winfootball Geschichtliches zur NFL Europa

 Die Kapitel der WLAF/NFLE History

“Wir machen weiter”, lautet die Parole

17. September, 1992. Die NFL Clubs einigten sich bei einem Treffen in Dallas darauf, den Spielbetrieb der WLAF für die Saison 1993 auszusetzen. Wenn es weitergehen würde, dann mit mehr Teams aus Europa.

Die Frankfurt Galaxy war derweil der festen Überzeugung, daß die Liga schon 1994 wieder in Aktion treten würde. Während die Fans ernsthaft an einer Fortführung der Liga zweifelten, ließ Oliver Luck noch massenhaft Aufkleber mit dem Spruch „Back in `94“ drucken und verteilen.

Nun, aus der Rückkehr 1994 wurde wirklich nichts, aber die NFL beschloß am 27. Oktober 1993, die WLAF 1995 mit sechs Europäischen Teams wiederzubeleben.

Fieberhaft begannen die Vorbereitungen, allerdings nicht ohne aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Man hatte jede Zeit, die man beim ersten Start nicht hatte, und man nutzte sie. Als Hauptsponsor der Liga wurde im Januar 1994 die Firma Reebok gewonnen. Reebok sorgte als alleiniger Ausstatter für die Ausrüstungen der Teams, die Trikots, Schuhe, Cheerleader Accessoires und was dergleichen mehr war.

Der US Sender FOX gab seine Zusage, die Spiele der Liga in den Staaten zu übertragen. Dafür bekamen sie die selbe Anzahl an Direktoren der Liga, wie auch die NFL selbst.

Am 27. Juli 1994 gab Neil Austrian, Präsident der NFL, eine Pressekonferenz in London. Hier wurde bekanntgegeben, daß die Teams der Frankfurt Galaxy, London Monarchs und Barcelona Dragons wieder dazugehörten. Als neue Teams wurden die Scottish Claymores, Amsterdam Admirals und Rhein Fire benannt.

Rhein Fire sollte im Düsseldorfer Rheinstadion spielen und die gesamte Region rund um die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens repräsentieren, so auch den Kölner Raum. (Als Kölner weiß ich, daß diese Rechnung nicht ganz aufging :Bemerkung des Redakteurs)

Im August gaben die Monarchs bekannt, daß sie kleinere Brötchen backen wollten. Sie verkündeten ihren Umzug aus dem Wembley Stadion in die White Hart Lane, Heimat der Tottenham Hotspurs.

Die Barcelona Dragons setzten wieder auf ihren alten Head Coach Jack Bicknell. Er führte sie in den Saisons 1991 und `92 zu 13 Siegen und 7 Niederlagen.

Am 12. September wurde Marc Lory zum Präsidenten der Liga ernannt. Der gebürtige Franzose konnte auf eine 20jährige erfolgreiche Karriere im Marketing Bereich zurückblicken.

Oliver Luck wechselte vom Posten des General Managers in Frankfurt an den Rhein. In Düsseldorf sollte er die selbe erfolgreiche Aufbauarbeit betreiben wie bei der Galaxy. Sein Nachfolger in Frankfurt wurde Christoph Heyne.

Als Head Coach des zweiten Fires nach Birmingham Fire wurde Galen Hall verpflichtet. Hall war 1991 und `92 der Head Coach von Orlando Thunder, die er ja 1992 in den World Bowl führte. Man setzte also auf einen sehr erfahrenen Mann.

Im Januar 1995 wurden 42 Europäische Spieler aus acht Staaten von den sechs Teams verpflichtet.

Am 20. Februar hatte Rhein Fire die erste Wahl in der Draft. Sie entschieden sich für Shaumbe Wright-Fair, einen Running Back von Washington State. Die NFL stellte 37 Spieler für die kleine Schwester ab. Mit sieben Spielern stellten die New Orleans Saints die meisten Spieler zur Verfügung.

 

Die Düsseldorfer Mannschaft „Rhein Fire“ kämpfte nun mit um das Leder der Weltliga

Das Trainingscamp aller Teams begann am 1. März in Atlanta, Georgia. Die Quarterbacks wurden separat vom 1. bis 3. März im Camp der Falcons in Suwanee unterrichtet. Das Training leitete niemand geringerer als Bill Walsh, der ja schon die 49ers mit Joe Montana zu diversen Super Bowl Siegen führte.

Die Claymores sorgten bereits kurz vor Saisonbeginn für einigen Wirbel. Nach dem Trainingscamp trennten sie sich von Lary Kuharich, der als Head Coach vorgesehen war. Für ihn kam Jim Criner, der natürlich in eiskaltes Wasser geworfen wurde.

Die Saison 1995 - WLAF

Die Karten waren neu gemischt und da ließ es sich der Commissioner Paul Tagliabue nicht nehmen, selber denen zu danken, die mit ein ausschlaggebender Grund für den Fortbestand der Liga waren: Die Fans der Frankfurt Galaxy.

Zum Saisoneröffnungsspiel am 8. April erschien der höchste NFL Boss persönlich im Waldstadion und huldigte den anwesenden 28.021 angereisten Fans. Auch die Galaxy selbst tat ihr Übriges um ihre Fans zu verwöhnen und schickte die Monarchs mit 45:22 zurück auf die Insel. Jack Kellog, Cornerback der Galaxy, stellte mit drei Interceptions einen Ligarekord auf und auch Running Back Kevin Williams verewigte sich mit einem 76-yard Touchdown Lauf in den Analen der World League.

London fand nie zu seinem Spiel und die 22 Punkte waren auch eher geschmeichelt als erspielt, denn 16 dieser Punkte (zwei Touchdowns und zwei 2-Punkte-Conversions) wurden erst im vierten Viertel erzielt nachdem die Galaxy nach dem dritten Viertel beim Stande von 45:6 mehr als einen Gang zurück schaltete.

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Ebenfalls am 8. April kam es zum historischen ersten Auftreten der Amsterdam Admirals im Olympia Stadion zu Amsterdam. OK wir haben mit unserem Olympia Stadion in Berlin auch Probleme und es soll und muß ja auch dringend renoviert werden, aber was einem in Amsterdam geboten wurde war schon harter Tobak. Gott sei Dank haben die Fußballer von Ajax der Stadt ja später die "Arena" beschert.

