewinnen, um diese Plätze zu sichern.
Die Ravens hatten gegen die Raiders erwartet leichtes Spiel und gewannen im Schongang 21:13.
Die Jets hatten es gegen die Bengals noch leichter. Der Plüschtiger ließ nämlich jede Playofftauglichkeit vermissen und verlor 0:37.
Damit ging es aus, wie schon vor dem Spieltag erwartet, die Steelers, Texans usw. haben bereits Urlaub.
Wenigstens haben die Texans mit 9-7 Siegen ihre erste positive Saison absolviert, seit sie in die NFL gekommen sind.
Wenn die Bengals nach Hause fliegen, können sie die Jets praktisch schon mitnehmen, denn das erste Spiel in den Wild Cards heißt Jets at Bengals.
Am Sonntag gibt es die Partie Ravens at Patriots.
In der NFC ging es noch darum, wer spielfrei in der ersten Runde hat. Diesen freien Tag sicherten sich die Vikings mit einem Trainingsspiel gegen die Giants. 44:7 gewann Brett Favre gegen New York und machte Minnesota zum zweitbesten Team der NFC.
Mehr als eine Überraschung war es, wie leicht es die Cowboys gegen die Eagles hatten. Ein paar explosive Läufe von Felix Jones im ansonsten stotternden Laufangriff der Cowboys und ein fast fehlerfrei spielender Tony Romo sorgten für 24 Punkte.
Der Angriff der Eagles hatte gegen die Verteidigung der Cowboys nicht den Hauch einer Chance und zum ersten Mal in seiner Geschichte blieb Dallas zwei Spiele in Folge ohne Gegenpunkte.
Dallas wurde durch diesen Sieg dritter in der NFC und empfängt in den Wild Cards die... Eagles.
Ob Dallas dem Vogel dann noch mal so ohne Gegenwehr die Federn ausrupfen kann, darf bezweifelt werden.
Auch die Green Bay Packers könnten sofort in der Stadt des letzten Gegners bleiben. Nach einem leichten 33:7 Sieg gegen ein von Ersatzspielern durchsetztes Team der Cardinals heißt die Wild Card Paarung im letzten Spiel am Sonntag Green Bay at Arizona.
Somit stehen sich sechs der acht Wild Card Teams innerhalb einer Woche zum zweiten Mal gegenüber. Das ist neu.
Trainerkarussell
Am heutigen Montag geht das muntere Trainerfeuern los.
Als sicher dürfte gelten, daß Jim Zorn von den Redskins gefeuert wird.
Weitere Kandidaten sind die Head Coaches von Cleveland, Oakland, Chicago und Tampa Bay.
Überraschungen natürlich nicht ausgeschlossen.
03. 01. 2010
Kurzberichte
Kinderhilfsorganisationen in den USA wollen nicht, daß The Who die Halbzeitshow des Super Bowl bestreiten.
Der Sender CBS, dessen CSI Franchise in allen drei Serien Melodien der Gruppe zur Titelmusik machte, setzte auf die Gruppe, wenn er den Super Bowl im Februar überträgt.
Aber der Gitarrist, Pete Townsend (Bild), ist als Sexualtäter gebrandmarkt, und daran stören sich die Organisationen. 2003 bekam er das Siegel „Vorsicht“, als er verhaftet wurde, weil in seinem Besitz Kinderpornos gefunden wurden.
Als Grund gab er an, daß er als Kind selber mißbraucht wurde, und er nur recherchiert habe.
Die NFL gab bekannt, daß sie nicht vorhabe, The Who zu ersetzen.
Die NFL ist von der Weltwirtschaftskrise, die die unfähigen, geldgierigen Banker ausgelöst haben, nicht so schlimm erwischt worden, wie befürchtet.
Nur 22 Spiele waren nicht ausverkauft, 8,6%. Die NFL hatte mit mehr gerechnet. Und es waren nur die miesen Teams, die betroffen waren, die guten Teams blieben verschont.
Die betroffenen Teams waren Detroit, Jacksonville, Kansas City, Oakland und St. Louis. Alle haben negative Punktestände.
Letztes Jahr waren nur neun Spiele nicht ausverkauft.
Den TV Anstalten tat der Zuschauerrückgang gut, sie verzeichneten eine Erhöhung der Einschaltquoten. Dieser Trend ist wohl dem modernen „Cocooning“ zu verdanken, dem auch der Macher des Win-Football frönt.
02. 01. 2010
Kurzberichte
Eine schmerzende Schulter bereitet den Dolphins Sorgen.