Besonders Leid konnten einem die Cheerleader tun. Sie mußten in dem Schlamm der vor Urzeiten einmal eine Laufbahn gewesen sein muß ihr Programm abspulen und zugleich den widrigen Wetterbedingungen trotzen. Anfangs wunderte man sich vielleicht warum die Damen in "schwarzen" Leder-Sportschuhen ihr Können darboten, aber spätestens zur Halbzeit, nachdem sie fast Knöcheltief versunken waren, wußte man warum. (Die Sprenkel im Gesicht waren übrigens keine Sommersprossen und wurden sich während des Spiels hart erarbeitet.)

Sportlich gesehen war der Einstand allerdings ein voller Erfolg und die Dragons wurden nach einer zwischenzeitlichen 17:0 Führung mit 17:13 nach Hause geschickt. Die Defense der Admirals stellte dabei mit sechs Interceptions einen, selbst für World League Verhältnisse, sensationellen Ligarekord auf. Schade war eigentlich nur, daß gerade mal 7.186 Zuschauer dem Spektakel beiwohnten.

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Immerhin 10.346 verfolgtem im Murrayfield, dem Heimstadion der Schottischen Rugby Union, das Spiel der Doppelpremiere. Scottish Claymores gegen Rhein Fire lautete die Paarung der Neulinge.

Gino Torretta, Quarterback des Rheinischen Feuers erzielte 3:37 vor Spielende mit einem 49-Yard Pass auf Wide Receiver Deron Pointer die entscheidenden Punkte. Arden Czyzewski, der Kicker der Schotten, hatte zwar in den letzten Sekunden des Spiels die Möglichkeit ein Field Goal zu erzielen, aber er traf nicht zwischen die Pfosten und somit blieb es beim 19:17 für die Deutschen vom Rhein. Ein Zwei-Yard Lauf von Jay Hillmann, dem Running Back von Rhein Fire, brachten die ersten Punkte für sein Team und auf der Gegenseite war es der Kicker Arden Czyzewski mit einem 24-Yard Field Goal, der sich als erster Claymore auf einer Scorerliste eintragen durfte.

Dieser Spieltag schmälerte die Deutsch-Englische Freundschaft aus Inselsicht also um zwei Punkte aufgrund des "Galaktischen - Feuers".

Die Ergebnisse der Woche 1:

London Monarchs  - Frankfurt Galaxy  22-45

Scottish Claymores - Rhein Fire     17-19

Barcelona Dragons - Amsterdam Admirals 13-17

Woche Zwei

Der fünfzehnte April war nun also der Tag der Wahrheit für Rhein Fire und Oliver Luck. Das erste Heimspiel mußte zeigen ob man richtig gelegen hatte das Team in der Landeshauptstadt Nordrhein Westfalens anzusiedeln. Im Euphoriehimmel der Frankfurt Galaxy schwebend konnte man sich den tollsten Spekulationen hingeben. Immerhin war und ist das Einzugsgebiet von Rhein Fire überdimensional gut. Das Ruhrgebiet mit Städten von Duisburg bis Dortmund und von Essen bis Bottrop lagen vor der Tür. Großstädte wie Köln, Aachen und Münster lagen nur einen Katzensprung entfernt.

Universitäten mit potentiellen Football Fans gab es zu Hauf und vor allem wurde hier Football gespielt. Der AFVD-NRW vereint unter seinem Dach die meisten Teams und entsprechend Aktive unserer Sportart in Deutschland. Namen wie Panther, Crocodiles und Steelers führten dieses riesige Potential an. Kamen zu Heimspielen der Galaxy Fans sogar aus Norddeutschland und auch den angrenzenden Nachbarstaaten (Benelux, Schweiz, Österreich) konnte man ja vielleicht davon ausgehen, daß der Knoten platzt und das Rheinstadion aus allen Fugen gerät und dem Waldstadion den Rang abläuft.

Es war schon ein merkwürdiges Kribbeln zu spüren, als sich die Tore zum Stadion öffneten und die erste (zaghafte) Tailgate Party begann. 15.895 Zuschauer waren dann das Maß der Dinge und stellten die andere Realität des Footballs in Deutschland dar. Frankfurt ist halt amerikanischer als Düsseldorf und der Amateurfootballer ist nicht unbedingt Derjenige, der zu den Profis geht und sich ein Spielchen anschaut. Es war also erst einmal Ernüchterung angesagt und "Wolke 7" war in weiter Ferne, zumal es zu weiteren Rückschlägen kommen sollte, aber dazu später mehr.

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Fast 13 Minuten dauerte es bis Rhein Fire seine ersten Punkte erzielte - ein 9-Yard Pass von Gino Toretta auf seinen Running Back Ronald Williams. Von da an punktete nur noch London.

Zwei Field Goals vom Monarchs Kicker Don Silvestri und ein 2-Yard Lauf vom "National Spieler" Victor X Ebubedike bedeuteten schon zur Pause die 13:7 Führung. Ein 2-Yard Run von Brad Johnson im Dritten und ein weiteres Silvestri Field Goal im vierten Quarter besiegelten dann die 23:7 Niederlage des Neulings vom Rhein. Don Silvestri stellte mit seinen drei verwandelten Field Goals und seinen insgesamt 11 Punkten (2 verwandelte Extrapunkte) zwei Club Recorde auf.

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16.500 Zuschauer im Olympia Stadion zu Barcelona mußten gehörig um den Sieg der Drachen zittern. Matt Blundin (QB, Claymores) bediente seinen Wide Receiver Allen DeGraffenreid nach knapp 5 Minuten mit einem 19-Yard Pass. Noch im selben Viertel konnte Barcelonas Spielmacher Casey Weldon einen 43-Yarder an seinen Wide Receiver Mario Henry anbringen. Drei Interceptions bewahrten die Katalanen vor einer mißglückten Premiere. Saftey Chris Crooms angelte sich den Ball zweimal tief in der eigenen Zone und Sean Thomas (ebenfalls Saftey) bereitete mit seinem 22-Yard Interceptionreturn das Siegbringende Field Goal durch Kicker Szeredy vor.

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Mit bedauern mußte man dann feststellen, daß der Sog der Galaxy nicht bis nach Holland reichte; im Stadion "De Meer" trafen gerade mal 5.321 Zuschauer ein. Das muntere Punktesammeln begann mit einem 5-Yard Pass von Paul Justin auf Bobby Olive auf Frankfurter Seite. Bis zur Halbzeit allerdings schafften es die Admirals die Führung zu erzielen. Ein 34-Yard Fumble Return durch Linebacker Karmeeleyah McGill und einem 18-Yard Pass vom Jamie Martin auf seinen Tight End David Jones ließen das Punktekonto auf 14 Zähler anwachsen.

In der zweiten Halbzeit konnte dann nur noch die Galaxy zulegen, aber ein 22-Yard Field Goal und ein Saftey reichten nicht. Zwar gab es zum Ende der Partie noch einmal eine Möglichkeit für die Hessen, aber 38 Sekunden vor Schluß kam es zu einem Fumble bei einem "2nd and Goal"- Versuch, den der Admirals Linebacker Cedric Figaro auf der eigenen 1-Yard Line sichern konnte.

Die Ergebnisse der Woche 2:

London Monarchs  - Rhein Fire     23- 7

Frankfurt Galaxy  - Amsterdam Admirals 12-14

Scottish Claymores - Barcelona Dragons  7-10

Woche 3

Die Monarchs riefen in die White Hart Lane und sage und schreibe 8.763 fanden den Weg dorthin, wo sonst die Tottenham Hotspurs für volle Ränge sorgen. Vor dieser erbärmlichen Kulisse brachten sie dann auch noch nicht einmal einen Sieg gegeüber dem Neuling aus Amsterdam zustande.

Herrausragender Spieler dieser Partie war der Running Back der Admirals, Ralph Dawkins, der von den New Orleans Saints abgestellt worden war. Mit 161 Yards in 40 Versuchen stellte er zwei neue Liga Rekorde auf. Zwei dieser Läufe (1-Yard und 6-Yard) endeten erst in der Endzone des Gegners und mit einem Field Goal von Terry Belden hatte man die Londoner verdient mit 17-10 geschlagen. Auch ein anderer Running Back der Admirals machte von sich reden. T.C. Wright legte mit einem 56-Yard Punt Return den Grundstein für den zweiten Touchdown der Niederländer.

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Die Dragons riefen ins Olympia Stadion und immerhin 17.900 ließen sich von einem Punktefeuerwerk verwöhnen. 62 Punkte wurden in dieser Partie erzielt, wobei 30 auf dem Konto von Rhein zu verbuchen waren und 32 dem Heimteam zu Gute geschrieben wurden. Beide Teams erzielten mehr als 400 Yards an gesamter Offense Leistung und bei Fire kamen beide eingesetzten Quarterbacks (Gino Toretta und Andy Kelly) auf jeweils mehr als 200 Passyards.

Juan Long, Linebacker in spanischen Diensten, erzielte einen Touchdown als er einen Fumble aufnahm und 59 Yards später in des Gegners Endzone stand. Für einige Leute wird außer dem Sieg noch eine andere Tatsache von Bedeutung gewesen sein: Xisco Marcos, National Spieler der Katalanen auf der Position eines Wide Receivers, war der erste Spanier, der in einem professionellen Footballspiel einen Pass fangen konnte.

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Die Galaxy rief ins Waldstadion und gerade mal 25.182 wohntem dem zweiten Heimspiel der Saison bei. Claymores Running Back Siran Stacy war mit einem 2-Yard Lauf im ersten Quarter erfolgreich und erst in der zweiten Halbzeit konnte "unser" Ingo Seibert ebenfalls mit einem 2-Yarder Frankfurt zum Ausgleich bringen.

10 Minuten vor Schluß fing Bobby Olive, Wide Receiver der Galaxy, dann einen 9-Yard Pass von seinem Quarterback Paul Justin zum Touchdown, aber kurze Zeit später bediente QB Matt Blundin auf schottischer Seite seinen Wideout Tim Barnett mit einem 11-Yard Pass zum Touchdown. Der folgende Extrapunkt Versuch wurde dann zwar durch das Special Team der Galaxy geblockt, aber die Schotten gaben noch nicht auf. 44 Sekunden vor Schluß beendete Siran Stacy eine Spielzugsequenz, die über 67-Yards ging mit einem Hechtsprung von der 1-Yard Linie zum Touchdown. Somit stand es 20-14 und in der restlichen Spielzeit kam es dann zu keiner Sensation a la Kickoff Return Touchdown oder X-Yard Hail-Mary Pass und die Schotten blieben Sieger.

Die Ergebnisse der Woche 3:

Rhein Fire     - Barcelona Dragons 30-32

Scottish Claymores - Frankfurt Galaxy 20-14

Amsterdam Admirals - London Monarchs  17-10

Woche 4

Vielleicht lag es beim ersten World Bowl ja nur am Stadion mit dem die Katalanen nicht zurecht kamen. In der White Hart Lane jedenfalls kamen sie vor 10.287 Zuschauern zu einem lockeren 39-24 Sieg über die heimischen Monarchen. Barcelonas Kicker Scott Szeredy verwandelte vier Field Goals was einen Vereinsrekord darstellte. Demetrius Davis, Tight End auf Seiten der Dragons, fing 9 Pässe für 96 Yards wobei 8 Pässe jeweils für einen First Down reichten.

Aber auch auf Seiten der Engländer gab es herausragende Leistungen. Vier Fänge für 183 Yards bedeuteten nicht nur nach diesem Spieltag sondern auch nach Ablauf der 95er Saison Bestleistung für einen Wide Receiver.

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Shutout im Murrayfield - 9.306 tapfere Schotten ertrugen die Schmach die ihnen die Niederländer beitrugen. Mit 31-0 deklassierten die Admirals die Claymores in den Highlands und sicherten sich damit die Teilnahme am World Bowl 1995, den sie dadurch ja auch ausrichten durften. Vier grobe Schnitzer der Schotten machten es für die Männer aus Amsterdam recht einfach siegreich nach Hause zu fahren. Defensive Tackle Gary Howe sicherte einen Fumble und sein Teamkollege Jamie Martin, Quarterback in Diensten der Admirals, bediente mit diesem Ball seinen Tight End David Jonas in 7-Yard Entfernung zum Touchdown. Ein mißglückter Punt der Schotten ging dem nächsten Touchdown Pass, einem 7-Yarder von J. Martin auf Wide Receiver Ernie Jones, voraus. Linebacker Cedric Figaro sicherte dann noch einen Fumble und aus dem anschließenden Spielzug trug man 3 Field Goal Punkte auf die Scorecard ein. Ebenfalls in ein 3 Punkte Field Goal münzte man die Interception von Cornerback Sean Washington um. Zu allem Überfluß wurde dann auch noch Williamson in der Endzone von Kirsey gesackt - Safety.

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Dieser 30. April 1995 sah dann auch das erste deutsche Derby. Im Rheinstadion trafen sich die Galaktischen auf die Feurigen und beide hatten jeweils am ersten Spieltag die Plätze als Sieger verlassen und danach zwei Niederlagen einstecken müssen.