Es ist die von Running Back Ricky Williams (Bild), der im Spiel der allerletzten, minimalen Hoffnung gegen die Steelers nicht dabeisein könnte.
Verletzt hat er sich die Schulter letzte Woche gegen die Texans und er konnte in der zweiten Halbzeit nicht mehr mitmischen.
Die Steelers werden wohl auf Brett Keisel verzichten müssen. Der Defensive End hat eine Nackenverletzung und sein Einsatz gegen die Dolphins ist fraglich.
Auch der Einsatz von Troy Polamalu, Chris Kemoeatu und Hines Ward ist fraglich.
Am Sonntag will Broncos Head Coach Josh McDaniels nur die 45 Spieler antreten lassen, die bereit sind, sich für das Team einzusetzen.
Aus diesem Grund strich er Wide Receiver Brandon Marshall aus dem Kader.
Gerade, als es so aussah, als ob die beiden ihren Knatsch begraben haben, bricht er wieder aus.
Marshall kann nach eigener Aussage gar nicht spielen, weil er eine Oberschenkelzerrung hat. McDaniels bestreitet die Schwere der Verletzung, nennt Marshall also indirekt einen Schauspieler.
Die Ravens haben drei Spieler auf der Liste, deren Einsatz gegen die Oakland Faders fraglich ist.
Wide Receiver Derrick Mason hat es am Knie, Safety Ed Reed an der Leiste und Linebacker Terrell Suggs am Oberschenkel.
01. 01. 2010
Kurzberichte
Das „Starte sie, setz sie auf die Bank“ Spiel ist etwas, wogegen die NFL unbedingt etwas unternehmen muss. Noch nie wurde uns so bewußt vor Augen geführt, warum die Deutsche Fußball Bundesliga den letzten Spieltag zu einer einzigen Zeit ankicken läßt.
In Arizona sagte Head Coach Ken Whisenhunt (Bild), daß er sich ansieht, wie das Spiel der Giants gegen die Vikings ausgehen wird, und dann entscheidet er, ob er seine Starter spielen lässt.
Gewinnen die Vikings, haben die Cardinals keine Chance mehr auf einen spielfreien Tag in der ersten Runde, und er schont seine Starter. Verliert Minnesota, haben die Cards noch eine Chance und werden ihr Bestes geben.
Man muss auch Optimist sein, jedenfalls ist es nicht anders zu erklären, warum Giants Defensive Coordinator Bill Sheridan daran glaubt, daß er nicht gefeuert wird.
Der Weggang von Steve Spagnuolo als Head Coach zu den Rams brachte den Giants und den Rams nur furchtbares.
Als Defensive Coordinator in New York war Spagnuolo der Garant des Super Bowl Sieges gegen die Patriots und hatte für jede Offense eine Antwort parat. Als Head Coach der Rams ist er die Niete des Jahres und coachte das Team zum schlechtesten der Liga.
Auch die Giants litten unter dem Wechsel, dann ihre Defense ist unter Sheridan die 28. unter den 32 Teams.
Da ist es kaum vorstellbar, daß er seinen Job behält.
Die Bills haben einen neuen General Manager, Buddy Nix.
Der Herr ist satte 70 Jahre alt, aber wenn man als Besitzer über 80 ist, dann denkt man halt, man hätte einen jungen Spund engagiert.
Immerhin ist Nix 14 Jahre jünger als sein Vorgänger Marv Levy.
Mal sehen, wie die Bills von dieser Verjüngung profitieren.
Tom Brady erwartet, daß er das ganze Spiel gegen die Texans bestreiten wird.
Der Quarterback der Patriots geht nicht davon aus, daß sein Head Coach ihn schonen wird.
Die Texans haben die Chance, zum ersten Mal seit ihrem Bestehen, eine positive Saison zu absolvieren. Dazu brauchen sie den Sieg gegen die Pats, die nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren haben.
Mit etwas Glück beim Ausgang der anderen Spiele, können die Texans sogar in die Playoffs kommen.
Ein Schiedsrichter hat gehört, daß Titans Defensive Coordinator Chuck Cecil eine beleidigende Bemerkung über ihn gemacht hat.
Nach einem roughing the passer Foul gegen die Titans regte Cecil sich an der Seitenauslinie furchtbar auf. Dabei muss er wohl etwas gerufen haben, das der Schiedsrichter nicht mochte. Er verhängte eine weitere Strafe gegen die Titans und die Liga bestrafte Cecil nun zur Zahlung von $20.000.
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