Die erste Spielzugserie war den Rheinischen vorbehalten, ging über 76-Yards und endete mit einem 1-Yard Touchdown Lauf von Ronald Williams.

Im zweiten Quarter fand der zweite Quarterback der Düsseldorfer, Andy Kelly, Ronald Williams in der Endzone und bediente ihn mit einem 32-Yard Pass zum Touchdown. Der Starting Quarterback Gino Toretta bediente noch vor der Pause Darrick Owensmit einem Pass von 12-Yards und zur Halbzeit hieß es sensationell 21-0 für Rhein Fire.

Zwei Dinge müssen dann passiert sein. Erstens muß Ernie Stautner den Frankfurter Spielern gehörig die Leviten gelesen haben und vor allem seinem Quarterback, Paul Justin, aufgrund seiner vier Interceptions in der ersten Halbzeit ein paar passende Worte gesagt haben. Zweitens muß im Pausentee von Fire zuviel "Rheinwasser" gewesen sein. In der zweiten Halbzeit jedenfalls punktete nur noch die Galaxy.

Es begann mit einem 56-Yard Lauf von K. Williams und dann drehte Paul Justin auf. Hatte er in der ersten Halbzeit gerade einmal 83 Passyards zustande gebracht, schaffte er 223 Yards in der Zweiten. Dabei traf er mit einem 4-Yard Pass S. Collins in der Endzone und 1:59 vor dem Ende der Partie brachte er einen 16-Yard Pass bei Mario Bailey an den Mann zum Punkterfolg. Der folgende Extrapunkt war also der Schlüssel zum Spiel und 19.181 Zuschauer warteten gespannt auf die Entscheidung des Trainerstabes aus Hessen. Setzte man zum Kick an und wäre erfolgreich hätte man eine Verlängerung erreicht wobei aber Rhein Fire noch gut anderthalb Minuten verblieben um der drohenden Extraspielzeit mit ein paar Punkten zuvor zukommen. Würde eine 2-Point-Conversion, egal ob Pass oder Lauf, klappen würde man mit einem Punkt führen und hätte das Ding ohne Verlängerung so gut wie in der Tasche, wobei natürlich auch hier noch die Restspielzeit vorhanden gewesen wäre.

Frankfurt wählte das größere Risiko und schickte seine Offense Formation aufs Feld. Paul Justin hatte sich ja in der zweiten Halbzeit in einen wahren Rausch gespielt. Also warum nicht - deshalb. Der Ball verfehlte sein Ziel und im Rheinland wurde der erste Derby Sieg gefeiert.

Die Ergebnisse der Woche 4:

Amsterdam Admirals - Scottish Claymores 31- 0

Barcelona Dragons - London Monarchs  39-24

Frankfurt Galaxy  - Rhein Fire     20-21

Woche 5

Der World Bowl 1995 schien für Frankfurt in weite Ferne zu rücken, 1 Sieg und drei Niederlagen standen nun zu Buche und nun kam schon wieder ein "feuriger" Gegner in Form der Barcelona Dragons.

Am 6. Mai war die Hütte voll - na ja nicht ganz, aber immerhin zitterten 30.598 die Galaxy zum Sieg. Im ersten Quarter erzielte jedes Team je ein Field Goal. Dann kam ein Superdoppelschlag der Frankfurter. Nate "Crazy Legs" Bolton rannte für 3-Yards zum Touchdown und nur 1 Minute und 24 Sekunden später erzielte Mike Bellamy mit einem Fumble Return eines "BOTCHED" Punts den nächsten Touchdown. Nach einem weiteren Field Goal der Katalanen stand es dann zur Halbzeit 17-6 für Frankfurt.

Weitere Punkte gab es dann erst wieder im vierten Quarter, als Barcelonas Quarterback Jay Walker mit einem 8-Yard Pass T. Davis zum Touchdown bediente. Den anschließenden 2-Punkte Versuch versiebten die Dragons allerdings, also stand es 17-12 für Frankfurt, aber nicht lange. Das Duo Walker/Davis fand sich noch einmal diesmal über eine Entfernung von 11-Yards. Da es diesmal mit dem 2-Punkte Versuch klappte stand es nun 20-17 für Barcelona. Aber 1 Minute und 55 Sekunden vor Schluß bediente Paul Justin Tony Harrison mit einem 14-Yard Pass zum siegbringenden Touchdown. 24-20 für Frankfurt.

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Im Olympia Stadion zu Amsterdam versammelten sich 8.513 Fans des "Ovalen" Dings um die Partie der Admirals gegen Rhein Fire zu verfolgen. Zwar erzielten die Deutschen mit einem Field Goal die ersten Punkte, aber dann gab es "Ohrfeigen". Admiral Quarterback Jamie Martin traf Dedric Smith aus 32-Yards Entfernung zum Touchdown, wobei der Extrapunkt vergeigt wurde. Dann traf Martin aus 12-Yards E. Jones und diesmal war der Extrapunkt auch drin. T.C. Wright lief für 1-Yard in die Endzone und dann konnte Dedric Smith noch einen 5-Yard Pass von Will Furrer im rheinischen Territorium fangen.

27 Punkte in Folge noch vor der Halbzeit bedeuteten ein sanftes Ruhekissen und man nahm gelassen hin, daß Fire nach einem 6-Yard Pass von Gino Toretta auf seinen Mitspieler Pointer plus gelungenem Extrapunkt sich 7 Punkte gutschrieb. Kurz danach war es dem Kicker der Admirals vorbehalten mit einem Field Goal den Abstand auf 20 Punkte, zum Endstand von 30-10, zu vergrößern. Offensive waren die Männer vom Rhein schon eingestellt denn ihre beiden Quarterbacks brachten es auf sage und schreibe insgesamt 62 Paßversuche (Ligarekord).

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Knapp ging es bei der ersten "Battle of Britain" zu. Mit 11-10 trennten sich die Monarchs und die Claymores mit dem besseren Ende für die Männer aus England. 10.481 Zuschauer waren anwesend, also etwas mehr als die Hälfte der Zahl des 1. deutschen Derbie seine Woche vorher. Don Silvestri, seineszeichens Kicker der Monarchs, war es vergönnt das erste 4-Punkte Field Goal der World League History zu erzielen. Nach 5 Minuten und 21 Sekunden traf er aus 52-Yards zwischen die Pfosten. Ein Superspielzug im dritten Quarter brachte die Claymores in Front. Der schottische Cornerback Jocelyn Borgella interceptete einen Pass von Londons QB Brad Johnson, da er selbst allerdings scheinbar nicht in der Lage war dies in Punkte umzusetzen gab er einfach einen "Laterall" an seinen Saftey Kollegen George Coghill, der das Ei über 20-Yards in die Endzone zum Touchdown trug.

Arden Czyzewski, der Kicker der Schotten traf dann noch aus 42-Yards für drei Punkte zwischen die Pfosten und brachte damit die Highländer mit 10-4 in Führung. Knapp drei Minuten vor dem Ende allerdings nachdem man 75 Yards in 10 Spielzügen überbrückt hatte gelang es Brad Johnson (QB, Monarchs) einen 16-Yard Pass auf Larry Wallace anzubringen, was sechs Punkte inbrachte und somit den Ausgleich darstellte. Da der Extrapunkt von Silvestri glückte verbuchte man nun elf Zähler auf Monarchs Seite und Zehnbei den Claymores - Endstand.

Die Ergebnisse der Woche 5:

Rhein Fire    - Amsterdam Admirals 10-30

Barcelona Dragons - Frankfurt Galaxy  20-24

London Monarchs  - Scottish Claymores 11-10

Tabelle nach dem fünften Spieltag:

         S N U  PF  PG

   Amsterdam # 5 0 0 109  45

   Barcelona  3 2 0 114 102

   Frankfurt  2 3 0 115  97

   London    2 3 0  90 118

   Rhein    2 3 0  87 122

   Scottish   1 4 0  54  85

   S=Sieg; N=Niederlage; U=Unentschieden

   PF=Punkte für; PG=Punkte gegen

   # = qualifiziert für den World Bowl 1995

Durch die eigenartige Regelung der Weltliga hatte sich damit Amsterdam als Gastgeber für den World Bowl vorzeitig qualifiziert. Die Regelung besagte nämlich, daß der Sieger der ersten 5 Spielwochen sich wie gesagt als Gastgeber für das Endspiel qualifizierte.

 

 

Und wieder waren die Karten neu gemischt. Die Amsterdam Admirals waren durch und standen im World Bowl 1995, alle Anderen hatten nun wieder die Chance sich ebenfalls fürs Finale zu qualifizieren. Die nächsten fünf Spieltage entschieden wer der Gegner der Niederländer sein würde.

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Vielleicht wußten die Fans der Monarchs was ihnen bevorstand und kamen deshalb erst gar nicht zum Spiel gegen die Galaxy ins Stadion an der White Hart Lane. 8.912 Zuschauer verloren sich im Rund und wurden überrascht vom guten Start ihres Teams. Direkt die erste Spielzug Serie beendete Monarchs Quarterback Brad Johnson mit einem 3-Yard Touchdown Pass auf Running Back Phil Bryant.

Aber dann sollten sich die Befürchtungen der Fans doch bewahrheiten. Touchdown Frankfurt durch einen 21-Yard Pass von QB Paul Justin auf Mario Bailey. Field Goal Frankfurt aus 32-Yards. Touchdown Frankfurt durch einen 7-Yard Pass von Justin auf Brasher. Field Goal Frankfurt aus 38-Yards. Touchdown Frankfurt durch einen 5-Yard Lauf durch Thomas. Machte Summasumarum 27 Punkte und den Sieg.

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War das ein Tiefschlag! Rhein Fire hatte noch Chancen auf die Teilnahme am World Bowl und bisher ganz muntere Spielchen gezeigt, aber lediglich 6.981 Zuschauer kamen ins Rheinstadion um dem Spiel gegen die Claymores beizuwohnen. Frei nach dem Motto: Wenn nur so wenige kommen spielen wir halt länger! wurde dieses Spiel erst nach knapp vier Minuten in der Verlängerung entschieden.

Die Schotten legten direkt mächtig los. 45-Yard Field Goal Conley, 5-Yard Lauf Chandler, 4-Yard Lauf Stacy und schon führten die Claymores 17-0. Vor der Pause konnte Andreas Schröder lediglich 3 Punkte durch ein 37-Yard Field Goal für Fire auf das Scoreboard bringen. Im dritten Viertel punkteten erst wieder die Schotten mit einem 36-Yard Field Goal, aber dann war Feuer angesagt. 36-Yard Field Goal Schröder, 29-Yard Pass von Andy Kelly auf Rod Moore und ein 59-Yard Interception Return durch Vaughn Bryant brachten den Gleichstand und es war noch ein "Quarter" Spielzeit über.

Ein 42-Yard Pass von Kelly auf Deron Pointer brachte dann die Führung für Fire, aber vor Ende der regulären Spielzeit glichen die Claymores durch einen 3-Yard Lauf von Siran Stacy wieder aus. Overtime! Das war die große Stunde des Andreas Motzkus, der einen Fumble sichern konnte und damit den Grunsstein legte für den anschließenden 16-Yard Touchdown Lauf von Shaumbe Wright-Fair. Endstand 33-27 für Rhein Fire.

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Wer Al Lugenbill schon einmal live erlebt hat, der weiß, daß sich die Admirals hätten warm anziehen können, wenn sie den Schlendrian gezeigt hätten. 18.369 Fans kamen ins Katalanische Olympiastadion und auch sie erlebten ein Spiel mit Verlängerung.

Barcelonas Kicker Szeredy erzielte zwei Field Goals aus 29 und 23 Yards und Walker erlief mit einem 1-Yard Lauf weitere sechs Punkte. Machte 12-0, da der 2-Punkte Versuch sein Ziel nicht traf. Dann endlich die ersten Punkte für Amsterdam, QB Jamie Martin traf D. Jones mit einem 17-Yard Pass, der Extrapunkt allerdings mißglückte.

Barcelona erhielt noch einmal 3 Punkte durch ein 25-Yard Field Goal. Dann wieder 14 Punkte für die Admirals; 2-Yard Lauf durch Will Furrer und 43-Yard Fumble Return durch Washington. Barcelonas konterte mit einem 43-Yard Field Goal, 3-Yard Pass von Walker auf T. Davis (2-Punkte Versuch geglückt mit Lauf) und einem 29-Yard Fumble Return durch Crooms (2-Punkte Versuch geglückt mit Pass). Barcelona 34 - Amsterdam 20.

Etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende der Partie kam es dann aber zu einem Doppelschlag der Niederländer. Quarterback Will Furrer traf seinen Tight End mit einem 13-Yard Pass in der Endzone. Jey Phillips konnte in der darauf folgenden Spielsequenz der Dragons einen Fumble für seine Admirals sichern und Will Furrer krönte diese Leistung mit einem 13-Yard Touchdown Pass auf Derek Hill. Zwischen den beiden Touchdowns lagen lediglich 47 Sekunden Spielzeit und die "2-Minute-Warning". Nach knapp einer Minute in der Verlängerung pflückte sich Admirals Corner Back Kelly Simms einen Katalanen Pass vom Himmel und trug in, mal eben, 75-Yards in die Gegnerische Endzone zum 40-34 Sieg für Amsterdam.

 

Die Ergebnisse der Woche 6:

Frankfurt Galaxy  - London Monarchs  27- 7

Scottish Claymores - Rhein Fire    27-33

Amsterdam Admirals - Barcelona Dragons 40-34

Woche 7

Das zweite deutsche Derby stand auf dem Spielplan und 33.112 Schaulustige wohntem dem Ereignis bei. Frankfurts QB Paul Justin eröffnete den Punktereigen mit einem 37-Yard Pass auf Bellamy. Wright-Fair, von Rhein Fire, antwortete mit einem 50-Yard Lauf in die Galaxy Endzone woraufhin sich Justin genötigt sah Mario Bailey aus 43-Yards erfolgreich anzuspielen.

Nun war Andy Kelly aber gereizt und nahm Maß: 11-Yards auf Owens, 34-Yards auf Moore (der Extrapunkt ging daneben) und nochmal 2-Yards auf Owens. Vaughn Bryant sorgte mit seiner 33-Yard Interception für noch mehr Fire Punkte ehe K. Jones auch mal für die Frankfurter per 1-Yard Lauf punktete. Greg Lane (Fire) vermißte Frankfurts Paul Justin dann gänzlich den Tag als es dessen 2 Interception über 91-Yards zum Touchdown zurücktrug. Der Galaxy Quarterback gab aber noch nicht auf und schaffte es tatsächlich noch einmal per 17-Yard Pass auf Bellamy Punkte zu erzielen, so daß es letztendlich 41-28 für Rhein Fire stand.

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Die alten Haudegen aus London und Barcelona trafen im Olympia Stadion der Katalanischen Hauptstadt vor den Augen von 18.050 Fans auf Einander. Ein munteres Spielchen plätschert vor sich hin. Für Barcelona erzielte ihr Kicker Szeredy Field Goals aus 22, 24 und 28 Yards. Sein englischer Pendant Silvestri schaffte Treffer aus 24 und 40 Yard Entfernung.

Weitere Punkte für London erzielte Eric Stephens mit einem 90 Yard Kick Off Return Touchdown; Alan Allen nach einem 58-Yard Pass von Brad Johnson und Michael Titley nach einem 3-Yard Pass ebenfalls von Johnson. Barcelonas Chapman trug sich mit einem 7-Yard Lauf in die Scorerliste ein (2-Punkte Versuch per Pass schlug fehl) und Dragons Quarterback Jay Walker bediente Tyree Davis mit einem 11-Yard Pass in die englische Endzone. Sekunden vor Schluß hatte Walker noch einmal die Möglichkeit den Monarchwen in die Suppe zu spucken, aber vor den Augen des fangbereiten Receivers wurde der Ball weggeschlagen, so daß es beim Endstand von 27-22 für London blieb.

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Und was machte der noch immer ungeschlagene Ausrichter des World Bowl? Rannte er in die offene Klinge der Claymores? 10.423 füllten das Amsterdamer Olympia Stadion mäßig, aber immerhin. Nach einem Fumble Recovery von Alan Young auf Seiten der Schotten schaffte sein Running Back Kollege Siran Stacy mit einem 1-Yard Lauf einen Touchdown. Es folgten vier Field Goals, je zwei für Belden (37 und 39 Yards) bei Amsterdam und Conley (30 und 34 Yards) bei Schottland. Und dann? Will Furrer auf D. Jones für 18 Yards, Jamie Martin auf Stradford für 47 und auf E. Jones für 45 Yards sowie ein 24-Yard Belden Field Goal bedeuteten die 13-30 Niederlage für die Claymores

Die Ergebnisse der Woche 7:

Rhein Fire     - Frankfurt Galaxy  41-28

London Monarchs  - Barcelona Dragons 27-22

Scottish Claymores - Amsterdam Admirals 13-30

Woche 8

Was war denn bloß in London los? 12.342 bevölkerten die Ränge (fragt sich wieviele von denen sich mit einem Totteham Hotspur Termin vertan hatten). An der White Heart Lane gingen die Männer vom Rhein im zweiten Viertel mit 7-0 in Führung (Kelly 7-Yard Pass auf Moore plus Schröders Extra Punkt). Dem stand vor der Halbzeit noch ein 24-Yard Silvestri Field Goal gegenüber.

24 Punkte brachte allein das dritte Viertel für die Monarchs: Brad Johnson traf aus 5, 44 und 46 Yards Tony Brooks und zweimal Alan Allen in der Endzone von Rhein. Außerdem schoß Silvestri noch einmal aus 37-Yards durch die Pfosten. Im letzten Viertel erlief Victor X Ebubedike, Londons National Spieler, einen 46-Yard Touchdown bevor Fire´s Wright-Fair mit einem gefangenen 36-Yard Pass auf 14-34 verkürzen konnte. Dabei blieb es dann aber auch.

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Die Galaxy empfing im heimischen Waldstadion die Admirals. Konnten die Mannen um Quarterback Justin für die Niederländer zum Stolperstein auf dem Weg zur "perfect Season" werden?

28.368 Zuschauer hatten nach diesem Abend nur noch zwei Namen im Kopf. Mike Bellamy und Paul Justin, das Wide Receiver-Quarterback Gespann der Frankfurter hatte einen glorreichen Tag: 31-Yards, 8-Yards und 19-Yards Touchdown Pässe gingen allein auf ihr Konto. Außerdem erzielte Safety Greg Briggs einen 88-Yard Fumble Return Touchdown und da alle Extra Punkte gut waren hatte die Galaxy 28 Zähler gesammelt. Die Admirals konnten dem nur zwei 39 und 29 Yard, Field Goals sowie eine 68 Yard Touchdown Kombination von William Furrer und Sanjay Beach (plus Extra Punkt) entgegenstellen und verloren somit folgerichtig mit 13-28.

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Im Murrayfield zu Schottland trafen sich 7.523 Hartgesottene und verfolgten das Spiel der Drachen gegen die Schwerter. Scott Szeredy, Kicker in Diensten Barcelonas, traf im erten Viertel aus 26 Yards und im zweiten Viertel aus 23 - machte 6 Punkte. Aber der Touchdown Pass über 15 Yards von Matt Blundin auf Alan DeGraffenreid plus Extrapunkt brachte 7 Punkte und somit die HalbzeitFührung. (Übrigens ware sowohl Blundin als auch DeGraffenreid zu diesem Zeitpunkt bei den Kansas City Chiefs unter Vertrag).

Im dritten Quarter gab es dann ein schottischen Field Goal aus 35 Yards durch Sean Conley. Das letzte Spielviertel bestimmten aber ganz die Spanier. Jay Walker, seineszeichens Quarterback, vervollständigte einen Pass auf Shelby Hill für 71-Yards und brachte die Dragons mit 13-10 in Führung. 42 Sekunden vor der "2-Minute-Warning" erzielte Sean Conley ein Field Goal aus 30 Yards und stellte somit den Ausgleich her. Scott Szeredy aber setzte 64 Sekunden vor Schluß auch noch das "Ei" zwischen die Stangen und verhalf der Dragons somit zum 16-13 Erfolg über die Claymores.

Die Ergebnisse der Woche 8:

Rhein Fire    - London Monarchs  14-34

Amsteram Admirals - Frankfurt Galaxy  13-28

Barcelona Dragons - Scottish Claymores 16-13

Woche 9

Lag es am Auswärtssieg gegen Frankfurt in Woche sieben oder daran, daß man noch Hoffnung hatte das Team in den World Bowl zu bekommen, oder daß drei Wochen seit dem letzten Heimspiel vergangen waren - jedenfalls kamen 12.323 Zuschauer ins Rheinstadion.

Der Heimquarterback Andy Kelly legte dann auch mächtig los und lief mal eben selbst für 3-Yards zum Touchdown. Ricky Blake von den Dragons aber egalisierte die Führung mit einem 2-Yard Lauf.

31 Punkte wurden dann alleine im zweiten Viertel erspielt. Fire Kicker Arden Czyzewski erzielte 7 Punkte mit Field Goals - 3 für ein 34-Yarder und 4 für ein 52-Yarder. Außerdem passte Quarterback Debütant Doug Pederson auf Kollegen Darrick Owens aus 24-Yards zu Touchdown (Extra Punkt gut). Macht 14 Punkte - bleiben nach "Adam Riese" 17 über und die kassierten sich die Dragons ein. 32-Yard Field Goal Szeredy, 78-Yard Interception Return Touchdown durch Saftey Chris Crooms und Joe Mickels 1-Yard Lauf schlugen zu Buche. Dann war Halbzeit und danach irgendwie die Luft raus. Lediglich 7 Punkte für Barcelona (13-Yard Pass von Jay Walker auf Shelby Hill plus Extra Punkt) waren noch zum 31-21 Endstand für die Dragons zu verbuchen.

...

Frankfurt konnte es immer noch aus eigener Kraft schaffen das Endspiel zu erreichen, aber dafür mußte ein Sieg gegen die Claymores her. Im Murayfield vor 6.840 Zuschauer sah es aber erst einmal gar nicht danach aus.

Nach gerade einmal 22 Sekunden (Rekord) hatte das Kansas City Chiefs Duo Matt Blundin und Allen DeGraffenreid einen 65 Yard Pass in einen Touchdown verwandelt (Extra Punkt gut). Dann die nächste Hiobsbotschaft - Galaxy Quarterback Paul Justin verletzte sich am Knöchel und mußte das Feld räumen. Für ihn kam Brad Bretz - und wie der kam. Nach dem Spiel wies er folgende Statistik aus: 22 von 33 Versuchen erfolgreich für 252 Yards und 3 Touchdowns (33-Yard auf Mario Bailey; 5-Yard auf Bellamy und 10-Yard auf Brasher, hier ging der Extra Punkt daneben). Schon zur Halbzeit führte man also 30-7 und glaubte anscheinend das Ding schon in der Tasche zu haben, denn man ließ jetzt die Schotten kommen.

Ein 35-Yard Pass von QB Terry Karg auf Darrell Mitchell (Extra Punkt schlug fehl) und ein 27-Yard Field Goal brachten die Claymores auf 16-30 heran. Dann fasste sich Ingo Seibert ein Herz bzw. den Ball und lief 12-Yards in die generische Endzone. Extra Punkt auch gut und schon stand es 37-16 für Frankfurt.

Ein Pass von Ballard auf Harris und ein 2-Punkte-Conversion Pass von Ballard auf Chandler brachten dann zwar noch einmal 8 Punkte für die Schotten, aber dabei blieb es dann auch und der Sieg der Frankfurter mit 37-24 war perfekt. Damit hatte man die Chance in den World Bowl einzuziehen wenn man den direkten Gegner um diesen Platz, nämlich die Dragons, in Barcelona schlagen würde.

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Im De Meer Stadion zu Amsterdam gab es dann noch einen lockeren Aufgalopp der Admirals gegen die Monarchs dem 8.469 Zuschauer beiwohnten. Der Etatmäßige Admirals QB Jamie Martin brach sich bereits im ersten Viertel das Schlüßelbein und mußte danach durch Brad Lebo ersetzt werden. Dieser führte sich gut ein indem er einen Drive mit einem 7-Yard Touchdown Pass auf E. Jones abschloß. Damit nicht genug zeigte er auch seine Läuferischen Fähigkeiten bei einem 1-Yarder in des Gegners Endzone.

Monarchs Kevin Porter blockte einen Admirals Punt und diese Einladung nahm Quarterback Brad Johnson dankend an. 14-Yards passte er in die Admirals Endzone auf Tony Brooks. Aber es half alles nichts, nach einem 45 Yard Field Goal durch Belden stand die 7-17 Niederlage für London fest.

 

Die Ergebnisse der Woche 9:

London Monarchs  - Amsterdam Admirals 7-17

Barcelona Dragons - Rhein Fire     31-21

Frankfurt Galaxy  - Scottish Claymores 37-24

Woche 10

Der letzte reguläre Spieltag brachte also die Entscheidung wer in Amsterdam Gegner der Admirals im World Bowl 99 sein würde. Aber es gab zum Abschluß der Saison auch nochmal ein britisches Derby.

"Battle of Britain Teil II" lockte immerhin 11.783 Zuschauer in die White Heart Lane. Erst Mitte des zweiten Viertels konnten die ersten Punkte verbucht werden. Nach 15 Spielzügen und 99 Yards konnte Quarterbeack Terry Kirby mit einem 1-Yard Lauf die Schotten in Führung bringen.

Die Monarchen ihrerseits überließen die ganze Arbeit Punkte zu holen ihrem Kicker Silvestri, der aus 32, 33 und 39 Yards Field Goals erzielte. Da aber Allen DeGraffenreid mit einem 35-Yard Touchdown Pass von Terry Karg bedient wurde, Kicker Conley noch aus 32 und 38 Yards Field Goals erzielte und zwei Safety Punkte erzielt wurden hieß es zum Schluß 22-9 für die Claymores.

Somit konnte jedes Team eine Britische Schlacht für sich entscheiden und das jeweils auf des Gegners Platz, aber mit klaren Vorteilen für die Schotten.

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Das letzte Spiel der Saison im Rheinstadion wollten nur noch 7.961 Augenpaare sehen. Sicherlich werden sich im Nachhinein aber einige geärgert haben dieses Match verpasst zu haben. Amsterdam mußte auf seinen Starting Quarterback Jamie Martin verzichten und so kam Ersatzmann Brad Lebo wieder zu Ehren. Er bediente Wide Receiver Sanjay Beach im ersten Viertel mit einem 34-Yard Touchdown Pass zur Führung für die Admirals.

Das Zweite Viertel gehörte den Leuten vom Rhein. Hillmann rannte 9-Yard weit in die gegnerische Endzone; Kicker Schröder versiebte allerdings den Extra Punkt. Halbzeit: Amsterdam 7 - Rhein Fire 6. Im dritten Viertel konnte Admirals Cornerback Jey Phillips einen Fumble auf der 30 Yard Line von Fire sichern und legte damit den Grundstein für den späteren 9-Yard Touchdown Lauf durch Running Back T.C. Wright.

Und dann kam das letzte Viertel. Rheins Fieldings schaffte es über 25 Yards einen Fumble zu retunieren und wurde mit sechs Punkten belohnt. Die "2-Point-Conversion" als Pass schlug allerdings fehl.

Belden von den Admirals kickte aus 38 Yards ein Field Goal. Dem rheinische Hillmann gelang zwar ein 1-Yard Touchdown Lauf, aber auch hier schlug der Passversuch einer "2-Point-Conversion fehl". Fire Cornerback Vaughn Bryant wollte seine Offense unterstützen und trug einen Interception über 59 Yards in die Admirals Endzone. Diesmal beschloß man den Standard zu spielen und ließ Schröder den Extra Punkt Kicken, was ihm denn auch gelang. Zwischenstand 25-17 für Rhein Fire im letzten Spielabschnitt.

Dann verdüsterte sich der Himmel über dem Rheinstadion und es kam knüppeldick. Das Comeback der Admirals wurde durch Cedric Fiagaro eingeleitet. Er erzielte einen 13-Yard Interception Touchdown (2-Point-Conversion schlug fehl); T.C. Wright lief mal eben 44-Yards in die rheinische Endzone und Ron Carpenter ließ einen 29-Yard Interception Touchdown folgen. Amsterdam gewann das letzte Viertel mit 23-19, so manch andere Begegnung weist dies noch nicht mal als Endergebniss auf, und das ganze Spiel mit 37-25 und für Rhein Fire war die Saison vorbei.

...

Barcelona; Olympiastadion; 21.380 Zuschauer; was wurde geboten? Ein American Football Spiel bei dem es um die Wurst ging. Die Frankfurt Galaxy traf auf die Barcelona Dragons und der Sieger fuhr als Gegner der Admirals im World Bowl nach Amsterdam.

Paul Justin konnte nach seiner Verletzung wieder als Starting Quarterback der Frankfurter eingesetzt werden, aber den ersten Touchdown Pass der Galaxy, über 59 Yards auf Mario Bailey (Extra Punkt daneben), warf Running Back Nate Bolton, der später noch mit einem 1-Yard Lauf zu Punkten kam. So angestachelt ließ Paul Justin ein galaktisches Feuerwerk abbrennen. Touchdown Pässe aus 2 und 4 Yards auf Werner Hippler und aus 14 Yards auf Mike Bellamy waren das Ergebnis und nebenbei stellte er mit 435 Passyards einen World League Rekord auf. Das Punktekonto erhöhte dann noch Ingo Seibert mit einem 2-Yard Lauf. Der 4-Yard TD Pass auf Hippler und die Lauf TDs von Bolton und Seibert wurden nacheinander im letzten Viertel erzielt. 44 Punkten standen auf Frankfurts Seite und bedeuteten den Sieg und die Finalteilnahme.

Der Vollständigkeitshalber sei noch erwähnt, daß Barcelona 20 Punkte erzielte (4-Yard Lauf Mickles, Extra Punkt daneben, 54-Yard Fumble Return Touchdown Traylor und 1-Yard Lauf Walker).

 

Die Ergebnisse der Woche 10:

Frankfurt Galaxy  - Barcelona Dragons 44-20

Scottish Claymores - London Monarchs  22-9

Amsterdam Admirals - Rhein Fire    37-25

Tabelle nach fünf Spieltagen, zweite Saisonhälfte:

         S N U  PF  PG

   Frankfurt # 4 1 0 164 105

   Amsterdam  4 1 0 137 107

   Barcelona  2 3 0 213 145

   London    2 3 0  84 102

   Rhein    2 3 0 134 157

   Scottish   1 4 0  99 125

   S=Sieg; N=Niederlage; U=Unentschieden

   PF=Punkte für; PG=Punkte gegen

   # = qualifiziert für den World Bowl 1995

Tabelle nach 10 Spieltagen, gesamte Saison:

        S N U  PF  PG

   Amsterdam 9 1 0 246 152

   Frankfurt 6 4 0 279 202

   Barcelona 4 6 0 237 247

   London   4 6 0 174 220

   Rhein   4 6 0 221 279

   Scottish  2 8 0 153 210

Die Saison war damit beendet aber rund um die Liga herrschte aber weiter rege Betriebsamkeit. So wurde Oliver Luck vom General Manager der Rhein Fire zum Präsidenten der Weltliga befördert. Ihm folgte Alexander Leibkind auf den Chefsessel am Rhein. Leibkind kämpfte bei der Olympiade 1976 als Judoka für Deutschland. In Köln spielte er bei den Crocodiles Football.

Eine der ersten Amtshandlungen Leibkinds war die Verpflichtung von Manfred Burgsmüller als Kicker. Er war einer der bekanntesten Fußballspieler Deutschlands und sollte als Werbegag Zuschauer zum Fire locken, die mit knapp über 12.000 Besuchern pro Spiel doch sehr enttäuscht hatten.

 

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